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Halbinsel Au - Der wohl bekannteste Tauchplatz am Zürichsee

Tiefe Steilwände, kleine Höhlen, Unterspülungen und kleine Canyons. Dies macht das Tauchen an der Halbinsel Au direkt bei Wädenswil (ZH) aus.
Bereits nach ein paar Metern beginnt die erste Steilwand auf ca. 9m, die in eine Tiefe von 19m absinkt. Meist liegt diese Kante, die man bloss nicht berühren sollte (Schlicklawine), genau in der Sprungschicht, die im Zürichsee sehr unangenehm sein kann. Manchmal sieht man seinen eigenen Arm in der dicken Sauce verschwinden. Umso klarer ist es darunter. Finster wie bei einer mondlosen und bewölkten Nacht, aber klar wie in einem Bergsee. Manchmal, meist nur im Frühjahr, scheint diese Schicht zu verschwinden.


Ein unglaubliches Erlebnis ist es, wenn man die Steilwände ohne diese Sprungschicht betrachten kann. Die Vielzahl der Wände, die auch in grosse Tiefen sinken, bietet jedem Taucher ein Abenteuer. Um diesen Tauchplatz wirklich kennenzulernen braucht es mehrere Tauchgänge.
Neben der meistbetauchten "Vorderen Au" gibt es auch noch die schwierigere zu erreichende "Hintere Au", die mit Höhlen aufwarten kann. Leider sind aber beide Tauchplätze mit einem längeren Fussmarsch verbunden. Für technische oder "müde" Taucher ist ein kleiner Leiterwagen zu empfehlen.

Da bei der Halbinsel auch grosse Kursschiffe anlegen und viele Privatboote umhertuckern ist erhöhte Vorsicht geboten. Also ist auch das "von einem zum anderen" Tauchplatz zu tauchen nicht zu empfehlen, da der Bootssteg dazwischen liegt.

Werden neben diesem Bootssteg Blasen von Tauchern entdeckt, kann allenfalls die Polizei auftauchen (CHF 300.- Busse).

Die Steilwände der Halbinsel Au
Bei unserem Tauchgang an der "Vorderen Au" parkierten wir unser Gefährt bei den vielen Parkplätzen vor dem Park. An schönen Wochenenden ist es ein bisschen  voll dort, da sich die Parkbesucher und die Taucher um die Parkplätze streiten.
Nach dem Fussmarsch zur kleinen Kiesbucht nahmen wir die 12° Erfrischung gerne hin und bereiteten uns auf den Tauchgang vor. Das Wasser schien bei diesem Wetter fast schon paradiesisch. Doch ausser Hunde und Taucher waren noch keine Schwimmer im Wasser.

Der erste Blick unter Wasser liess uns Gutes hoffen. Die Sichtverhältnisse waren besser als im Oman. So konnten wir die Kante der Steilwand und sogar den Grund auf 19m sehen. Für jeden, der den Zürichsee kennt, ist dies ein Wahnsinnserlebnis, wenn man auf 15m Tiefe noch die Oberfläche sehen kann. Uns durchströmte ein Glücksgefühl und wir liessen die eindrückliche Wand auf der rechten und linken Seite der Kiesbucht auf uns wirken. 

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Flora und Fauna
Die Halbinsel Au hat auch bei schlechten Bedingungen einiges zu bieten. Neben unzähligen Trüschen, die sich in den Felsspalten verstecken, tummeln sich auch viele Barsche, Sonnenbarsche, Schwebegarnelen und einiges mehr um die kleine Halbinsel herum.
Im Sommer, wenn das Seegras schon höher ist, werden auch immer wieder Hechte gesichtet.
Meist herrscht eine kleine Strömung, die den Taucher aber nicht beinträchtigen sollte.

Die Tauchplätze der Halbinsel Au sind sehr abwechslungsreich und sehr zum empfehlen. Wir geniessen jeden Tauchgang und nehmen auch immer wieder gerne den Fuschmarsch in Kauf.

Liebe Grüsse
Katharina und Stefan


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