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Fiji - Das Monte Carlo des Haitauchens!

Die Fiji Inseln befinden sich ca. 3500 km östlich von Australien mitten im Südpazifik und lassen für Haifans keine Wünsche offen. Das so genannte "Bistro", das sich auf der Insel Viti Levu liegt, gehört zu den besten Plätzen weltweit, um mit Bullenhaien auf Tuchfühlung zu gehen.

Leider liegen zwischen Europa und diesen atemberaubenden Inseln 18000 km, was eine Anreisezeit von ca. 40 Stunden in Anspruch nimmt. Auf der Hinreise nutzten wir die Gelegenheit, um einen Stoppover in Hong Kong einzulegen. Diese Stadt ist ganz anders als wir sie uns vorgestellt hatten, denn sie bietet eine gute Mischung einer Metropole und dem asiatischen Flair. Nach einem 3 tägigen Aufenthalt traten wir unsere Weiterreise nach Nadi an. Unsere Reise stand unter keinem guten Vorzeichen, da eine Woche zuvor heftige Wirbelstürme und Überschwemmungen die Insel heimsuchten. Schon beim Landeanflug wurde uns das Ausmaß dieser Katastrophe sichtbar. Beim Transfer in unser Hotel wurden wir von der Reiseleitung informiert, dass unser Teil der Insel größtenteils verschont blieb und somit unseren Haitauchgängen nichts mehr im Wege stand.

Nachdem wir endlich unser Ziel erreicht hatten, checkten wir im Hotel ein, wo uns ein Mitarbeiter von Aqua Trek erwartete. Mit ihm erledigten wir den üblichen Papierkram und im Anschluss kümmerte er sich auch gleich um unser Tauchgepäck, wodurch wir einen relativ entspannten Nachmittag an der Pool Bar verbringen konnten. Zu unserer Überraschung ging es gleich am nächsten Morgen zum ersten mal zu den "Haien". Gegen 8 Uhr trafen wir uns in der Tauchbasis, wo uns der Big Boss Brandon Page und sein Team mit einem herzlichen "Bulla" in Empfang nahm. Das ganze Team machte auf uns direkt einen sehr sympathischen Eindruck, wodurch wir uns vom ersten Augenblick an sehr wohl fühlten. Im Anschluss wurde ein kurzes, aber sehr imfomatives shark briefing abgehalten, bei dem uns einige grundlegende Verhaltensregeln unter Wasser erklärt wurden. Nach den ersten Gesprächen mit Brandon wurde mir klar, dass diese Tauchgänge etwas außergewöhnliches werden. "8 Haiarten" in einem Tauchgang sind sicher einmalig auf unserem Planeten. (Dem Bullen- ,Tiger-, Silberspitzen-,Schwarzspitzen-, Weißspitzen-,Grau-,Zitronen-, bis hin zum Amenhai kann man in diesen Gewässern begenen.) Die Aufregung nach diesem briefing wurde in der Gruppe spürbar größer und unsere Erwartungen waren somit auch relativ hoch. Nachdem alles besprochen war, machten wir uns auf den Weg zu den Booten, die in der Zwischenzeit von den Mitarbeitern von Aqua Trek startklar gemacht wurden. Auf dem Weg sahen wir am Anlegesteg einen Pickup, der 250 kg  Fischreste und riesige Säcke mit Fischköpfen geladen hatte, die gerade einmal für zwei Tauchgänge reichen sollten, was für uns eigentlich unvorstellbar war. Der Grund, weshalb sich dort  Bullenhaie so zahlreich aufhalten ist der Fluss, wo auch die Tauchbasis liegt. Er dient nämlich als Geburtsstätte der Bullenhaie, welche eine Art ist, die auch im Süßwasser leben kann und auch mehrere tausend Kilometer Fluss aufwärts gesehen wurde.

Wir legten ab und fuhren Richtung "Bistro", das sich ca. 15 Minuten von der Tauchbasis entfernt  im Beqa Channel befindet. An diesem Tauchplatz werden zwei verschiedene Tauchgänge gemacht, der erste  befindet sich  auf einem Plateau in  25 m Tiefe, der zweite wird in einer geringeren Tiefe von nur 18 m durchgeführt. Nach einem letzten Check unserer Ausrüstung sammelten wir uns im Wasser. Der Abstieg erfolgte über ein Leinensystem, welches beim Auftauchen auch für den Sicherheitsstopp verwendet wird. Auf dem Weg in die Tiefe sahen wir die zuvor versenkten Futtertonnen, die sofort von zahlreichen Schiffshaltern belagert und von einigen Amenhaien umkreist wurden. Als wir die Arena erreichten, wurden uns von den Guides unsere Plätze zugewiesen, damit sie die Übersicht über die Gruppe behalten konnten. Als Fotograf wird man sozusagen in die erste Reihe gesetzt und ist hautnah am Geschehen. Brandon platzierte sich neben uns und öffnete seinen Sack mit den Snacks. In der Arena herrscht mittlerweile schon Hochbetrieb und man wird sozusagen ein Teil der Fischsuppe. Zeitgleich wurden die Fischreste, die in 15 kg Pakete abgepackt sind, vom Guide in einer Tiefe von 15 Metern verteilt. Nun beginnt das Spektakel und spätestens jetzt ist der Moment, bei dem jedem Taucher das Herz zu rasen beginnt und das Adrenalin in die Höhe schießt. Es herrscht ein reges Getümmel, welches sich erst zu lichten beginnt, wenn die pfeilschnellen Silberspitzenhaie durch die Menge jagen. Bei den Fischresten, die bis zum Boden sinken, spielen die Amenhaie ihre Dominanz aus und holen sich die größeren Stücke ab. Die neben dem Weißen und dem Tigerhai so verrufenen Bullenhaie tasteten die Situation vorsichtig ab. Brandon hatte einiges zu tun um die Hemmschwelle der Tiere zu brechen, doch nach kurzer Zeit kamen die Haie näher bedienten sich ausreichend am Fischbuffet. Wenn man nur eine Armlänge entfernt in das offene Maul eines Bullenhaies blickt, kommt auch beim coolsten Typen die Gänsehaut hoch. In diesem hektischen  Moment auch noch im richtigen Augenblick den Auslöser zu betätigen ist eine wahre Herausforderung. Selbst wenn die Kamera 6 Bilder in der Sekunde schafft, ist der Fischkopf oft schon weg und das Maul des Bullen wieder geschlossen. Nach wenigen Minuten hatten wir 10 - 15 dieser mächtige Tiere um uns. Laut Meinung von Dr. Erich Ritter, der mit diesen Haien auch schon an anderen Plätzen dieser Erde getaucht hat, meinte dass diese Bullen mit einer Größe von 3 Metern und mehr zu den größten gehören, die er bis jetzt gesehen hat. Bei dieser atemberaubenden Show vergingen die 30 Minuten Grundzeit wie im Flug und das Signal zum auftauchen kam natürlich viel zu früh. Beim Auftauchen wurden wir  von einigen kleineren Haiarten unterhalten, sodass sich unser Adrenalinspiegel langsam wieder normalisierte. Einen weiteren Anreiz beim Auftauchen bietet ein versenktes Schiffswrack, das auf ca. 15 Metern Tiefe liegt und bei dem man mit etwas Glück den einen oder anderen Haizahn finden kann.

Aufgrund meiner 13 absolvierten Tauchgänge in Bistro bekam ich immer mehr Übersicht über das Verhalten der Tiere. Unter anderem auch das falsch interpretierte Drohverhalten, bei dem man den Hai mit abgesengten Brustflossen sieht, ist nur das Verhalten, die dem Hai eine rasche Richtungsänderung auf engem Raum ermölicht. Es wurden auch unsere Kameragehäuse und Blitze von den Tieren unter die Lupe genommen. Im gesamten Verlauf unserer Woche gab es viele ungterschiedliche Situationen, die mir gezeigt haben, dass man mit dem richtigen Umgang und Verständnis gefahrlos mit ihnen tauchen kann. wir hatten sieben Haiarten bei jedem Tauchgang, doch leider zeigte sich der richtig fette Tigerhai nicht. Brandon erklärte uns, dass die Tigerhaisichtungen stark zurückgegenagen sind. Vor einigen Jahren wurden 15 verschiedene Tiere gesichtet, von denen man heute nur mehr 3 Tigerhaie regelmäßig begegnen kann. Die Lesungen von Dr. Erich Ritter haben uns den Haien wieder ein Stück näher gebracht und uns gezeigt, dass wir noch mehr zum Schutz dieser Tiere beitragen müssen.Das Haitauchen ist eine meiner grössten Leidenschaften ,und ich habe schon einiges hinter mir das Tauchen im Bistro gehört aber sicher für einen jeden Haifan zu einen absoluten muß.DieTauchplätze im Süden von Viti Levu gehören nicht zu den besten was Fiji zu bieten hat man sollte sich für eine Verlängerung  in den Norden der Insel oder wie wir es gemacht haben nocheine Woche mit der Naia die wunderbare Unterwasserwelt dieser Inseln erkunden, werde euch das in einer eigenen Geschichte berichten.

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