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Onong Resort - Aquarium vor der Haustür

Das touristisch noch grösstenteils unerschlossene Sulawesi bietet dank seines vulkanischen Ursprungs und nährstoffreichen Strömungen um die Insel das Paradies für jeden Naturliebhaber. Tiefe Kriminalität und freundliche Einheimische erlauben es den Besucher auch zum Entdecker werden zu lassen. Sulawesi liegt mitten im Korallendreieck, das für die ziemlich grösste Biodiversität auf der Welt bekannt ist. Ein perfekter Ort, um die Schönheit des Bunaken Nationalparks mit purer Entspannung zu verbinden, ist ein Besuch im Onong Resort auf der Insel Siladen.

Nord-Sulawesi
Sulawesi liegt mitten im Korallendreieck, das für die grösste Biodiversität der Welt bekannt ist. Hier werden regelmässig neue Arten entdeckt. Besonders im Bereich um den marinen Bunaken Nationalpark findet man eine weitgehend unberührte Unterwasserwelt und versteht erst wie gross Korallen wirklich heranwachsen können. Fischsuppe steht an der Tagesordnung und bei jedem Tauchplatz gibt es so viel zu sehen, dass einem Wiederholungstauchgänge am gleichen Ort nichts ausmachen. Man hat irgendwie immer das Gefühl, noch nicht alles gesehen zu haben. Rudeltauchen gibt es hier nicht und fast immer hat man den Tauchplatz für sich selber, denn so viele Touristen gibt es nicht.

Die Gegend um Manado bietet mit ihrem regen Treiben, der üppigen Natur, paradiesischen Stränden, wunderschönen Inseln, Nationalparks und erstklassigen Unterwasserrevieren viel Abwechslung für jeden Geschmack. Die Freundlichkeit der Einheimischen macht das Abenteuer zum wahren Vergnügen.

Anreise
Aus Europa erreicht man Nord-Sulawesi am schnellsten und einfachsten mit der Singapore Airlines via Singapur nach Manado, Sulawesi, Indonesien. Celebes Divers holt ihre Gäste beim Manado Flughafen ab und fährt sie ins Mapia Resort an die Küste Manados. Da findet das Check-in statt, unabhängig davon, ob man im Mapia oder im Onong Resort gebucht hat. So kann der Gast erstmal tief ausatmen und den Reisestress bereits bei einem leckeren Fruchtsaft abfallen lassen. Für Gäste des Onong Resorts steht das Boot für den Transfer von ca 45 Minuten nach Siladen Island bereit. Die Bootsfahrt bietet malerische Aussichten auf die umliegenden Inseln und fühlt sich gar nicht wie ein Transfer an, sondern eher wie ein Bootsausflug.

Das Onong Resort
Das Onong Resort ist zwar ein eindeutiges Taucher-Resort, allerdings dürften sich Entspannung suchende Nicht-Taucher hier auch sehr wohl fühlen. Schnorchler finden sich innerhalb weniger Meter vom kleinen Privatstrand entfernt in einem tollen Hausriff in Aquariumsqualität wieder, umgeben von vielen Fischen und anderem Getier, die sich in den gesunden Korallen tummeln. Da ausser einem Dorf und total zwei Resorts auf Siladen nichts zu finden ist, kann Entspannung pur garantiert werden.

Das kleine aber sehr feine Resort verfügt über sieben geräumige Bungalows und drei Zimmer, die alle mit einem grossen Himmelbett, Sitzecke, Kühlschrank, Klimaanlage und eigener kleinen Terrasse ausgestattet sind. WiFi ist kostenlos nutzbar. Die Bungalows sind nach europäischem Standard ausgestattet, wurden aber im authentischen Minahasa-Stil gebaut, was die Anlage natürlich in seine Umgebung integriert. Ausserdem sind im hauseigenen Spa himmlische Massagen durch lokale, diplomierte Masseure buchbar. Gegessen wird gemeinsam am langen Familientisch mit Blick aufs Meer. Die Köche zaubern abwechslungsreiche Speisen aus internationaler und lokaler Küche, welche alle mit frischen Zutaten zubereitet und immer in ausreichenden Mengen serviert werden.

Die traumhafte Sicht auf die Hauptinsel und auf die Inseln Bunaken, Manado Tua und Nain gekoppelt mit farbenprächtigen Sonnenuntergängen runden das Gesamtpaket Onong zu einem Paradies der Entspannung ab, einfach addiert mit unschlagbar gutem Tauchen. Was will man mehr?

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Basis
Die Basis der Celebes Divers auf Siladen wird professionell und sauber geführt, Full Service inklusive. Der Full Service bedeutet unter anderem, dass die Gäste nach Abgabe der Ausrüstung beim Tauch-Check-in nichts mehr selber tragen oder organisieren müssen. Die Ausrüstung findet man beim Besteigen des Bootes bereits an seinem Platz und bereit für den ersten Tauchgang.

Die Boote sind komfortabel und gross genug, dass man selbst bei voller Auslastung gut aneinander vorbei kommt und genügen Platz für seine Sachen hat. Die Boote werden durch zwei leistungsstarke Motoren betrieben und haben sogar eine Toilette an Bord. Für Fotografen befindet sich ein grosser mit Süsswasser gefüllter Behälter an Bord, wo die UW-Fotoausrüstung während den Fahrten deponiert und schon ein wenig gespült werden kann.

Zwischen den Tauchgängen wird man mit Kaffee, Tee, Wasser und einer täglich wechselnden kleinen Auswahl an Keksen und frischen Früchten verpflegt.

Die Basis bietet neben der normalen Pressluft auch Nitroxfüllungen um die 32% für nur EUR 7 pro Tauchtag an, was in etwa dem Preis einer einzigen Füllung bei anderen Resorts entspricht.

Die Dive Guides der Celebes Divers Jemmy, Luther und Jimbriss gehören wohl zu den Besten nicht nur in Sulawesi, sondern auch im Vergleich mit zahlreichen anderen bereisten Tauchdestinationen auf der Welt. Diese Dive Guides wurden durch Meeresbiologen ausgebildet und finden gezielt (fast) jedes Tier auf einer Wunschliste, egal wie klein das Tier sein mag. Wer selbst im Urlaub mal auf hohem Niveau jammern möchte, kann sich über die Schwierigkeit des Erkennens grosser Tiere beklagen, nachdem die maximale Grösse der letzten 5 gefundenen Critters 10mm nicht überschritten hat. Auf die scharfen Augen der hiesigen Guides wäre jeder Adler neidisch.

Tauchen im Bunaken National Park
Das erste Wort, das einem einfällt, ist "Aquarium". Glasklares Wasser, üppige Korallen (deren Grösse heutzutage nur mehr an Destinationen zu finden ist, die weitgehend vom Tourismus verschont geblieben sind) und eine schier unfassbare Artenvielfalt. Die Tauchgänge werden nicht nur wegen der kaum endenden Riffe, sondern auch wegen der meist leichten Strömung als Drift-Tauchgänge geführt. Die meisten Plätze haben keine bis wenig Strömung, einige sind mehr exponiert und da kann die Strömung schon mal stärker sein. Wer einmal die wirkliche Grösse sehen möchte, zu der Gorgonien und andere Korallen anwachsen können, sollte sich Tauchen im Bunaken Nationalpark nicht entgehen lassen. Schnecken- und Garnelen-Liebhaber sind hier wahrlich im Paradies.

Jeder Taucher kann sich wahrscheinlich noch an die grosse Nachrichten-Furore erinnern, die es um den Fisch Coelacanth, den Quastenflosser, im Jahre 1998 gab. Quastenflosser kannte man bis dahin nur als Fossilien und nahm an, dass sie vor über 350 Millionen Jahren im Devon entstanden jedoch vor 70 Millionen Jahren ausgestorben waren. Sie werden wissenschaftlich als das Bindeglied zwischen Meeresbewohner und später an Land lebenden Tieren gesehen. 1938 wurde ein Quastenflosser in Südafrika bei einem Fischfang entdeckt. Es folgten viele Jahre ohne Sichtungen, bis 1952 zwischen den Komoren und Madagaskar endlich wieder Exemplare ins Netz gingen. 1987 gelang es Forschern dann in 198 Metern Tiefe ein lebendes Exemplar zu filmen. Eine erneute Sensation gab es eben 1998, als genau im Bunaken Nationalpark auf Manado Tua dann zuerst ein totes Exemplar auf dem Markt und anschliessend auch lebende Exemplare in freier Wildbahn gesichtet wurden. Letztere erwiesen sich als separate Art und wurden nach der Hafenstadt Manado benannt: der Latimeria menadoensis. Bleibt also zwangsläufig die Frage, was in der riesigen Artenvielfalt Sulawesis noch so entdeckt werden kann.

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Tauchplätze
Um Siladen und den ganzen Bunaken Nationalpark hat man die Qual der Wahl zwischen ca. 35 Tauchplätzen. Zählt man den nahen Teil der Küste dazu, sind es sogar fast 50. Nachfolgend eine kleine Auswahl.

Siladen Jetty (Insel Siladen)

Im glasklaren Wasser raubt einem die Schönheit dieses Riffes gleich nach dem Eintauchen den Atem! Wunderschöne und üppige Korallenarten sorgen für eine malerische Aussicht. Nebst den üblichen Verdächtigen findet man hier Orangutan Spinnenkrabben, Nacktschnecken der üblichen Art plus Hypselodoris und mit etwas Glück die sehr hübsch gefärbte Schwalbenschwanz Kopfschildschnecke Chelidonura hirundinina. Aufgrund der Lage des Tauchplatzes ist dies ein sehr geschütztes Riff, welches strömungsfrei betaucht werden kann, während an anderen Plätzen bereit schon einiges an Zug zu spüren ist. Man kann wirklich nicht genug betonen, wie besonders schön das Riff hier ist!

Tanjun Kopi (Insel Manado Tua)

Tanjun Kopi wird am besten morgens betaucht, da hier schon mal stärkere Strömungen aufkommen können. Der Tauchlatz lohnt sich aber allemal: Viele unterschiedliche Nacktschnecken, Orangutan Spinnenkrabben, Korallenkrabben der Art Quadrella, Schleierbäumchen Spinnenkrabben und unzählige Garnelen. Ein toller Fund ist hier auch die Gehörnte Hummelgarnele (Phyllognathia ceratophthalma) oder die Blasenkorallen Garnele (Vir philippinensis). Aber auch Oktopusse sind hier gut mal anzutreffen. Der Blick ins Blaue belohnt den Taucher, sofern er an den Schulen von Rotzahn-Drückerfischen vorbei sieht, auch mal mit Schulen von Makrelen. Beim Austauchen auf dem Riffdach hält man am besten genau Ausschau nach Boxerkrabben. Getaucht wird bis maximal 30 Meter Tiefe.

Likuan I, II, III und Likuan Pigmi (Insel Bunaken)
Alles klare Makroplätze, wären da nicht zu Hauf Suppenschildkröten und die gelegentlichen Adlerrochen anzutreffen. Makrofotografen können diese liebevoll ignorieren, denn die Likuan Tauchplätze sind die reinste Makro-Wundertüte: Plattwürmer, Nacktschnecken wie zum Beispiel die Prachtsternschnecke Doriprismatica stellata, Krabben, Garnelen, Federstern Springkrebse (Allogalathea elegans), Plattwürmer, Leoparden Drückerfische und Pygmäen-Sepien. Es lohnt sich auch mal in die Spalten und kleine Höhlen zu leuchten, denn vielleicht schafft man es, einen Blick auf den scheuen und selten zu sehenden Augenfleck-Mirakelbarsch Calloplesiops altivelis zu erhaschen. Nicht zuletzt sind die lokalen Bargibanti Pygmäen-Seepferdchen in pink eines der besonderen Highlights. Bei allen Likuan-Plätzen taucht man bis maximal 30 lohnenswerte Meter, stets begleitet vom ansässigen Füsilier-Schwarm.

Sachiko (Insel Bunaken)
Wer die rosa Bargibanti Zwergseepferdchen aus Likuan langsam satt hat, findet in Sachiko's Steilwand zur Abwechslung mal eine kleine Population in gelb. Auch hier taucht man inmitten einer Fischsuppe von Rotzahn-Drückerfischen und Indo-Pazifischen Feldwebelfischen (Abudefduf vaigiensis). Hohe Chancen bestehen, die schmucken Schleierbäumchen Spinnenkrabben Hoplophrys oatesii, auf Englisch Candy Cane Crab ("Zuckerstangenkrabbe") in den Weichkorallen der entsprechenden Art zu entdecken. Nacktschnecken Liebhaber werden hier diverse Spezies der Familien Chromodoris, Glossodoris, Hypselodoris, Phyllidia und Phylliadella finden. Es lohnt sich auch mal einen Blick in einen Federstern zu werfen, denn auch hier stehen die Chancen gut, eine passend gefärbte Federstern-Garnele zu entdecken. Vor lauter Kleinzeug sollte jedoch der Blick ins Blaue nicht vergessen werden, denn bei Sachiko patrouillieren gerne mal Barracudas und Thunfische entlang der Steilwand. Ausgetaucht wird auf dem Riffdach bei 6-3 Metern, wo man zwischen den vielen Hydrozoen und Feuerkorallen ab und an auch die Boxerkrabbe Lybia tessellata findet.

Alung Banua (Insel Bunaken)
Bei Alung Banua betaucht man eine kleine Steilwand, welche die reinste Zwergen-Fundgrube ist. Das besondere Highlight sind hier die Pontohi-Zwergseepferdchen (Hippocampus pontohi), die lediglich 1cm an Maximalgrösse erreichen. Pontohis sind bisher nur aus Sulawesi und aus Sorong bekannt, was eine Sichtung umso spezieller macht. Mit einem guten Guide und etwas Glück findet man sogar die Coleman‘s Zwergseepferdchen (Hippocampus colemani), die eines Adlerauge zum Identifizieren der Unterschiede zum Pontohi bedarf. Ein klassischer Tauchgang beinhaltet gerne mal nicht nur ein Pontohi, sondern gleich fünf oder sechs. Das Pontohi-Zwergseepferdchen wurde übrigens erst im 2003 im Bunaken Nationalpark entdeckt und dann 2008 wissenschaftlich beschrieben, also ein recht neuer Fund. Während andere Seepferdchen wirtstreu sind, hält sich das Pontohi nicht nur an Halimeda-Algen, sondern auch an diversen Hydrozoen fest. Wer sich nicht von den Schulen von Bannerfischen und Pyramiden-Falterfischen ablenken lässt, entdeckt hier sogar Mandarinfische und Leucht Muscheln, auch Disco Muscheln genannt (Ctenoides ales). Nacktschnecken und hübsche Garnelen finden sich hier auch zu Hauf. Am Ende der Steilwand bei ca. 20 Metern finden sich einige Korallenblöcke auf sandigem Grund bevor die Küste dann weiter abfällt.

Sulawesische Grüsse
Angie