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Ozeanversauerung bringt Fischbestände in Gefahr

11.12.2011/Kiel. Die Fischbestände sind nicht nur durch Überfischung bedroht. Wie eine internationale Forschergruppe unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) jetzt nachweisen konnte, bedroht die durch den steigenden Kohlendioxidgehalt zunehmende Ozeanversauerung auch Fischlarven von Speisefischen wie dem Dorsch. Die Studie erscheint vorab in der Onlineausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change.

Dass viele Fischbestände mittlerweile weltweit bedroht sind, ist nicht neu. Massive Überfischung hat sie in vielen Regionen stark dezimiert. Nun droht den Beständen von anderer Seite eine weitere Gefahr. Bedingt durch den steigenden Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre werden immer größere Mengen des Treibhausgases auch im Meerwasser gelöst und verursachen dort eine zunehmende Versauerung. In der Vergangenheit konzentrierten sich Wissenschaftler sich bei ihren Untersuchungen zunächst auf aus Kalkschalen aufgebaute Organismen, die als besonders gefährdet gelten. Wie die Studie einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) jetzt zeigt, wird aber auch der Nachwuchs von Speisefischen durch diesen Prozess bedroht. „In Testreihen konnten wir zeigen, dass die Larven des Dorsches besonders anfällig gegen Veränderungen des pH-Wertes sind“, erläutert die Biologin Andrea Frommel, Erstautorin der Studie, die in der internationalen Fachzeitschrift Nature Climate Change erscheint.

Mehr dazu findest du unter: http://www.nature.com/nclimate/journal/vaop/ncurrent/full/nclimate1324.html
http://www.ifm-geomar.de/index.php?id=537&tx_ttnews[tt_news]=833&tx_ttnews[backPid]=551&cHash=c0b1419b76