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Helidiving - Ein Alp-Traum

Es ist Winter. Die Zeit des Jahreswechsels und der Ruhe. Die Zeit in der man liegen gebliebenes aufarbeitet und in der man sich auch mal hinsetzen und sich erinnern kann.
Wie es der Zufall will, kamen mir beim Durchforsten meiner Fotos da einige Bilder in die Finger, die mich dann fast einen ganzen Abend gekostet haben. Denn beim Betrachten habe ich mich irgendwie total in den Erinnerungen verloren und die Zeit vergessen. Einfach mal die Minuten und Stunden verträumt.


Der Traum begann mit einem herrlich sonnigen Tag. Aufstehen um 6:00 Uhr obwohl ich frei hatte? Normalerweise ein absolutes "NO GO", aber in dem Fall - Abfahrt in Richtung Österreich zum Helidiving mit Harald Hois. Da springe sogar ich gerne aus den Federn!

Nur zu dritt sind wir unterwegs und haben es trotzdem problemlos geschafft einen VW Bus zu füllen, bei dem sogar die hinteren Sitze ausgebaut waren. Tauchen ist schon ein seltsames Hobby. :-)

Das Ziel unserer Fahrt ist Lendorf in Kärnten. Zumindest war dort die Unterkunft. Wo genau getaucht wurde, hat uns Harald wie immer bei diesem Megaevent, nicht verraten. Da bleibt er immer eisern.

Wenn man schon so weit fährt, sollte man auch diesen Anreisetag möglichst sinnvoll nutzen, haben wir uns gedacht. Außerdem war es natürlich auch mega cool, nach Ankunft die Ausrüstung schön im nassen Zustand von Harald kontrollieren zu lassen. Eindruck schinden.
Also haben wir uns nach einer Tauchmöglichkeit auf der Strecke umgesehen und da ist mir ein ganz besonderer Platz eingefallen, den ich beim Wandern einmal entdeckt hatte. Genau beschreiben darf und will ich den Platz nicht, da es nicht so unbedingt erlaubt ist dort zu tauchen. Da wir Schlingel sind, waren wir aber natürlich trotzdem dort im Wasser. Ein herrlicher Platz mit 2 Wasserfällen, die in ein kreisrundes Becken stürzen. Mit knapp 5m nicht gerade was für Tiefenjäger und Kampftaucher, aber optisch ein wahrer Augenschmauß! Schaut Euch die Bilder an. Sie sprechen für sich.

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Im wahrsten Sinne des Wortes erfrischt (Wasser 8 Grad) traten wir dann den Rest der Anreise an, ließen von Harald unser klitschnasses Gerödel kontrollieren und hatten anschließend einen lustigen und entspannten ersten Abend mit den Tauchkollegen.

Der nächste Morgen. Der Puls erhöht sich bereits etwas. Spannung liegt in der Luft. Die Fahrzeuge werden beladen und dann geht es in Dive to the Top Manier los. Die Kolonne setzt sich in Bewegung. Immer schmäler werden die Straßen, schließlich zu Waldwegen. Mächtig steil geht es bergauf, bis wir schließlich eine kleine Alm erreichen. Hier holt uns der Heli ab. Rasch die Ausrüstung ausgeladen und in die Transportnetze verpackt und dann hören wir auch schon das Knattern des Hubschraubers. Selbst wenn man schon dabei war, ist es immer wieder Hochspannung und Vorfreude ohne Ende.

Der Flug an den Bergen entlang war natürlich wieder das Highlight und dieses Mal hatte ich das Glück den Platz an der offenen Tür zu ergattern. Da hüpft das Herz des Fotografen!!!

Der See war der Alpsee oberhalb von Lendorf. Wie in einem Schwalbennest lag er hoch über dem Tal in einer kleinen Senke. Der Heli landete auf einer Anhöhe und bevor er dies tat, drehte er mit uns noch eine Extrakurve über dem See. Herrlich, der Ausblick auf das Wasser. Das Taucherherz macht einen richtigen Hüpfer!

Der Tauchgang war entspannt und schön. Große Gesteinsformationen gab es zu bewundern und sogar die eine oder andere Forelle. Wo auch immer die so hoch da oben her kommen. Langweilig wurde uns jedenfalls nicht und wir haben jeden Flossenschlag in vollen Zügen genossen.

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Der Rückflug war dann nicht weniger spektakulär als der Hinflug und man würde sich wünschen er würde viel länger dauern. Es ist ein wirklich fantastisches Erlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen hier einmal mitzumachen.
Natürlich auch wegen der Gaudi, die wir unter anderem auch bei der anschließenden Jause auf der Alm hatten. Sogar eine ganz spezielle Band hatten wir zur musikalischen Untermalung. Wir haben gelacht ohne Ende und das Vesper war eh Weltklasse.

Der zweite Tag führte uns noch etwas weiter südlich nach Kärnten an den Pressegger See, der durch die viel tiefere Lage erheblich wärmer war als der Alpsee. Entsprechend gab es heute "Robert im eigenen Saft gegart". Mein Gott war es mir warm im Trocki. Selten habe ich beim Tauchen so geschwitzt. Die Qual hat sich aber gelohnt. Überall in dem allerdings sehr flachen See waren Seerosen am Blühen und da hüpft das Fotografenherz doch gleich wieder.

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Viel zu schnell war die Zeit vergangen und so mussten wir uns auf die 7 Stunden Rückfahrt machen. Zeit genug sich die nächsten Abenteuer auszudenken. Motiviert von 2 Tagen Adrenalin und Taucherspaß pur. Es gibt noch sooooooooooooooo viel zu betauchen. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten...


Blubb!
Robert