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Altbewährt und einfach gut... Walindi Plantation Resort, Papua Neuguinea

Papua Neuguinea blickt auf über 30 Jahre Tauchtourismus zurück. Trotz einem enormen Anstieg an weltweiten Tauchreisen ist PNG ein Geheimtipp, eine "vergessene Welt" geblieben.  Ein typisches Beispiel dafür ist das "Walindi Plantation Resort" - ein Tauchziel der Extraklasse, welches zweifellos zu den Komplettesten und Weltbesten gezählt werden darf. "Walindi" liegt auf der Insel "New Britain", zwischen den Solomonen und der Insel Neuguinea,  mitten in der Zone mit der grössten Artenvielfalt der Ozeane, dem "Coral Triangle". Sie ist von vulkanischen Gebirgen geprägt, deren Hänge im Norden steil in die "Bismarck Sea" abfallen. In einer Bucht nahe der Stadt Hoskins hat sich 1969 der Australier Max Benjamin niedergelassen und das "Walindi Plantation Resort" gegründet. 1983 erst wurde der enorme Reichtum der Bucht erkannt und seine Erforschung vorangetrieben. Inzwischen zählt die "Kimbe Bay" unbestritten zu den spektakulärsten, vielseitigsten und artenreichsten Tauchrevieren der Welt. Trotz der Bekanntheit und Qualität der Tauchgebiete hat sich in der Bucht bis heute nur wenig verändert. Noch immer werden die zahlreichen Tauchplätze nur durch "Walindi" und die Tauchkreuzfahrtschiffe "Febrina" oder "Star Dancer" erschlossen, welche meist direkt ab "Walindi" operieren. Man findet hier garantiert den Luxus, die grandiose Unterwasserwelt nicht mit anderen Tauchern teilen zu müssen.

Die Korallenpracht wurde weder durch Naturphänomene wie "El Nino", noch durch den Tauchsport nennenswert beeinträchtigt. In allen Wassertiefen trifft man auf prächtige Riffe, wo intakte und in allen Farben leuchtende Korallen und Schwämme um die besten Plätze kämpfen. Die "Kimbe Bay" beherbergt mit über 400 Korallenarten fast die Hälfte der weltweit bekannten Gattungen - in einer Bucht!

Das Tauchen mit "Critters" war noch nie besser als heute. Durch jahrelange Erfahrung weiss man heute mehr als je zuvor über die Lebensweise und die Habitate der seltensten Kreaturen. Diese sind dadurch viel leichter zu enttarnen als noch vor 25 Jahren. Seepferdchen, Gobies, Grundeln und Anglerfische aller Arten, Schnecken oder seltene Oktopusse wie auch zig Krabben- oder Garnelenarten - dem Spektrum an Kleinstlebewesen scheint hier keine Grenze gesetzt. Die Vielfalt wird belegt durch über 900 registrierte Tierarten.

Überraschungsgäste und Nomaden der Hochsee statten der "Kimbe Bay" immer wieder einen Besuch ab. Unerwartete Begegnungen mit Dugongs, Mondfischen oder Sichtungen diverser Walarten sind durchaus möglich. Trotz des weltweiten Rückgangs an Haibeständen darf der Besucher der Kimbe Bay damit rechnen, einigen Haiarten beim Tauchen zu begegnen. Vor allem Weiss- und Schwarzspitzenhaie, Graue Riffhaie, aber auch Hammer- oder Silberspitzenhaie sind regelmässige Besucher an hiesigen "Bommies" und "Drop-offs". Thunfische, Barrakudas, Makrelen und Schwärme von Riffischen sind Stammgäste an exponierten Riffen.

Das Tauchgebiet ist mitunter grandios, weil der Meeresboden steil abfällt und sich diverse Riffe aus grossen Tiefen bis an die Wasseroberfläche erheben. Hier betragen die Sichtweiten meist 30 Meter oder mehr. Es lohnt sich, den Blick vom Riff zu lösen, um im Blauwasser auf die Überraschung zu hoffen. Nicht weniger interessant sind die zahlreichen Riffe entlang der Küste. Sie verfügen oft über eine interessante Topographie mit Durchbrüchen, Überhängen und Torbögen. Der Bewuchs ist nicht weniger imposant und auch hier sind oft Nacktschnecken, Oktopusse, Rochen, Schildkröten oder auch Haie anzutreffen. Zudem gibt es einige Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich zu betauchen lohnen.

Egal ob man sich primär für Makrotauchgänge interessiert, oder ob das Herz für Schwarm- und Grossfische oder gar für ausgeprägte Korallenlandschaften schlägt... "Walindi" mag zwar in einzelnen Kriterien von anderen Tauchrevieren übertroffen werden. Aber nur wenige Resorts auf der Welt erschliessen Tauchspots, welche sich in all den verschiedenen Sparten auf einem derart hohen Niveau bewegen.