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National Diving & Activity Centre - Chepstow UK

Tauchen in England - Das Erste was einem da einfällt ist das typisch grün-graue Kanalwasser und historische Wracks. Heute nicht - denn diesmal ging es für mich in das NDAC nach Chepstow, ein Steinbruch, der im Südwesten Englands an der Grenze zu Wales liegt.

Was ist nun denn dieses "NDAC" ?

"Tauch und Freizeit Zentrum" wie es im Namen heisst beschreibt es vielleicht schon ganz gut. Ein alter Kalk-Steinbruch, der neben dem ausgezeichnetem Tauchen auch andere Attraktionen bietet. Eine sehr gute Idee wie ich finde - so kann Papa tauchen gehen und der Rest der Familie hat trotzdem seinen Spaß! Bungee-Jumping, Schwimmen, Freitauchen, das "Zip-Wire" - ein quer über den Steinbruch gespannter Draht mit dem man gesichert einen fantastischen Höhenrausch erleben kann, sowie Abseilen an den 60m tiefen Abhängen des Steinbruchs. Ein modernes ( bald geöffnetes ) Cafe sorgt für leibliches Wohl und eine kleine Siedlung kleiner Holz-Wigwams bietet Übernachtungsmöglichkeiten zu vernünftigen Preisen.

Nun aber zum Tauchen - trotz der vielen anderen Aktivitäten kommen hauptsächlich Taucher hierher - und das nicht ohne Grund. Das Equipment wird am Parkplatz zusammengebaut, der wie alle anderen Einrichtungen oberhalb des Steinbruchs liegen. Doch keine Sorge - man muss nicht runter zum Wasser "wandern", die Geräte werden in einen Van geladen und dieser wird samt Taucher bis runter zur Wasseroberfläche gefahren. Dort Angekommen steht man vor einem großen Ponton Ausleger, der neben Rentnertischen auch Leitern hat, die mit Flossen an den Füßen erklommen werden können.

Nach der langen Anfahrt am Vortag von Wiesbaden über Köln nach Dünkirchen zur Fähre nach Dover kann ich nur empfehlen mit dem Hotel die Ankunft und eventuell gewünschte Mahlzeit noch abzuklären bevor man losfährt. An Bristol vorbei muss man vor Chepstow noch die Severn Bridge kreuzen - die Überfahrt kostet 6 Pfund (für ein Auto).

Ich bin an diesem Tag zum ersten Mal dort gewesen, denn mir wurde der Tauchplatz von meinem Freund Jason empfohlen, mit dem ich dort Fotos machen wollte. Gemma meldete sich kurzfristig auch noch und so waren wir zu dritt.

Die Bedingungen stellten sich als ideal heraus - die morgendlichen Wolken wandelten sich zum blauen Himmel mit wärmenden Sonnenschein sobald wir mit dem Van unten angelangt waren. Das Gerät auf den Rentnertischen ( Paletten ) abgelegt, untersuchten wir die Bedingungen. die sich als äußerst gut herausstellten. Tauchplan diskutiert, Geräte geprüft - und ab gings.

Der Steinbruch bietet rund 25 Unterwasser Attraktionen, und nein, wir reden hier nicht von irgendeiner Uhr oder einem Gartenzwerg die erstmal gefunden werden wollen und eigentlich eher enttäuschend sind. Wir reden von 2 ehemaligen Armee Helikoptern, 3 Flugzeugen ( Sportflugzeuge bis zur kleineren Linienmaschine ), Truppentransporter, Panzer, eine Tauchglocke aus der Nordsee, verschiedene Amphibienfahrzeuge und und und. Das meiste davon liegt im Tiefenbereich 6m bis 30m, allerdings kommen auch Technische Taucher mit einer Maximaltiefe von 75m auf Ihre kosten. ( Trimix und Nitrox werden mit hochmoderner Misch und Kompressoranlage gefüllt ). Viele dieser Attraktionen können sicher "penetriert" werden und bieten sich für Fotos geradezu an!

Die Wassertemperatur war mit 7°C mäßig für tiefe Steinbrüche - Ein Trockentauchanzug wird dringend empfohlen.

Ich denke es ist einfacher die Schönheit dieses Gewässers mit Bildern zu beschreiben - Wir hatten 2 wunderschöne Tauchgänge mit je 90 minuten Länge - und es werden nicht die letzten hier gewesen sein.

Die Tauchgebühr liegt bei 15 Pfund pro Tag und Taucher - eine Füllung Luft für ein 24L Doppelgerät kostet unter 6 Pfund.
Hompage des NDAC : http://www.ndac.co.uk

Richard Roethe

Ein Video von Richard