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Philippinen Oktober & November 2007: Insel Negros

Nach 3 Tauchurlauben auf den Malediven sollte es mal etwas neues und vor allem erschwingliches sein. Mir schwebte immer Indonesien oder die Philippinen vor. Meiner Frau wollten die Philippinen nicht so recht gefallen, weil die negativen Schlagzeilen doch zu einprägsam waren. Sie verband mit den Philippinen stets ein Entführungsszenario. Auf der Boot war ein guter Zeitpunkt gefunden sich über etwaige Reiseziel zu informieren. Dort wurde meine Frau davon überzeugt, da, ss die Philippinen überhaupt nicht gefährlicher wären als der Rest der Weltwenn man gewisse Dinge beachtet. Jetzt musste nur noch geklärt werden wohin. Dir entschieden uns für das El Dorado Beach Resort in Dauin, auf der Insel Negros. Negros ist touristisch noch sehr unerschlossen. Entsprechend unverbraucht und natürlich sind die Menschen dort. Am 18.10. ging es mit Emirates ab Düsseldorf nach Dubai. Dort hatten wir ca. 3,5 Stunden Aufenthalt bevor es nach Manila ging. Die Zeit haben wir uns mit etwas Duty-Free-Shopping und ausspannen in der Marhaba Lounge vertrieben. Der Flug war in beiden Fällen sehr angenehm und aufmerksam. So wie wir es von Emirates gewohnt sind. Erwähnenswert ist die Kulanz der Airline in Bezug auf Übergepäck. Wir hätten 70 kg mitnehmen dürfen,hatten allerdings 85 kg auf der Waage. Sowohl in Düsseldorf, als auch in Manila wurde nicht mit der Wimper gezuckt. Da sind wir von der "heissgeliebten" LTU anderes gewohnt. Nach insgesamt 15 Stunden reiner Flugzeit sind wir endlich in Manila gelandet. Empfangen wurden wir von einer Jazz-Combo. Ein schöner Empfang. Draußen wurden wir bereits von unserem Fahrer erwartet und ins "Manila Hotel" gebracht. In der finsteren Nacht fanden wir Manila ganz schön bunt. Dies sollte sich am nächsten morgen allerdings ändern. Als im Hotel die Tür geöffnet wurde dachten wir, wir sehen nicht richtig. Ein Metalldetektor und ein Röntgengerät. Genauso wie am Flughafen. Echt seltsam. Naja, wird schon seine Richtigkeit haben. Die Zimmer waren für eine Stop-Over Nacht o.k., für einen längeren Aufenthalt nicht ganz zu empfehlen. Da stimmt das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht. Am nächsten morgen wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und zum Domestic-Airport gebracht. Der Verkehr in Manila ist echt abenteuerlich und manchmal muss man schon wegsehen. Tagsüber vielen uns die teilweise sehr maroden und ungepflegten Gebäude auf und die Armut der Menschen wurde teilweise sehr deutlich. Kurz vor dem Domestic Airport beginnen teilweise die Slums. Für uns war dies ein sehr seltsames Gefühl bzw. Anblick, da wir das erste Mal mit solch einer Armut konfrontiert wurden. Endlich am Flughafen angekommen ( 1,25 Stunden für ca. 12 km) bot uns ein Kofferträger seine Dienste an. Zuerst war ich doch sehr verhalten, doch er hat uns wirklich alles abgenommen. Er ist zwischen den Schaltern hin und her Gelaufen das die Schuhsohlen qualmten und hat uns mit dem Übergepäck geholfen. Erlaubt waren 40 kg. Die 45 kg Übergepäck haben uns pro Strecke ca. 17.- gekostet. Das zahlt man bei mancher Airline für 1 kg. Der Flug mit Cebu Pacific war  sehr kurzweilig und nach ca. einer Stunde landeten wir in Dumaguete. Dann ging ist in einer 30 minütigen Fahrt weiter nach Dauin, ins El Dorado Beach Resort. Das Resort steht unter der Leitung des Schweizer Markus und seiner Philippinischen Frau und ist unheimlich liebe voll hergerichtet. Es gibt Zimmer aller Kategorien. Wir hatten den Deluxe Room 30. Eine super Wahl. Von den Malediven waren wir ja kurze Weg gewohnt, hier mussten wir allerdings nur aus der Bungalow-Tür fallen und waren an der Tauchbasis, dem Restaurant und der Poolbar. Die Preise im Resort sind für europäische Verhältnisse fast schon unverschämt günstig. Das Dekobier (0,33) kostet umgerechnet ca. 0,80, eine Flasche Wasser oder Softdrinks 0,60. Ein Rum-Coke ca. 1.-, ein doppelter ca. 1,20 usw. Ich glaube die wollen, dass man säuft! ;-) Das Speisen-Angebot im Resort ist sehr umfangreich und gut. Wir haben es in den 14 Tagen nicht geschafft die Speisekarte komplett durchzuprobieren. Das Preis-Leistungsverhältnis ist Spitze. Aus den umliegenden Resorts kommen viele Gäste zum Essen ins El Dorado. Das spricht für sich. Alle Angestellten des Resorts sind unglaublich freundlich und warmherzig. Überall hört man Gelächter das von Herzen kommt oder Gesang. Am  Anfang etwas befremdlich, doch je länger man dort war, desto mehr wurde man angesteckt. Anfangs waren wir 8 Personen im Resort, davon nur 2 weitere Taucher. Das war herrlich. Ein Tauchplatz mit max 5 Personen inkl. Guide. Der ist hier obligatorisch und auch angebracht, sonst sieht man den ganzen Kleinkram nicht. Die Basis ist ebenfalls unter Schweizer Management. Die Guides kommen aus der Schweiz (Patrick), den Niederlanden (Peter) und von den Philippinen Rey und Lito. Rey und Lito sind einfach unglaublich. Immer zu einem Spaß aufgelegt   und mit Röntgenaugen ausgestattet. Rey stellt sich auch gerne als X-Rey oder Manta-Ray vor. Er macht seinen Spitznamen auch alle Ehre. Die Tauchgänge sind auf 60 Minuten begrenzt. Tiefengrenzen wurden keine  angegeben. Unterhalb von 25 Metern gibt es hier aber auch nichts  besonderes zu sehen. Erwähnenswert ist, dass die Tauchgänge lange Tief geplant werden. Unsere Durchschnittstiefen waren, im Gegensatz zu unseren Malediventauchgängen, deutlich tiefer. Da macht sich das Nitrox for Free bezahlt. Die Tauchplätze an der Küste sind Critter-Dives. Enorm viel Kleinzeug in allen Formen und Farben. Angefangen bei  Mandarinfischen, Schnecken, sämtlichen Cleaner Shrimps, Krebse, Anglerfisch in allen Farben und Größen, Schaukelfischen usw. Es war kein Tauchgang dabei, wo wir uns gelangweilt hätten. Das kam auf den Malediven schon das ein oder andere mal vor. Der beste Tauchplatz ist unbestritten das Ducomi-Pier. Ein Boots-Pier wie es im Buche steht. Nur was man unterhalb der Wasseroberfläche zu sehen bekommt, kann man kaum in Worte kleiden. Weichkorallen wohin man guckt. Riesige Gorgonien und andere Fächerkorallen. Es ist schon ein besonderes Schauspiel wenn man durch die Pfeiler das Sonnelicht sehen kann und man ist in fast kompletter Dunkelheit (Zumindest wenn ein Schiff am Pier ist). Dort waren wir 3 x inkl. Nachtauchgang. Ein weiterer Top-Spot ist Apo Island. Wenn ich mir die Malediven vor der Korallenbleiche vorstelle, dann so. Auf dem Riffdach sind Korallengärten von unglaublichen Ausmaßen und Farb- und Artenreichtum. Da dehnt man das austauchen gerne aus. Ständige Begleiter sind dort Schildkröten aller Größen und Seeschlangen. Abschließend bleibt zusagen, das wir es zu keiner Sekunde bereut haben, mal etwas anderes auszuprobieren. Die Herzlichkeit der Menschen hat einem jeden Tag das Herz geöffnet und unseren Blick auf manche Dinge geändert. Aus unserer Sicht können wir das El Dorado und die Basis der Dive Society uneingeschränkt empfehlen.

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