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Unter Tage - Tauchen in der Kóbánya-Mine

Als Höhlentaucher ist man immer auf der Suche nach geeigneten und interessanten Höhlentauchspots. Da bei den meisten Höhlen ein Tauchverbot oder eine schwer zu bekommende Tauchgenehmigung das Tauchen erschwert, bietet sich die folgend beschriebene Location bestens als Alternative an.

Im 10. Bezirk von Budapest, mit dem Namen Kóbánya (wörtlich übersetzt: Steinbruch) wurde von 1258 bis 1990, aus der gleichnamigen Kóbánya-Mine, Kalkstein abgebaut. Ein Teil der Minengänge wurden im Laufe der Zeit durch unterirdische Quellen bis zu 34m tief geflutet. Dabei entstand ein interessanter Tauchspot für Cave- und Wracktaucher.
Die bis zu 250m langen Gänge, welche mit 12grädigem, klarem Quellwasser geflutet sind, lassen bei jeden Full-Caver das Herz höher schlagen.

Es ist eine faszinierendes Gefühl, schwebend über den Überresten der Kalksteinmine zu gleiten.
Es lässt einem komplett vergessen dass man sich unter Cave-Bedingungen befindet. Man taucht an alten Stromleitungen die Minengänge entlang und begegnet dabei Rollwagen, Flaschenzügen, riesige Seilwinden und diversen Relikten die für den Kalksteinabbau gebraucht wurden.

Ein Highlight ist auch ein gefluteter, 30m tiefer Raum. Dieser  erstreckt sich über drei Etagen welche mit einer Metallwendeltreppe miteinander verbunden sind. 

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Unser Expeditionsteam bestehend aus:
Josef S. (Guide), Udo H. (Sicherungstaucher), Michael W. (Unterwasserfotograf) www.tauchfoto.at, Roland Z. (Sicherung) und Günter P. (Expeditionsleiter) www.x-dive.at, sind zusammen zu dem Entschluss gekommen, dass dieser Tauchspot unter die Kategorie "sehr Sehenswert" einzustufen ist.

Da Bilder mehr als tausend Worte sagen, und ein Video mehr als Bilder, habe ich für euch noch einen Film. Wünsche allen viel Spaß beim visuellen eintauchen in die Mine.

Liebe Grüsse
Günter Persoglia