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Olympus OM-D E-M5 - Die Alleskönnerin

Bei einem Kauf einer neuen Kamera steht man meist vor einer riesigen Auswahl an topmodernen Kameras. Doch welche dieser High-End Produkten wird allen Bedürfnissen und Vorstellungen gerecht?
Zuerst sollte man sich einige Kriterien aufschreiben, welche die neue Kamera erfüllen sollte. Unsere von GlobeDiver.ch waren:
Leicht, kompakt, vielseitig einsetzbar, gutes Preis-Leistungsverhältnis und mit einer ausgezeichneten Bildqualität. Darüber hinaus sollte auch ein qualitativ hochwertiges Unterwassergehäuse vorhanden sein.


Mit der Olympus OM-D E-M5 gekoppelt mit dem Nauticam Gehäuse wurden unsere Kriterien bei weitem übertroffen. Wenn man bisher Freude am Fotografieren hatte, dann wird man das Fotografieren mit der Olympus OM-D lieben.
Die kleine, leichte und sehr handliche Kamera wird ab und zu doch von ein paar Spiegelreflexkamera-Besitzern belächelt, doch legt sich das anfängliche Schmunzeln sehr bald, wenn man die aufgenommenen Bilder vorzeigt.


© GlobeDiver.ch

Die OM-D E-M5 zeichnet sich zudem durch ihren super schnellen Autofokus, einen innovativen elektronischen Sucher mit Augenerkennung (schnelles Wechseln zwischen Live View und EVF), einem leistungsstarkem Bildprozessor und einem 16 Megapixel Sensor der neuen Generation aus.
Wer sich nun fragt, ob diese Kamera besser als seine alte DSRL ist, dem kann ich diese Vermutung mit gutem Gewissen bestätigen.

Unterwasserfotografie:

Was die OM-D E-M5 wohl am meisten auszeichnet ist die Vielseitigkeit ihrer Nutzung. Sie ist extrem widerstandsfähig und ist gegen Spritzwasser und Staub resistent, was für den Betrieb unter Wasser eine zusätzliche Sicherheit darstellt.
Welcher Unterwasserfotograf kennt nicht das Dilemma der Wahl des richtigen Objektivs vor dem Tauchen. Soll man mit einem Weitwinkel oder mit einem Makroobjektiv die Unterwasserwelt festhalten. Nun ja, mit dieser Kamera hat sich dieses Dilemma wohl gelöst. Weshalb?
Die OM-D E-M5 wird mit dem M.ZUIKO DIGITAL ED 12-50mm ausgeliefert, welches Makro und ein kleines Weitwinkel abdecken kann. Diese Funktion in einem Unterwassergehäuse anzusteuern war eine Hürde, welche Nauticam hervorragend gelöst hat.
So kann man nun unter Wasser mit einer Handbewegung zwischen Makro und Weitwinkel hin und her wechseln.


© GlobeDiver.ch

Die Vielzahl an Möglichkeiten, welche diese Kamera mit sich bringt, lassen keine Wünsche offen.
Das Kamerahandbuch von Reinhard Wagner, welches alle Funktionen dieser Kamera erklärt, ist sehr zum Empfehlen.

Einstellungstipps:


© GlobeDiver.ch

Auto Umschaltung zwischen Monitor und Sucher
Diese sollte man auf "AUS" schalten, da man unter Wasser den Monitor benutzt.
Der Wechsel zwischen Monitor und EVF kann auch manuell mit der dazugehörenden Taste beim Sucher vorgenommen werden.

© GlobeDiver.ch

LV-Erweiterung
Diese Displayeinstellung sollte dringend vor dem ersten Tauchgang auf "EIN" sein, vor allem wenn man mit externen Blitzen fotografiert. Ansonsten würde die Belichtungskorrektur direkt auf dem Monitor angezeigt, was einen schwarzen Bildschirm zur Folge hätte.

© GlobeDiver.ch

Fn1 und Fn2
Diese beiden Funktionstasten haben wir folgendermassen belegt:
Fn1: Telekonverter - Mit dieser Einstellung kann man das gewünschte Motiv nochmals in doppelter Gösse näher heran holen.
Fn2: Multi Funktion - Hier kann man beim Drücken der Funktionstaste und dem gleichzeitigen Betätigen des Einstellrades zwischen Helllicht/Schattenkorrektur, WB, Lupe und Bildformat wählen.
Uns interessiert vor allem die Lupe, mit welcher wir beim Makrofotografieren unser Fokusfeld verkleinern können.

Auflösung umstellen
Stellen Sie im Aufnahmemenü die Auflösung auf LN oder LSF+RAW ein. Man braucht dann zwar mehr Speicher und eine schnelle Speicherkarte, aber mit Hilfe des RAW-Formats kann man im Nachhinein auch jeden Artfilter wieder ändern und Aspekt Verhältnisse umstellen und den Weissabgleich korrigieren. Am Allerwichtigsten ist jedoch, nur im RAW-Format bringt die Kamera die volle Detailauflösung. Bei allen Artfilter- und Telekonverter-Fotos werden die RAW-Fotos unverändert abgespeichert. Es werden nur die JPEG verändert oder vergrössert.


© Stefan Heer | ISO 200 / 8mm Fisheye / f10 / 1/250 Sek.

Das Unterwassergehäuse NA-EM5 von Nauticam:

Mit diesem Gehäuse traf Nauticam exakt den Nerv des Unterwasserfotografen. Die einfache und intuitive Handhabung macht das Fotografieren unter Wasser zu einem wahren Vergnügen.
Die oben erwähnte Umschaltung zwischen Makro und Weitwinkel lässt keine Wünsche offen und gibt dem Fotografen eine noch nie dagewesene Freiheit.
Das Gehäuse ist leicht und besteht aus salzwasserbeständigem eloxiertem Aluminium.
Die aus Edelstahl gefertigten Druckknöpfe und der Leck-Sensor beweisen die hochwertige Verarbeitung und die Liebe zum Detail.
Das Wechseln der Ports wird durch das neue Verrieglungssystem zum Kinderspiel und hat uns sehr beeindruckt.
Die Blitze werden über optische Anschlüsse angesteuert und sind mit allen Inon und Sea and Sea Blitzen kompatibel. Optional lassen sich auch Blitzbuchsen für traditionelle elektronische Blitze einbauen.

© GlobeDiver.ch

Über Wasser:

Wer die Olympus OM-D M-E5 kauft, kommt kaum daran vorbei, diese Kamera auch über Wasser zu benutzen. Gestochen scharfe Fotos, einfache Handhabung und Objektive der superklasse setzen in der digitalen Fotografie neue Zeichen. Das Design und die Qualität der Kamera macht sie zu einem Liebhaberstück und lässt Fotografenherzen höher schlagen.
Das hochwertige Display ist mit einem Touchscreen versehen und macht durch das 180° (in der Vertikalen) verstellbare Display unmögliche Fotoeinstellungen möglich.

Ein Objektiv für alle Situationen:

Das bereits oben erwähnte 12-50mm Objektiv bietet den Fotografen ein sehr breites Spektrum mit einer ausgezeichneten Qualität. So ist es unter wie auch über Wasser ein Objektiv das nicht fehlen darf. Blitzschnell wird es von 12mm Weitwinkel zu einem 43mm Makroobjektiv, welches mit der Telekonverter Funktion nochmals aufgemotzt werden kann. Ideal für Natur und Street-Fotografie und für eine Vielfalt an kreativen Ideen.
Der Zoom vom Objektiv lässt sich elektrisch oder manuell betätigen, wobei das erstere eher für die Unterwasserfunktion benutzt wird. Doch auch für das Filmen ist der "e-Zoom" eine enorm praktische Funktion.

Kreative Ideen:

Timelapse mit der OM-D E-M5

Mit ein paar einfachen Einstellungen und einem Trick lässt es sich sehr einfach Timelapse (Zeitrafferaufnahmen) machen. So stellt man einfach auf Serie und gibt die Antischockverzögerung im Belichtungsmenü "e" frei. Dazu nimmt man ein Stativ, ein Intervalometer (oder ein einfaches Gummiband, um den Trigger zu blockieren) und stellt die Kamera an eine interessante Location.
Dazu noch eine geeignete Timelapse-Software und schon ist die Zeitraffer-Aufnahme fertig.


Sternenfotos und Langzeitaufnahmen

Mit der "Live Time" Einstellung lassen sich die Langzeitaufnahmen bis zu einer gewissen Zeit in Echtzeit nachvollziehen. So sieht man bei einer Langzeitaufnahme wie das Foto langsam entsteht. Diese neuartige Funktion bietet ein riesiges Mass an Spass und Kreativität. Zu einer vielseitigeren Nutzung dieser Funktion würden sich ein ND-Filter (z.B. ND2-400) oder ein "Big Stopper", welchen wir leider noch nicht bekommen haben, sehr lohnen. So können auch Langzeitaufnahmen bei Tageslicht gemacht werden.

© Stefan Heer | London Eye - 7.7 Sek. / f14 | Sternenhimmel - 25 Sek. / f3.5

Die Olympus OM-D E-M5 hat uns sehr begeistert und uns die Fotografie näher gebracht.
Diese Kamera übertraf all unsere Erwartungen und Bedürfnisse. Es ist die reinste Freude diese Kamera zu testen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Fantic, welche uns diese Kamera zur Verfügung gestellt hat.