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Wo sich die Pygmäen Seepferdchen und die Mantas "Gute Nacht" sagen...

Es ist eine lange Reise. Aber eine Reise, die sich allemal lohnt. Die Reise ins Land, wo sich die Pygmys und die Mantas "Gute Nacht sagen": Raja Ampat!

Raja Ampat, das ist das Reich der Vier Könige Waigeo, Batanta, Salawati und Misool. Das Archipel im Westen von Papa Neuguinea besteht aus rund 1600 Inseln, zum Teil lediglich ein Quadratmeter gross, andere werden als Einfamilieninseln bewohnt. Die Landschaft ist über und unter Wasser unberührt und lädt zu Entdeckungsreisen ein.

Raja Ampat gehört zum Korallendreieck. Am Hausriff des Sorido Bay Resorts, welches vom Raja Ampat Pionier Max Ammer geleitet wird, hat Dr. G. Allen im Jahre 2012 374 Arten gezählt. Das ist eine ungeschlagene Biodiversität.

Mit zur unberührten Landschaft gehören die Mangroven. Die Inseln sind zerklüftet und grün bewachsen. Auf einigen wenigen wird Landwirtschaft betrieben. Unterwasser findet sich das Paradies.


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Bunte Korallen und Fischschwärme, wie man sie selten sieht, darin versteckt, findet man allerlei kleine Tiere. Wir sahen die Pygmäen Seepferdchen (Bargibanti und Pontohi), Harlekin Shrimps, die Mandarinfische direkt unter dem Jetty und tausende von bunten Nacktschnecken.

Wer Grosses sucht wird Grosses finden. Neben den Pygmys liegen die Wobbegongs, eine ziemlich skurrile Haiart, auch Teppichhaie genannt. Sie liegen grundsätzlich am Boden im Schutz von Überhängen, wo sie auf die Dämmerung warten. Dann gehen sie zur Jagd. Raja Ampat kennt noch weiter Haifische. So sollen auch schon Hammerhaie gesichtet worden sein. Und die Mantas! Der Mantatauchgang ist etwas vom faszinierendsten, was das Gebiet um Kri zu bieten hat.

Barracudas gibt's im Raja Ampat genauso wie Schildkröten, riesige Gruppen orientalischer Süsslippen oder Fledermausfischen.

Nicht ausgelassen sollte die "Passage". Wunderschöne Korallen und ein gewaltiges Lichtspiel finden sich im 30m breiten Kanal.

Das von mir besuchte Resort, das Sorido Bay, stellt für Fotografen einmalige Bedingungen. Nicht nur sind die Bungalows stilvoll erbaut, ein jedes besitzt einen 3m langen Kameratisch mit Wasseranschluss. Schubkarren werden liebevoll "Camera-Taxi" genannt und stehen auf Wunsch am Morgen früh vor dem Bungalow bereit. Gegessen wir im Restaurant, in der Regel an einem Tisch, was die Geselligkeit erhöht. Auch der Gastgeber ist regelmässig mit dabei.

Raja Ampat kann ganzjährig betaucht werden. Aufgrund der hohen Biodiversität kann auch bei "schlechtem Wetter", sprich wenig Sicht, marines Leben in Hülle und Fülle beobachtet werden. Viele Tiere sind endemisch im Raja Ampat, dies nicht zuletzt da grosse Flächen speziell um die Inseln herum marines Schutzgebiet sind.  Es fällt deshalb auch eine Schutzgebühr in der Höhe von aktuell 1'000'000 Rupien an (ca. 100 CHF) und für das ganze Jahr gilt.

Die Reise in den Raja Ampat war eine meiner schönsten. Dieses Gebiet werde ich bestimmt wieder bereisen.

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