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Sharm el Sheikh 2012

- Altbekannt und doch anders - Sharm el Sheikh Naama Bay nach den politischen Unruhen -

Die politischen Unruhen in Ägypten sind ja schon länger durch und der neue Präsident hat ein bisschen Ruhe in das Land gebracht. Das war für uns Grund genug, wieder einmal nach Sharm el Sheikh an die Naama Bay zu fliegen. Weil wir das letzte Mal mit dem Tauchanbieter nicht ganz zufrieden waren, versuchten wir etwas Neues aus und waren begeistert.


Am frühen Sonntagmorgen ging unser Flug mit der Edelweiss nach Sharm el Sheikh. Der Flug war angenehm und ohne Probleme landeten wir pünktlich in Sharm. Der Transfer zum Hotel klappte auch und so konnten wir am Nachmittag bereits unsere Füsse in den heissen Sand der Naama Bay legen. Es war unser zweiter Tauchurlaub an der Naama Bay und so kannten wir schon das Meiste. Wir haben im Hotel Maritime Jolie Ville eingecheckt bei welchem gleich die Tauchschule der Subex eingemietet ist. Das erste Mal an der Naama Bay waren wir bei einer anderen Tauchschule und vermissten etwas das Persönliche und so entschieden wir uns, diesmal eine andere Tauchbasis auszuprobieren.

Das Maritime Jolie Ville wird bei unseren Reiserveranstalter mit vier Sternen geführt. Die ganze Anlage selber ist wunderbar schön und grün, sehr sauber und alle Angestellten, vom einfachen Gärtner bis hin zum Wachmann, übermässig freundlich. Die Zimmer wurden jeden Tag sauber gemacht und am Abend die Better für die Nacht hergerichtet. Das Morgenbuffet lässt keine Wünsche offen. Vom Bircher-Müsli über feines Brot, Melonen oder Tomaten bis hin zu Omeletten oder Rührei konnte man jeden Tag gut beginnen. Die Abendessen nahmen wir jeweils in einem der Zahlreichen Restaurants in der Naama Bay zu uns. Ein bisschen nervig sind jedoch die vielen "Freunde" die man dort hat. Bei jedem noch so kleinen Imbiss-Stand wird man regelrecht belästigt, man soll doch reinkommen. Am Besten sind wir mit Ignoration durch die Strassen gekommen. Da wir ja schon einmal da waren, kannten wir die Restaurants, welche wir besuchen wollten.


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Die Liegen am Strand gehören zum Hotel dazu und sind auch nur für Gäste des Hotels bestimmt. So hat man nie Probleme, eine freie Liege zu finden. Beim Zugang zum Strand kann man sich mit der Towel-Card sein Strandtuch beziehen. Dieses kann man am Abend auch wieder zurückgeben und bekommt dann wieder eine neue Karte. Man kann die Tücher jedoch auch einfach austauschen und neue beziehen um sie dann am nächsten Tag mit auf das Tauchboot zu nehmen. So kann man sich schon mal das Gewicht und den Platz, welche Badetücher von zu Hause mitgenommen wegnehmen, sparen.

Am späteren Sonntagnachmittag meldeten wir uns dann bei der Subex an. Wir wurden sehr freundlich von Nicole empfangen. Sie erklärte uns dann auch den Ablauf, wie es bei der Subex läuft und gab und dann auch die nötigen Formulare, welche man halt ausfüllen muss. Was uns sehr gefallen hat, war die persönliche Atmosphäre, welche bei der Subex gelebt wird. Auf dem Tauchboot waren wir nie mehr als sieben Tauche und ein paar wenige Schnorchler. Falls an dem geplanten Tauchspot schon andere Boote angemacht hatten, so wurde ein anderer Tauchspot in der Nähe angefahren damit wir nicht "Rudeltauchen" mussten.
Bei der Subex macht jeder einen Welcome-Dive vom Strand aus (welcher jedoch nicht verrechnet wird) um zum einen den Staff kennen zu lernen und zum anderen die Bleimenge anzupassen. Bei der Subex taucht man mit Stahltanks, was für uns neu war. Bis anhin tauchten wir an Feriendestinationen nur mit Alu-Tanks. So machte der Welcome-Dive auch wirklich sinn, auch wenn halt am Ende des Tauchgangs noch Maske fluten und Keine-Luft-Situation durchgespielt werden mussten. Bei den Tanks hat man die Wahl zwischen 12-Liter kurz oder 15-Liter Flaschen. Einen Aufpreis für die grössere Flasche gibt es nicht. Getaucht wird Standard mässig mit einem 28er-Gemisch, wer will kann auch ein 32er oder ein 36er-Nitrox verlangen. Auch hier wird kein Aufpreis verrechnet. Nicht Nitrox-Taucher stellen einfach den Computer nicht um und haben so die grössere Sicherheit. Wir haben die ganze Woche mit dem 28er-Gemisch getaucht, da man so gerade noch auf die 40 Meter kann.


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Das Hausriff der Subex ist nicht spektakulär, jedoch haben wir gerade da unsere Adlerrochen und Torpedorochen gesehen, was unsere Highlights der Woche waren. Da die Subex nur ein Boot hat, kann man sich nur zwischen dem Tauchspot des Bootes, Off-Shore-Diving mit dem Jeep oder dem Hausriff entscheiden. Die Ausfahrten mit dem Boot sind jedoch so geplant, dass man z.B. am Dienstag nach Tiran fährt, am Mittwoch an lokalen Tauchspots anmacht und am Donnerstag dann nach Ras Mohammed und am nächsten Tag wieder Lokal. Für uns hat das so gepasst und wir waren jeden Tag auf dem Boot ausser am Freitag. Am Freitag buchten wir den "Feel-the-Dive" vom Strand aus.
Beim "Feel the Dive" geht man wie früher ins Wasser. Die Flasche wird nur auf einer Backplate befestigt, an der 1. Stufe geht nur ein Lungenautomat weg. Computer, Finimeter usw. bleiben an Land. Getaucht wird bis maximal 12 Meter. Blei wird keines benötigt. Die Tarierung geht nur über die Lunge und man fühlt sich so richtig frei. Bei diesem Tauchgang kommt ein Guide mit, welcher vorher die Flaschen auf genügend Druck überprüft hat und die ganze Ausrüstung erklärt (für uns Neuzeittaucher war die Backplate was richtig unbekanntes ;) ). Der Guide hat dann auch den Computer mit. Dieser Tauchgang war ein richtiges Highlight für uns und ich kann es jedem nur empfehlen.


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Die Woche in Sharm el Sheikh war richtig gemütlich. Man merkt, dass die Touristen noch nicht richtig Vertrauen in die Destination Ägypten haben. Die Strassen und Restaurants waren meist fast leer und auch am Hafen war nicht so viel Betrieb, wie wir es vor den Unruhen vorfanden. Vom Tauchbetrieb her war es aber auf alle Fälle besser. Ich kann die Subex nur weiter empfehlen und werde sicher wieder einmal mit der Subex abtauchen.

Stefan Rüegg


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