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El Quseir vom 04. bis 11. Dez. 2006

Unsere Vereinsreise ging erstmalig seit Bestehen des Vereins nach Ägypten. Als Ziel wählten wir El Quseir mit Zielflughafen Marsa Alam.Nachdem wir schon am Vortag des Abfluges den Check In durchführten, trafen wir uns am Montag, den 04. Dez. 06, um 0245 Uhr am Wiener Flughafen. Der Flug verlief äußerst ruhig und angenehm, so dass wir pünktlich um 09.30 Uhr Ortszeit (Ägypten hat eine Stunde Zeitverschiebung nach vorne) am Flughafen Marsa Alam landeten.Nachdem wir erleichtert unser Gepäck wieder fanden (es hätte ja auch wo anders landen können), bestiegen wir unseren Transferbus, der uns nach ca. 60. min. Fahrzeit nach El Quseir, ins Hotel Flamenco Beach Resort**** brachte.

Das Einchecken ins Hotel ging schnell; somit konnten wir nach Beziehen der Zimmer uns in Ruhe in der Hotelanlage umsehen. Den Nachmittag des Anreisetages verbrachten wir mit Ausruhen und Vorstellen bei der im Hotel untergebrachten Tauchschule Marina Divers El Quseir . Nach einem ausgiebigen Abendessen besuchten wir noch das Alibaba-Zelt, rauchten eine Wasserpfeife und verschwanden gegen 23.00 Uhr in den Federn.
Der Dienstag war dem Entspannen am Strand gewidmet. Ausruhen tut wirklich gut!

Am Mittwoch in der Früh fuhren wir mit der Tauchschule (TS) zum ersten Tauchgang (TG). Dieser setzte sich aus Checkdive und in weiter Folge, bei bestehen dieses, aus einen Fundive zusammen. Der Checkdive ist sehr ausführlich - Maske komplett abnehmen, wieder aufsetzen, ausblasen, Atmung aus alternativer Luftversorgung und Tarieren waren die einzelnen Punkte. Da unsere Gruppe auch dies meisterte, konnte mit dem Fundive fortgesetzt werden.

Ein großes Lob an die Guides der TS. Einheimische Buddys helfen einem mehr als notwendig. Es gibt kein "Flaschenschleppen" und beim Verlassen des Wassers (alle TG werden übrigens vom Land aus durchgeführt) ist schon jemand zur Stelle und nimmt einem die Flasche vom Rücken runter. (Wer jetzt denkt da ist ja noch der Atemregler montiert, dem sei gesagt, dass der Abnehmvorgang ausgesprochen eingespielt ist. Es wird einem sogar die Schutzkappe auf die 1. Stufe geschraubt.)
Nach dem entkleiden des Neoprenanzugs und einem Glas heißen Tee packt man sein Equipment in die dafür vorgesehene Kiste (diese bekommt man am ersten Tag in der TS zugewiesen) und nimmt entspannt im Begleitfahrzeug Platz, das meistens ein Kleinbus ist.
Mittwochnachmittags wiederholte sich das gleiche, allerdings ohne Checkdive, was unsere Tauchzeit erheblich verlängerte. Die Wahl der Tauchplätze ist im Winter sehr vom Wetter, den Wind und den Wellen abhängig. Strömung gibt es fast auf jedem Platz, ist aber auch für Anfänger kein Problem.

Donnerstags ließen wir den Vormittags - TG aus und fuhren dafür am Nachmittag zu einem sehr interessanten Einstieg. Man taucht kopfüber ab durch einen Tunnel und kommt in ca. 5 bis 7 Metern Tiefe unter der Riffkante ins offene Wasser. Das hört sich auf den ersten Blick recht spektakulär an. Aber keine Angst - es ist bei Weitem harmloser. Kopfüber ist es nicht wirklich, sondern im hüfttiefen Wasser taucht man in den Tunnel, der auch nur 3 bis 5 Meter lang ist und einen Durchmesser von ca. 2-3 Metern hat.
Am Freitag machten wir eine Ganztagestour nach Marsa Abu Dabab, auch bekannt geworden durch die dort gesehenen Seekühe, Dugong genannt. Der Dugong (Dugong dugon ) ist ein wasserbewohnendes Säugetier aus der Ordnung der Seekühe (Sirenia).
Nachteil der Fahrt: Tagwache um 05.30 Uhr, Abfahrt um 06.15 Uhr. Die Fahrt dauert ca. 90 Minuten in den Süden, vorbei am Flughafen Marsa Alam, an Neubauten diverser Hotels.

Am Tauchplatz angekommen, kochte das Wasser bereits von Tauchern der Tauchboote. Wir unterteilten den Tag in 2 TG, wobei unser Guide Oliver, übrigens ein großes Lob an ihn, vorschlug, den ersten TG entlang der Riffkante, welche bei diesem Tauchplatz bis zum Sandstrand reichte, durchzuführen. Dadurch hatten wir den Vorteil, früher als die Tauchschiffe Mittag zu essen. Dieses wurde vom Hotel von den Guides mitgenommen und schmeckte vorzüglich.
Der zweite TG begann mit einer "Kuhsuche", wobei wir in Abständen von 6 bis 8 Metern eine Kette von 14 Tauchern bildeten (so groß war unsere Gruppe), um so die Kuh in der Seegraswiese auch wirklich zu Gesicht zu bekommen.
Nach 15 min. Suchen ließen wir es sein. Wir tauchten dann nochmals zum Riff, um dort noch ein paar spektakuläre Fotos zu schießen. Wir beendeten auch diese TG nach 65 min. mit einer Anzahl guter Rifffotos aber mit der Gewissheit, die Seekuh leider nicht zu Gesicht bekommen zu haben. Müde und ein wenig verstaubt erreichten wir gegen 18.00 Uhr wieder unser Hotel.

Am Samstag planten wir unseren letzten TG, diesmal am Hausriff des Hotels. An diesem Tag waren die Wellen nicht allzu hoch, was gut war, denn der Einstieg erfolgt dort vom vorgebauten Steg durch Sprung ins Blaue. Nachdem wir unseren Buddycheck durchgeführt haben, sprangen wir beherzt ins 2 Meter unter uns liegende Wasser.
Der Ausstieg erfolgt durch Abnehmen der Flossen über die vorhandene Leiter. Diese Aktion war aber gar nicht so einfach, denn es herrschte dort eine ganz schön starke Strömung. Mit vereinten Kräften schafften wir auch dieses "Hindernis" und verließen zu letzten Mal für heuer das salzhaltige Element Wasser.
Nach Rückkunft bei der Tauchbasis mussten wir noch unsere Zeit und Tiefe bekannt geben, dann begann das große Reinigen der Ausrüstung. Nach ca. 2 Stunden waren wir endlich fertig und verbrachten den Rest des Tages am Strand, um unseren Angehörigen die ägyptische Sonne auch am Körper zeigen zu können.Der Sonntag bestand wie der Samstagnachmittag aus Sonnen und einer halbtägigen Wüstensafari. Um 14.00 Uhr wurden wir von Hotel mit einem sehr alten Jeep abgeholt und in die Wüste gebracht. Dort zeigte man uns nicht nur wie die Beduinen leben, sondern auch die verschiedenen Farben der Gesteine sowie einen wunderbaren Sonnenuntergang. Ein Abendessen in einem Beduinenzelt rundete den Ausflug ab. Danach hatten wir die Gelegenheit, bei sternenklarem Himmel die Sterne zu beobachten. Das ist in der Wüste ein einmaliges Erlebnis, da dort die Lichtverschmutzung noch nicht fortgeschritten ist und die Milchstraßen in voller Größe zu bewundern ist.

Am Montag, den 11. Dez. 06, endete unser Urlaub mit der Abholung vom Hotel und dem Transfer zum Flughafen. Nach einem kurzen Einchecken "auf ägyptische Weise" und einem landschaftlich reizvollen Zwischenstopp in Sharm El Sheik landeten wir um 16.00 Uhr Ortszeit am Flughafen Wien Schwechat. Unsere Heimat hat uns wieder.

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