Deutsch
English

Apo Reef - Unberührter Unterwasser-Nationalpark der Philippinen

Ein weitläufiges, unberührtes Riff, reich an intakten Korallen, mit vielen bunten Fischen und einer unglaublichen Menge an Grossfischen? Und dabei fast keine Taucher? Ja, das gibt's noch! 50km westlich der Insel Mindoro (Philippinen) liegt Apo Island. Das 27.5 ha grosse Riffgebiet wurde 1996 von der UNESCO zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Apo Reef ist das grösste Atoll der Philippinen.

Wir fahren mit dem Auslegerboot raus. In der Regel werden Zweitagestouren angeboten. Der Apo Reef Club hat zwei Boote zur Verfügung, so dass sich die Taucherschar gemütlich auf den Booten verteilt. Gegessen und geschlafen wird ebenfalls auf dem Deck, entweder unter freiem Himmel oder unter Dach. Dabei kommt richtig Natur-Romantik auf. Ein Koch ist an Board und zaubert leckere Sachen auf den Tisch.

Der erste Tauchplatz, den wir anfahren ist "Apo Out". Wie der Name schon sagt, liegt dieser Platz an der Aussenkante des Riffs. Auf der Überfahrt treffen wir eine Gruppe Pilotwale an. Wir springen rein. Ein Schwarm Thunfische begrüsst uns, begleitet uns auf 30m Tiefe und entschwindet dann. Im Freiwasser schwimmen interessante Wesen: Ketten von Manteltieren bilden die sogenannten Salpen. Die Riffkante ist voll mit intakten Plattenkorallen.

Der zweite Tauchgang findet am "Action Point" statt. Hier ist der Name Programm! Rein ins Wasser und man findet sich inmitten von Millionen Riffischen wieder. Schwärme von Halfterfischen vermischen sich mit Schwärmen von gelben Pyramiden Falterfischen, Witwen-Drückerfischen, gelben Riffbarschen und einem richtig grossen Schwarm Fledermausfischen. Weiter unten begegnet uns ein Makrelenschwarm und dann, die Haie!

Während der eigentlich viel zu kurzen Reise ans Apo Reef habe ich aber bei weitem nicht alles gesehen, was das Riff zu bieten hat. So erzählt man sich von Walhaibegegnungen, Hammerhaien, Mantas, Delphinen.

Klick auf das Photo um es zu vergrössern!

Unser Fixpunkt während der ganzen Reise ist aber nicht das Boot, sondern das Resort: Der Apo Reef Club. Vom Schweizer Michael Roos gegründet und geführt, entstand das 10 Bungalow grosse Resort aus wahrem Pioneergeist als direkteste Verbindung vom Festland zum Apo Reef.

Nirgends ist man dem Paradies näher. Und das ist durchaus mehrdeutig gemeint: Einerseits das Tauchparadies, andererseits aber das Resort selber. Mit Liebe zum Detail erbaut sind die Bungalows stilvoll eingerichtet, geräumig und lassen an nichts mangeln. Das ist in solch abgelegenen Gebieten nicht selbstverständlich. Sogar die Backpackerräume übertreffen die gemeinen Standards bei weitem.

Die Küche ist sehr gut und hebt die Stimmung am gemeinsamen, langen Tisch. Das Leben spielt sich unkompliziert im Bereich der Welcome-Bar, Pool, Lounge und Restaurant / Bar ab. Das ist übersichtlich und man findet schnell zusammen. Es ist eine sehr familiäre, freundliche Stimmung hier.

Am Abend sitzt man gemütlich beim Bier an der Bar oder in der Lounge und es werden in der Saison frisch geröstete Erdnüsse aus dem eigenen Garten serviert. Dazu tauscht man die Tauchgeschichten des Tages aus.

Wir setzen unseren Ausflug ans Apo Reef fort. "Mabuti" ist der nächste Platz, den wir anfahren. Wieder erwartet uns das pralle Leben. Es ist einfach fantastisch an einem Ort zu tauchen wo das Riff so wunderschön bewachsen und voller Fische ist. Dieser Platz ist ein beliebter Ort für die Schildkröten, Korallenwelse wälzen sich übers Riff.

Es lohnt sich, diesen Platz am frühen Morgen anzufahren. Wir übernachten dort und springen kurz vor halb sieben wieder rein. Auf die Haie ist Verlass! Und auf die Büffelkopf Papageifische, welche gemütlich dem Riff entlang zogen und verschwanden. Doch nur für kurze Zeit, denn bei einem Blick ins Blauwasser entdecken wir sie wieder. Dicht gepackt in eine ovalen Formation.

Den Abschluss eines zweitägigen Ausflugs ans Apo Reef bildet der Besuch des Wracks. Nicht wirklich tief gelegen, gönnt es uns einen schönen, gemütlichen Tauchgang. Das Wrack ist reich bewachsen und bildet ein zu Hause für Glasfische, Beilbauchfische, einer richtig grossen Gruppe Süsslippen, Soldatenfischen und vielen mehr. Die Sepien hatten gerade Paarungszeit und betrieben eifrig Brutpflege. Grosse Schwärme Füsiliere umkreisen das Wrack dazwischen Trompeten- und Fledermausfische. Im Sand findet man Blaupunktrochen, Krokodilfische und mehr.

Für Freunde der Landschaften über Wasser bietet der Apo Reef Club Tagestouren in die Berge an. Zum Beispiel zum Berg Iglit und dem Baco Nationalpark, wo noch der Stamm  der Mangyan in sehr traditioneller Weise lebt. Es gibt kühlen Fluss der zum Baden einlädt und grosse Felsbrocken. Insider nennen es das Maggia-Tal der Philippinen.

Tauchenreisen in die Philippinen sind generell mit einem höcht vorteilhaften Preis/Leistungsverhältnis ausgestattet. Für das Apo Reef und den Apo Reef Club trifft dies ganz besonders zu.

Das Riff um Apo Island ist absolut ein Tauchtipp. Im Apo Reef Club findet man ein wunderschönes Paradies in dem Erholung und Erleben angesagt sind. Nicht zuletzt dank der herzlichen Art der Angestellten, dem professionellem Tauchteam und dem engagiertem Besitzer des Resorts.

Liebe Grüsse
Henry


Klick auf das Photo um es zu vergrössern!