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Nuweiba - Makroparadies im Roten Meer

Vor einigen Jahren suchte ich einen Tauchplatz am Roten Meer, fern von all dem Trubel, dem Rudeltauchen mit möglichst guten Motiven für die Makrofotografie. Ein bekannter UW-Fotograf (Danke Manfred!) nannte mir als Tauchgebiet "Nuweiba" nördlich von Dahab. Nach kurzer Recherche war das Interesse geweckt und der erste von bisher insgesamt drei Touren startete. 

Nach kurzer Anreise aus Deutschland über Sharm El Sheik und anschließender zweistündiger Autofahrt erreicht man das abgelegene Nuweiba. Überschaubares Nachtleben, sehr wenige Taucher, eine Tauchbasis, Steckdosen, nette Leute - Genau richtig!
 

Die Tauchplätze unterscheiden sich grundsätzlich, doch das Hausriff des Scuba-Colleges lässt mein Makroherz immer wieder höher schlagen. Unterteilt von einer riesigen Seegrasfläche bietet das Süd- oder Nordriff derart viel Abwechslung und Vielfalt, dass auch bei flacheren und längeren Tauchgängen keine Langeweile auftritt.
Lebewesen die im restlichen Bereich des Roten Meeres als sehr selten gelten oder niemals zu finden sind, versammeln sich allem Anschein nach, alle in Nuweiba.Schwarze oder Dornige Seepferdchen, Federsternkrabben oder Garnelen, Schleimfische, Seegras und Robuste Geisterpfeifenfische, grüne Fangschreckenkrebse, Himmelsgucker, Schnecken, Anglerfische und Mimik Oktopusse, sind nur die spektakulären Beispiele und bei jeder Tour kommt wieder was neues hinzu. Es soll auch die Harlekin Garnelen geben und wer weiss..
Die Anglerfische von Nuweiba nehmen teilweise gewaltige Ausmaße an und sind häufig gesehene Motive in diesem Teil des Roten Meeres. Als großer Fan immer wieder ein besonderer Moment. 

Tatsächlich tummeln sich auch im Sand des Hausriffes zwei scheue und sehr seltene Mimikry Oktopusse. Bisher scheint eine Sichtung dieser Tiere im Roten Meer noch nicht vorgekommen zu sein und auch bekannte UW-Journalisten und Fotografen mussten ein Bild oder einen Video als Beweis sehen, um es auch zu glauben. Nachdem es uns gelungen war die Wohnhöhle des kleineren Tieres zu finden war dies natürlich das besondere Highlight der Tour.
 

Neben dem Hausriff gibt es die verschiedensten Tauchplätze, die mit Jeep oder Boot angefahren werden. Im Süden ist das Blue Hole in Dahab zu erreichen und im Norden abgelegene Spots mit Steilwänden, toller Sicht aber weniger Fisch. Als ein weiteres Highlight gilt eine 15m unter dem Wasser versunkene Boje deren schön bewachsene Ankerkette bis in 38m Tiefe reicht.
 Ich bin nach wie vor begeistert und freue mich bereits wieder einmal in Nuweiba tauchen zu dürfen..

Weitere Bilder auf
www.martin-steinmeier.de 

Grüsse Martin


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