Deutsch
English

LONGNOSE HAWKFISH

Langnasen-Büschelbarsch | Langschnauzen-Korallenwächter | LaNaBüBa | Oxycirrhites typus

Der Langnasen-Büschelbarsch, von Tauchern oft kurz "LaNaBüBa" genannt, gehört zu den Barschverwandten und ist sicherlich einer der hübschesten Büschelbarsche. Er ist der einzige Vertreter seiner Gattung und wird ca. 13 cm lang. LaNaBüBa haben einen langen, seitlich zusammengedrückten Körper und eine - wie es der Name schon verrät - langgezogene, pinzettartige Schnauze. Der Körper ist weiss gefärbt und hat ein karoartiges rotes Muster, das dem Fisch ein auffälliges Kleid verleiht. Am Ende jedes Rückenflossen-Strahls ist ein kleiner Büschel zu sehen. Das Männchen kann durch seinen leicht rötlich gefärbten Kiefer, einem schwarzen Saum bei den After- und Brustflossen und seiner leicht kleineren Grösse vom Weibchen unterschieden werden. LaNaBüBa sind Hermaphroditen und kommen stets als Weibchen zur Welt. Später werden dann einige Männchen, während der Rest als Weibchen ihr Leben weiterführt.

Der LaNaBüBa lebt vorwiegend auf Schwarzen Korallen oder Gorgonien, in denen er mit seiner Zeichnung sehr gut getarnt ist. Da lauert er kleinen Fischen und Krustentierchen auf, die er sich mittels schnellem Vorschnellen schnappt. Er ist substratgebunden, wodurch sich seine Schwimmblase zurückgebildet hat und er kein ausdauernder Schwimmer ist. Im Freiwasser wird er also nie anzutreffen sein. Man findet ihn theoretisch in einer Tiefe von 10-100 m, wobei er aber fast immer auf Tiefen von über 30 m anzutreffen ist. Seine bevorzugten Wohnplätze sind Schwarze Korallen an strömungsreichen und meist steilen Hängen. Sein Verbreitungsgebiet umfasst den Indo-Pazifik und den Ost-Pazifik.

Der LaNaBüBa ist bei vielen UW-Fotografen auf ihrer "Heiliger Gral der Fotografie"-Liste. Bei UW-Fotografen ist er nicht nur wegen seinem hübschen Aussehen beliebt, sondern weil er gerne auch schön posiert. Er gilt als seltener Fisch.

Verhalten
Der LaNaBüBa hat ein meist recht neugieriges Naturell und ist ein gefrässiger Geselle, der zeitweise auch sehr territorial werden kann. Er sitzt, aufgestützt auf seine Brustflossen, auf einem Korallenzweig, von wo aus er sein Revier und die Umgebung gut im Auge behalten kann. Dieses Wachhund-artige Verhalten hat ihm auch den Namen Korallenwächter verliehen. Ungleich anderer Korallenwächter lebt er nicht in kleinen Harems, sondern führt eine monogame Beziehung.

Fortpflanzung
Über den genauen Fortpflanzungsprozess des LaNaBüBa scheint Unstimmigkeit zu herrschen. Das Paarungsritual beginnt in der Abenddämmerung, aber darüber, wie es dann weitergeht, gibt es sehr widersprüchliche Beobachtungen. Dies kann an einer Verwechslung des LaNaBüBa mit dem Zwerg Korallenwächter Cirrhitichthys falco liegen (passiert erschreckend häufig) oder einer Vermischung der Informationen über die Fortpflanzung von Korallenwächter im Generellen mit denen der LaNaBüBa liegen.

© Angela Lötscher | Klick auf das Photo um es zu vergrössern!