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Der Grüne See in der Österreichischen Steiermark

Jedes Jahr Anfang Mai beginnt das Interesse am Grünen See. Jedes Gespräch, jedesTelefonat beinhaltet auch die Frage: Wie ist der Wasserstand, weißt du was und da wir dasGlück haben, in der Nähe, 1h Autofahrt, zu wohnen, kann man ja auch auf einen Spaziergang reinschauen nach Tragöss.

Grüner See: Dieser See füllt sich mit Einsetzen der Schneeschmelze mit kristallklarem, smaragdgrünem Wasser, wobei das Wasser farblos ist und durch die Brechung des Lichtes und die vorhandenen Gesteine in seiner grünen Farbe schimmert. Er trocknet im Herbst fast völlig aus. Aufgestaut wird der Grüne See von einer Bergsturzmasse, die in prähistorischer Zeit von der Südflanke der Meßnerin Richtung Tragöß abrutschte

Wenn man von Bruck an der Mur in nordwestlicher Richtung durch das kleine Lamingtal fährt, gelangt man an dessen Ende nach Tragöß-Oberort. Damit befindet man sich in den südlichen Regionen des langgezogenen Hochschwab-Areals.

Nordwestlich von Tragöß-Oberort befindet sich der Grüner See. Dessen Name ist Programm, denn der See weist eine türkisgrüne Farbe auf, die aus zwei Gründen entstanden ist. Zum einen ist der See nicht tief - bestensfalls acht Meter weisen die tiefsten Stellen auf und zum anderen handelt es sich um reines Grundwasser.
Besonders die geringe Tiefe sorgt für eine optimale Lichtbrechung und dadurch entsteht die typische Farbe dieses Gewässers. Der Grüner See ist kein Badesee, denn die Temperaturen sind viel zu kalt. Aber er kann für Tauchgänge genützt werden und ist auch oftmals schon für Anfänger ein optimales Gelände, da es nicht sehr tief hinunter geht.

Der Grüner See liegt auf 776 Metern Seehöhe und wird gerne in Wanderrouten eingebaut. Er ist auch von höheren Zielen, beispielsweise von der Priebitz oder von der Mesnerin gut zu sehen.

Der See bildet sichwährend der Schneeschmelze und verschwindet jeden Sommer wieder. In dieser Zeitwerden von Fischern auch Saiblinge und Forellen eingesetzt, die sich von den dort lebenden Köcherfliegenlarven ernähren. Sie dienen als optimale Fotomotive.

Ungewöhnlich ist auch die Dimension des Sees, weil dies sehr stark variiert. Ist der Wasserstand sehr hoch, dann kann sich der See auf bis zu 250 Meter Länge ausdehnen, in der Breite erreicht er dann maximal um die 70 Meter. Gibt es weniger Wasser, dann zieht sich der See zurück und hat etwa 150 Meter Länge und nicht mehr als 50 Meter Breite.

Eigenartig ist, dass es nicht alle Jahre nach dem gleichen Schema abläuft. So war auch mal ein
Tauchgang im Juli bei 5 m Wasserstand möglich und einmal kann ich mich erinnern, tauchtenwir zu Allerheiligen, Anfang November. Das dürfte auch von den Regenfällen abhängen.
Der tiefste oder höchste Wasserstand war 12m, den hatte ich auf den Computer gegraben,11 m im Schnitt war damals sicher ein legendärer Wasserstand. Die Sichtweiten sind beinaheunendlich und Gehwege, Bäume, Wiesen Bänke und eine kleine Brücke sind unter Wasser.
Das sind märchenhafte Eindrücke.

2011 jedoch wurden nur 4 m erreicht, das war erschreckend. Tauchbetrieb war dann keiner
und für ein paar verwegene wurden auch die 8 Euro Gebühr für das tauchen, nicht eingehoben. Auf jeden Fall ist bei 6° Wassertemperatur ein Trocki angebracht. Navigieren muss man nichtkönnen, da man von Ufer zu Ufer unter Wasser sehen kann. Der Einstieg ist beim Gasthof Seehof wo man auch die Flaschen füllen kann. Eine Tauchbasis gibt es nicht.

Grüsse

Florian Feldgrill

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