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Der Grundlsee - ein Alpensee im steirischen Salzkammergut

Ein See der mich seit Beginn begleitete. Anfänglich bei diversen Feuerwehrtaucherlagern, faszinierte mich der See bis heute.

Der Grundlsee ist ein Alpensee im steirischen Teil des Salzkammergutes in der Nähe von Bad Aussee. Er befindet sich am Südende des Toten Gebirges. Im Osten befinden sich der Toplitzsee und der Kammersee. Der See ist 5,7 km lang und 0,9 km breit.
Gleichnamig dem See wird auch die Ortschaft und Gemeinde Grundlsee genannt. Bei Gößl mündet der Toplitzbach in den See, der dann ab dem Ausfluss am westlichen Ende als Grundlseer Traun, einem der Quellflüsse der Traun in Richtung Bad Aussee weiterfließt. Weitere, größere Bäche, die den Grundlsee speisen: Zimitzbach (Mündung Nähe Gasthof Ladner) sowie die Stimitz, die ca. 80 m südlich der Toplitz in den Grundlsee mündet.Der Grundlsee hat Trinkwasserqualität. Die Wassertemperatur im Sommer schwankt zwischen 18°C und 25°C in sehr sonnigen Sommermonaten. Am Grundlsee sowie auf allen weiteren Seen des inneren Salzkammergutes besteht ein Verbot für Verbrennungsmotoren auf Schiffen und Booten. Ausgenommen sind hiervon nur die Berufsfischerei sowie die Linien- und Gelegenheitsschifffahrt. Im Winter friert der See regelmäßig zu (dimiktischer See).Auf dem See wird eine Ausflugsschifffahrt mit zwei Motorbooten (Rudolf und Traun) betrieben. Weiters gibt es drei Verleihstationen für Elektroboote sowie einen Anbieter für Gelegenheitsschifffahrt mit einer Zille, die rund 15 Personen fasst.

Der Grundlsee ist aufgrund oftmalig auftretender Thermikwinde auch ein beliebter See bei Seglern und Surfern. Am See sind ein Yachtclub, ein Surfclub und ein Ruderclub beheimatet.
Sowohl im Grundlsee als auch im Toplitzsee sollen sich noch Fundstücke aus der Zeit des Nationalsozialismus befinden. Die Sichtweiten sind aufgrund des klaren Wassers für Taucher von Interesse.
Fischbestand: Hecht, Bachforelle, Seeforelle, Seesaibling, Aitel, Aalrutte, Flussbarsch, Elritzen und diverse Weißfische.Zur weiteren Fauna zählen auch Süßwasserpolypen oder Moostierchen.Der See ist umringt von den Bergen des Toten Gebirges, die von Süden beginnend wie folgt heißen: Ressen, Zlaimkogel, Schoberwiese, Hundskogel, Backenstein, Häuslkogel, Reichenstein, Siniweller, Gössler Wand, Lawinenstein, Grasberg.

Tauchen im Grundlsee hat seine besonderen Reize. Wie alle Alpenseen wirkt auch der Grundlsee mystisch und ab einer gewissen Tiefe schlägt der Grünstich in schwarz um.
So ist es erforderlich eine gute Lampe zu verwenden. Das lohnt sich, da ich vor längerer Zeit ein einmaliges Erlebnis hatte. Zwei Saiblinge in 55m Tiefe in Balzstimmung. So ein intensives Rot hatte ich bisher noch nicht gesehen. Auch andere Überraschungen gibt es. Das sogenannte Unterwasserhaus. Das ist eine zylinderförmige Kuppel die  mit Ketten auf einer Felsnadel die 18 m abfällt, befestigt ist.

Auf und an der Felsnadel sind eine Marien Statue und einige Gedenktafeln befestigt. Von verunglückten Tauchern, wie auch von meinem Freund Hans Perwein von dem ich die Ehre hatte, das Tauchen zu erlernen. Er war Berufspilot und stürzte mit einer zweimotorigen Maschiene in der Nähe von München ab. Viele Tauchfahrten nach Kroatien wurden in Flüge umgewandelt und es waren einzigartige Erlebnisse. Tauchen mit Hans Perwein war sicher was besonderes. Das wofür man heute Trimix braucht, wurde damals schon mit Preßluft abgehandelt. ( nicht zum nachahmen empfohlen ) Auf jeden Fall kann ich auch bestätigen, daß man sich bis zu einem gewissen Grad an eine Stickstoffnarkose gewöhnen kann. :-)
Es gibt noch verschiedene Plattformen im Grundlsee, die von der Feuerwehr erbaut und benutzt werden. Eine wunderschöne Steilwand, die aber nur von einem Boot aus erreichbar ist. Dies bietet auch die Tauchschule vor Ort an. 
www.ts-grundlsee.at

Ich hatte im Grundlsee die Möglichkeit zu vielen interessanten Tauchgängen, auch Übungen auf der 25 m Plattform. Das Gerät auf der 10m Plattform ablegen, auftauchen und wieder aufnehmen. Das war im düsteren Wasser immer interessant. Teilweise hat man die Plattform verfehlt. Aber schöne Anblicke, wie Hechte  im Geäst der Bäume unter Wasser, die sicher bei einem Unwetter in das Wasser gelangten. Schwärme kleiner Fische, Flußbarsche und Forellen sind zu sehen. Jedoch ist es auch möglich trübe Verhältnisse, wie z.B. bei der Schneeschmelze oder einem Unwetter zu erleben. Da ist dann eine weite Anfahrt umsonst. Daher sollte man sich vorher erkundigen.

Ca. 1 km nach dem Gasthaus Post ist linksseitig unterhalb des Erholungsheims der Österreichischen Post ein geschotterter Parkplatz. Im Bereich von 5 bis 10 Metern Tiefe beginnen die Canyons, die bis in große Tiefe reichen.
Ca. 300 m nach dem Surfplatz (Autobushaltestelle) in Richtung Gössl liegen neben der Straße eine Grünanlage und ein kleiner Parkplatz. Die Einstiegsstelle in den See befindet sich neben einer Hecke der Villa Dalkhe. Unmittelbar an der Einstiegsstelle liegt in 5 Metern ein versunkenes Floß.

Nach dem Gasthaus Ladner bei km 9,0 befindet sich ein Parkplatz. Umziehmöglichkeit und Einstiegsstelle bei den Forsthütten neben dem Zimitzbach. Hier findet man bis in 30 Meter Tiefe zahlreiche versunkene Bäume sowie viele Fische.
Laichschutzsperre von 15.9. bis 31.12.

Gössler Bucht:
Bei km 13,0 findet man direkt bei einem kleinen Parkplatz die Einstiegsstelle. Unweit des Einstiegs beginnt in 7 Meter Tiefe ein Felsen, der bis in 19 Meter Tiefe reicht. Auf diesem Felsen befindet sich eine Kuppel, die 5 Tauchern Platz bietet. Unterhalb des Felsens bilden verschiedene Krater eine "Mondlandschaft", aus denen vereinzelt Quellen sprudeln.

Rostiger Anker:
Bekanntester Tauchplatz beim Gasthof "Rostiger Anker" mit 5 Ausbildungsplattformen.

Badestrand:
Südlich des Gasthauses "Rostiger Anker" befindet sich ein Badeplatz, von dem aus man in den interessanten Mündungsbereich des Toplitzbaches und des Stimitzbaches tauchen kann.
Mit diesen Informationen sind alle Tauchplätze erwähnt und in der Saison darf man nicht vergessen Parktickets bei den zahlreichen Automaten zu lösen. So hat man keine Probleme mit den Behörden, wenn man sich an die Regeln hält. In der Badesaison sind nicht nur Taucher am und im See. Im dahintergelegenen Toplitzsee ist Tauchverbot.

Da ich vorhabe, einen Apnoetaucher in einer Höhle zu fotografieren, wurde am 11.3.2012 mit der tauchbegeisterten Karin Irendorfer im noch fast zugefrorenem Grundlsee bei stürmischen Wetter trainiert. Eine Frau mit Doppelzwölfer und unter diesen Bedingungen Hut ab. Es sind auch einige Bilder gelungen.

Liebe Grüsse
Florian

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Grundlsee und Umgebung

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