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Malediven-Tauchsafari auf der Pretty Tombilli im April 2008

Wie immer ging es für uns mit Emirates von Düsseldorf über Dubai nach Male.
Hat man Dubai für ca. 3,5 Stunden hinter sich gelassen, kamen schon die ersten Inselchen in Sicht und unsere Vorfreude war mal wieder riesengroß. Selbst nach dem 5ten Besuch, kann man diesen Anblick der kleinen Spiegeleier in der tief blauen See nicht vergessen.
Auf Hulule raus aus dem Flieger. Die gewohnte Wand aus schwülwarmer Luft. Mhmmm riecht das gut, obwohl die Luft auch etwas kerosingeschwängert ist.
Schnell, was man so schnell nennen kann, wenn 2 Maschinen gleichzeitig abgefertigt werden (und wer maledivisches Tempo kennt, weiss was das bedeutet), durch die Immigration , Gepäck eingesammelt und raus aus dem Flughafengebäude. Leider war kein "Empfangskomitee" der Tombilli in Sicht. Also fragten wir uns durch und irgendwann erscheint Thomas Gehrke auf der Bildfläche. Wir werden mit Gästen der Teate in das bekannte Flughafen-Café verfrachtet und warten noch auf weitere Gäste von einer Insel. Irgendwann treffen diese auch ein und es kann losgehen.
Endlich geht es durch die Lagune zur Tombilli. Auf der Fahrt durften wir noch einige Safariboote begutachten und keine hat uns wirklich so gut gefallen wie die Tombilli. Man kann sagen, die Tombilli hat eine Seele. Es ist ein einfaches Boot mit Pumpklo (in jeder Kabine), kleiner Nasszelle, kleinen Kabinen und keiner Klimaanlage. Dagegen steht eine überragend nette und aufmerksame Crew und mit Ute ein hervorragender Guide und Gastgeber.
Die Tombilli ist mit 10 Personen fast voll belegt (Max. 12 Pers.), die Kabinen waren schnell vergeben und schon ging es los zum Check-TG. Allerdings ohne Maske ausblasen und sonstige Gängelungen. Einzige Übung ist Boje setzen am Ende des Tauchgangs. Das ganze ist ja bekanntlich nicht ganz ohne und ich merkte das Judith, bei 98 % unserer Tauchgänge  die Boje gesetzt hat. Meine Kordel hatte sich um meinen Regler gelegt und ich wäre wohl ohne diesen im Mund zur Oberfläche geschossen.  Peinlich , Peinlich, aber zum Glück habe ich es noch gemerkt. Der Tauchgang war nichts aufregendes. Leichte bis angehend mittlere Strömung am Aussenriff. Man konnte sich also schön langsam an die Strömung gewöhnen. Doch er hatte etwas besonders!!!!! Mein Gehäuse hatte einen Haarriss. Was ich allerdings erst nach drei weiteren Tauchgängen bemerkt habe. Davor habe ich einiges andere ausprobiert um das Leck zu finden und dabei den Blitzport zerstört und meine Kamera fast hingerichtet. Nach 3 Tagen funktionierte die Kamera zum Glück wieder und nachdem das Gehäuse mit Sekundenkleber ausgepresst wurde (nochmals danke Ute für den Sekundenkleber), konnte ich wieder Filme drehen. Naja, bewegte Bilder sind ja auch ganz nett.


Der Tagesablauf sah in den folgenden Tagen so aus:

1.  7.00 Uhr wecken, Kekse und Kaffee
2.  7.30 Uhr erster Tauchgang
3.  Frühstück
4.  schlafen, relaxen
5.  11.00 - 11.30 Uhr 2.Tauchgang
6.  Mittagessen
7.  schlafen, relaxen
8.  15.00 - 17.00  Uhr (je nach Fahrtstrecke) 3. Tauchgang
9.  relaxen, Dekobier, Duschen
10. Abendessen
11. Dekobier, Dekobier, Dekobier
12. Schlafen


Die nächsten Tage waren wir auf der Suche nach Hai und Manta. Die Mantas blieben leider aus, obwohl wir dreimal am Mantapoint waren!! Aber eine Entschädigung folgte später auf Fiha.
Nach einer annähernden "Oh my god" Strömung am Cocoa Corner (Judith und ich hingen am Riffhaken und bei jedem einatmen gab es eine Portion Salzwasser gratis durch den Eingang des Blasenabweisers ), setzte der Gewöhnungsfaktor diesbezüglich ziemlich schnell ein und auf Fihalhohi hatten wir keinerlei Probleme mehr mit Strömung. Auch wenn gute mittlere bis angehend starke Strömung gebrieft wurde. Das hat uns in den letzten Jahren immer blasse Gesichter beschert.
Haie hatten wir satt. Dies war vor allem auch dem "besonderen" Tauchstil von Ute zu verdanken. Im Gegensatz zu den Inseln, taucht man bei Ute öfters mal gegen die Strömung um an den Strömungspunkt zu gelangen und die Schwärme und Haie nicht von vorne kommend zu vertreiben.
Auf diesem Weg gab es einen Haufen Weißspitzenriffhaie und auch unsere ersten  Grauen Riffhaie (Das sind halt richtige Haie; keine Unterwasserwürste wie die Weißspitzen) nach ca. 70 Tauchgängen auf den Malediven. Es ist schon eine ganz spezielle Sache, wenn ein Grauer von der Riffplatte kommend auf dich zu schwimmt und in ca. 50 cm Entfernung vorbei gleitet. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht, war aber zum Glück so fasziniert, dass ich es vergessen habe. Absolutes Highlight war der Nachttauchgang am Maaya Thila. Dort hatten wir haufenweise Weißspitzen, die im Schein der Lampe auf Jagd gingen und dabei auch mal gerne durch die Beine schwammen, Schildkröten, riesige Schwärme Füseliere, Barakudas und die üblichen maledivischen "Sichtbehinderer" kamen noch dazu. Schade ist allerdings, das dieser Tauchplatz völlig übertaucht ist. Auch hier war es nur Utes guter Planung zu verdanken, dass wir den Platz zumindest für 30 Minuten in unserem „Besitz“ hatten. Hinzu kamen bei den anderen Tauchgängen, unzählbare Schildkröten und Napoleone (teilweise geschätze 2 Meter – 2-50 Meter), Adler- und Stechrochen.
Erweitert wurde das Tauchvergnügen durch einen 40 minütigen 30-Meter "Blauwassertauchgang" auf der Suche nach Hammerhaien. Da unsere Luft nicht für mehr reichte, haben wir den Einzelgänger zum Schluss nicht gesehen. Dieser war lediglich 5 Leuten von unserem Boot vergönnt.
Blauwassertauchgänge werden nie meine Leidenschaft werden, aber das aufsteigende leuchtende Plankton, werde ich wohl nie vergessen. Man kam sich vor wie im Weltraum.
Am letzten Tag haben wir Male noch einen Besuch abgestattet und haben ein leckeres Eis in einer wunderschönen Eisdiele gegessen.
Abschließend möchte ich sagen, dass uns die Safari sehr, sehr gut gefallen hat und wir die Tombilli vorbehaltlos empfehlen können. Besonders hervorheben muss man die Küche auf der Tombilli. Es gab immer ausreichend und sehr gutes/vielfältiges essen. Highlight war für uns der frisch zubereitete ganze Barrakuda. Da läuft mir jetzt noch das Wasser im Munde zusammen. Voraussetzung für vollen Genuss und tolle Hai-lights ist, das man  1. Ute folgt und 2. bereit ist mal gegen Strömung zu arbeiten um nah an die Haie zu kommen. Wenn nicht, auch gut! Dann hat man allerdings deutlich weniger Hai. Auf einem Safariboot wird halt nicht so gemütlich getaucht wie auf der Insel.
Die Truppe war auch super. Wir hatten keinen Spinner an Bord und so hatten wir jeden Tag Spaß miteinander. So konnten wir die Safari in ganzen Zügen genießen und uns an der absolut geilen Unterwasserwelt erfreuen. Da man mit dem Safari-Boot nur Highlights bzw. Geheimtipps betaucht, kam bei uns zu keiner Zeit Langeweile auf, was uns auf der Insel schon öfters mal passiert.  Wenn wir noch einmal eine Safari auf den Malediven machen, dann nur mit Ute auf der Tombilli. Auf diesem Weg nochmals vielen Dank an Ute und Ihre hervorragende Crew.


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