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Walea Dive Resort

Über die Tauchparadiese Indonesiens wird oft, und meist zu Recht, in Superlativen berichtet. So geniessen die Tauchspots von Raja Ampat, Komodo und Co. auch in unseren Breitengraden eine grosse Popularität. Von den Togian Inseln im Golf von Tomini hingegen hört und liest man bis anhin nur wenig, obwohl die ursprüngliche Inselwelt ein aussergewöhnliches Naturparadies ist, das in der Liga der indonesischen Top-Tauchspots mitspielen kann. Die grandiosen Rifflandschaften sind einer kleinen Zahl von Besuchern vorbehalten. Ein Privileg, das begeistert und für die umständliche Anreise entschädigt.

Der Golf liegt im Herzen von Sulawesi und trennt die lange, nördliche Halbinsel vom zentralen Inselmassiv. Er liegt direkt auf dem Äquator, ist grösstenteils von Landmassen umgeben und bloss 95 bis 200 km breit. Von den 56 Inseln des Togian Archipels ist Waleabahi für Taucher besonders interessant.
Sie liegt am östlichen Rand des Inselbogens, wo der Meeresboden bald in grosse Tiefen abfällt. Die italienischen Besitzer des Walea Dive Resorts haben sich in den Neunzigern hier niedergelassen, den Grundstein für ihr privates Paradies gelegt und sich umgehend für den Schutz der Riffe eingesetzt. Ihre Bemühungen wurden belohnt, als die umliegenden Gewässer im Jahre 2003 offiziell als Meeresschutzgebiet anerkannt und ausgewiesen wurden. Der Marinepark mit strengen Auflagen für Fischerei und Tourismus umfasst heute rund 200 km2 und darf seither exklusiv von den Gästen des Walea Dive Resorts betaucht werden. Die wenigen Besucher kommen in den Genuss von prächtigen Rifflandschaften mit intensivem Bewuchs. Prächtige Schwämme, intakte Hart- und leuchtende Weichkorallen prägen die Riffe, ausladende Gorgonien mit Federsternen und lange Peitschenkorallen ragen in die Strömung. Egal ob es sich um seichte Lagunen, flache Korallenbänke, senkrecht abfallende Steilwände oder exponierte Drop-offs handelt, die vielfältigen Rifflandschaften dürften mitunter zu den schönsten in Indonesien gehören.

Die Artenvielfalt ist ein weiteres Highlight des Tauchrevieres. Pygmäenseepferdchen, Mandarinen- und Geisterpfeifenfische, unzählige Arten von Nacktkiemenschnecken, Oktopussen, Garnelen, Krabben und unzählige weitere Vertreter aus der Makrowelt geben ein schier endloses Spektrum an Fotomotiven ab.
An grösseren Meeresbewohnern können vor allem Schildkröten, Büffelkopfpapageifische, Barrakudas, Makrelen und an exponierten Stellen auch Adlerrochen und Riffhaie regelmässig beobachtet werden.

Auf einen Meeresbewohner ist Walea aber besonders stolz - das Hippocampus Waleananus. Denn die bisher kleinste identifizierte Spezies von Pygmäenseepferdchen wurde im Jahre 2001 am Hausriff des Walea Dive Resorts zum ersten Mal gesichtet. Begegnungen mit dieser neuen Gattung, die im Januar 2009 offiziell bezeichnet wurde, liegen heute fast an der Tagesordnung. Das Walea-Zwergseepferdchen gilt als endemisch, wurde ausserhalb des Golfes bisher also noch nicht gesichtet. Es lebt als einziges seiner Art nicht auf Gorgonien, sondern auf einer ganz bestimmten Weichkoralle.

Das Walea Dive Resort ist ein kleines Schmuckstück mit einem herzlichen, familiären Ambiente. Die Unterkünfte sind liebevoll eingerichtet und bieten angemessenen Komfort. Die Küche verdient mit ihren mediterranen und indonesischen Köstlichkeiten eine besondere Erwähnung. Neben dem Tauchen kann man in der Lounge über der Lagune den Sonnenuntergang geniessen oder sich für eine Massage ins Spa mit Jacuzzi und Panoramablick zurückziehen. Vom Steg aus gelangt man direkt ans Hausriff. ein wahres Schnorchelparadies, das sich über mehrere Kilometer der Küste entlang zieht und vor Wind und Wellen meist hervorragend geschützt ist.

Alles in allem ist Walea ein aussergewöhnliches und sehr persönliches Reiseziel in den wenig bekannten Gefilden der Togian Inseln. Ein Reise- und Taucherlebnis, das Sie nur mit einer Hand voll anderen Besuchern zu teilen brauchen. Über der zauberhaften Natur von Waleabahi und seinem charmanten Resort liegt eine unbeschreibliche Atmosphäre - kein Wunder, dass es dem Hippocampus Waleananus hier so gut gefällt!