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Siebte Etappe Negros Island - Philippinen

Von dem sehr kleinen Flughafen in Truk Lagoon flogen wir weiter nach Guam. Wie wir schon im Bericht von Palau geschrieben haben, ist dieser Flughafen nicht wirklich logisch aufgebaut und wieder mussten wir über zwei Stunden in der Immigrationsschlange warten. Auch unser Versuch diese Warterei bequemer zu gestalten wurde nicht akzeptiert. So durften wir uns nicht hinsetzen um zu warten bis die Schlange kleiner wurde. Nach dieser frustrierenden Zeit konnten wir uns nun auf den Flug nach Manila freuen wo wir uns zwei Tage lang von dieser Strapaze erholen konnten.

Diese Grossstadt hat uns so richtig beeindruckt, da mehr als 18 Millionen Menschen in dieser Metropole leben. Die Fahrt in unser Hotel war schon fast ein Überlebenskampf, die vielen Autos, Motorräder, Buse und viele anderen Fortbewegungsmittel kämpften sich durch die überfüllten Strassen und hupten sich den Weg frei. Ganz nach dem Motto, der Stärkere gewinnt.
Endlich im Hotel angekommen fielen wir mit unzähligen Eindrücken und mit einer durchdringenden Müdigkeit in unser Bett im 7.Stock.
Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Taxi von unserem Hotel durch die Stadt und wir konnten uns nun ein Bild über die Grösse dieser gewaltigen Stadt machen. In einem riesigen Einkaufcenter, das für mich schon fast eine eigene Postleitzahl verdient hätte, konnten wir uns so richtig austoben. Mit zwei Kinos, einer Eislaufbahn und unzähligen Shops ausgestattet, wurde es uns nicht langweilig.
Mit der Grossstadthektik konfrontiert, entschlossen wir dann auch unsere Reise ein wenig zu verändern. So liessen wir unseren letzten Stopp den wir in Bangkok geplant hatten durch eine weitere Woche in Negros ersetzen.

Ein kurzer Flug und alles schien sich verändert zu haben.
Noch im gleichen Land doch total verschieden präsentierte sich uns Negros Island, als wir vom kleinen Flugplatz mit einer noch kleineren Ankunftshalle durch Dumaguete nach Dauin in unser Resort fuhren.
Angekommen, wurden wir sehr freundlich empfangen und wir wurden zu unserem Welcome Drink an die Bar geführt die sich direkt am Strand befand. Wir bekamen ein Briefing über das Resort und die Wellnessangebote. Nach dem wir den sehr erfrischenden Melonendrink getrunken haben, wurde uns der Schlüssel zu unserer neuen Bleibe für die nächsten drei Wochen ausgehändigt. Mit viel Spannung und Erwartungen näherten wir uns dem kleinen Häuschen, das direkt am Strand lag und wir konnten unser Glück kaum glauben.

Das Tauchen:

Voller Vorfreude auf den ersten Tauchgang konnten wir es kaum erwarten ins Wasser zu springen.
Nach einer guten halben Stunde erreichten wir die Insel Apo, an der wir drei Tauchgänge machten. Eine völlig andere Unterwasserwelt erwartete uns. Die Korallenwelt ist eher bescheiden und es gibt immer wieder Sandpartien, in denen sich viele kleine Tierchen verstecken oder auf der Lauer liegen. Die Artenvielfalt ist enorm und man kann fast bei jedem Tauchgang Neues oder Skurriles finden. Auch der Landgang auf der kleinen Insel war sehr interessant. Die Wege, die durch das kleine Fischerdörfchen führen, haben fast schon den Anschein als wären sie eine Filmkulisse für einen neuen Film.
Diese kleine Insel lebt heute fast nur von dem Obolus, den jeder Taucher zahlen muss als Entschädigung der eingestellten Fischerei, die früher die einzige Einnahmequelle der Insel war.
Die Tauchplätze rund um Apo werden fast jeden zweiten Tag (wenn das Wetter mitspielt) angefahren. Auch weiter entfernte Inseln werden ab und zu angesteuert, wie zum Beispiel die Insel Siquijor, an der wir eine wunderschöne Wand betaucht haben, die viele Korallen und eine riesige Vielfallt an Lebewesen zu bieten hatte. Von Giftschlangen über Anglerfische und Seepferdchen kann man hier beinahe alles finden.
Die Tauchplätze an der Küste von Negros sind ideal für Unterwasserphotographen, die auf der Jagd sind nach seltenen und kleinen Motiven. Doch die meisten Tauchplätze sind doch eher was für Taucher, die gerne im Sand und in kleinen Riffpartien nach kleinen Meeresbewohnern suchen. Für alle die auch hin und wieder einen grösseren Fisch bestaunen wollen ist diese Insel nicht zu empfehlen. Wer von den kleinen Tierchen Photos machen will, muss unbedingt ein gutes Makroobjektiv im Gepäck und gute Augen haben, denn sonst wird man diese kleinen Viecher auf den Photos nicht erkennen.
Negros ist ein Tauchparadies für Taucher, die auf der Suche sind nach den seltenen und schönen Meeresbewohner, die manchmal so überraschend anders aussehen, dass man das Gefühl hat diese Wesen kommen nicht von diesem Planeten.

Das Tauchen mit Sea Explorers:

Diese Tauchschule, die eine von insgesamt fünf Tauchschulen ist, die Sea Explorers in den Philippinen unterhält, ist sehr professionell und gut organisiert. Nach einem sehr ausführlichen Briefing über die Tauchschule und ihrer Infrastruktur, werden die Logbücher und die Brevets gesichtet. Nach dem üblichem Schreibkram, werden falls nötig das Leihequipment ausgehändigt und in dem Equipment Raum untergebracht, in dem jeder Taucher seine Ecke hat.
Die Anlagen sind sehr sauber und sehen wie das Leiequipment wie neu aus. Jeder Taucher hat auch die Möglichkeit, sich am Abend vorher für die Tauchgänge am kommenden Tag, auf einer Tafel einzutragen. Die Tauchplätze werden von den Guides ausführlich erklärt und man bekommt vor jedem Tauchgang ein knappes Briefing, das stets mit dem Satz "Dive with a smile" beendet wird.
Sea Explorers verfügt in diesem Resort über drei grosse Auslegerboten und über ein Speed Boot, die den vielen Tauchern genügend Platz bieten. Die Preise von Sea Explorers sind sehr günstig und sie bietet mit den vielen Tauchguides und Helfern ein sehr komfortables Tauchen. Sea Explorers sind berühmt für ihre Qualität und wurden schon öfters dafür prämiert. Auch wer hier seine Tauchkarriere beginnen will ist perfekt aufgehoben. Das Angebot der Kurse reicht vom Anfängerkurs bis hin zur Ausbildung zum Tauchlehrer.

Mehr Informationen findet ihr unter: http://www.sea-explorers.com/g-main/

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Sonstige Aktivitäten:
Mit einem Motorrad ausgerüstet, erkundeten wir die Insel Negros.
Unsere abenteuerliche Reise begann mit den Casaroro Falls. Mit diesem Wasserfall als erstes Ziel vor Augen, fuhren wir die gut befahrbare Hauptstrasse Richtung Dumaguete. Als wir die Hauptstrasse Richtung Valencia verliessen, wurden die Strassen manchmal holprig. Durch die Dörfer sind sie zwar in einem gut befahrbaren Zustand, doch im Hochland mussten wir uns schon mal stärker am Motorrad festhalten als wir über die Schlaglöcher und Kiesstrassen fuhren. Der Wasserfall war ein tolles Erlebnis, und hat uns sehr beeindruckt. Als wir die zahlreichen Treppen in diese Schlucht hinunterstiegen, konnten wir die wunderschöne Natur von Negros bestaunen. Die Gegend um den Wasserfall lädt mit Tischen und Strohsonnenschirmen auch zu einem Pick-Nick in der Natur ein.
Als die Fahrt weiter in die Berge ging, wurde es auch immer kühler. Bei den Twin Lakes wurde uns daher schon ein bisschen kalt und wir haben uns nach einer kurzen Besichtigung wieder zur Talfahrt entschlossen. Schliesslich werden wir schon bald wieder kalte Seen zuhause sehen können. Mit diesem Trip mit dem Motorrad konnten wir Negros auf eigene Faust erkunden und hatten riesigen Spass dabei.

Das Pura Vida hat viele Angebote bei denen man sich für wenig Geld anschliessen kann. Der Markt im Nachbardorf war eines dieser Angebote, bei dem wir uns mit Souvenirs für Freunde und Familie eindecken konnten. Dass dieser Markt ein Erlebnis ist, kann man sich gut vorstellen, da die Einheimischen dort alles anbieten, was man für das Leben und Wohnen in Negros braucht. Man sollte doch wissen, dass die meisten Preise überteuert sind, bei denen man unbedingt feilschen sollte!

Wer sich nach solchen Abenteuer auch mal erholen will, kann das wie wir bei einem schönen Strandspaziergang oder bei einem Buch auf der Veranda oder in der bequemen Strandliege tun.

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Unsere Unterkunft:
Das Pura Vida Resort, welches vom Schweizer Christian Frans Heim im Jahre 2004 eröffnet wurde, ist durch seine offene und geschmackvolle Art ein Paradies für jeden der sich erholen will. Dieses Resort wurde optimal für Taucher eingerichtet, was man schnell erkennen kann wenn man an die schön dekorierte Bar direkt am Strand geht und gleich daneben die Waschbecken der Taucher sieht.
Das Resort hat zwei unterschiedliche Häuschen im Angebot. Die gemauerten Häuschen in der Nähe des Meeres und dem Pool und die aus Holz gebauten Häuschen im Garten des Areals. Die letzteren verfügen über ein Moskitonetz über dem Bett, da es gegen aussen nicht ganz abgedichtet ist.
Die stilvoll erbauten Bungalows mit Strohdächern verfügen über einen Safe, Klimaanlage, Ventilator, Fernseher, Minibar und ein geräumiges Bad. Um das Häuschen nicht sandig zu machen, gibt es vor der Türe ein Fussbad. Jedes Häuschen besitzt eine Veranda mit Liegestuhl und Sitzecke für die gemütlichen Abende bei Kerzenschein. Der Pool mit dem kleinen Wasserfall trennt die Bar hervorragend von den Unterkünften ab und wirkt so als natürliche Lärmbarriere.
Das Restaurant, was ebenso unter Schweizer Leitung ist, verwöhnt die Gaumen der Gäste mit hervorragend gutem Essen, welches an die Tische am Strand oder im Restaurant über der Tauchschule serviert wird. Wer das Restaurant im Sedamm Plaza (Pfäffikon SZ) kennt, kann diese Einflüsse in diesem weitentfernten Ort noch wahrnehmen, da der Chefkoch von dieser hochstehenden Küche hierhin wechselte.
Um nach dem Tauchen oder einem Tagesausflug richtig durchgeknetet zu werden oder ein anderes Angebot des Spas (Sauna oder Dampfbad, Pedicure usw.) wahrnehmen zu wollen, ist Mann und Frau hier in besten Händen.

Mehr Informationen findet ihr unter: http://www.pura-vida.ph/

Wir danken dem ganzen Pura Vida Team für die wunderschöne Zeit, die wir hier verbringen konnten.


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Negros Oriental:
Zu Deutsch; Negros Ost, ist eine Provinz der Philippinen und umfasst den südöstlichen Teil von Negros Island. Die Hauptstadt ist Dumaguete City. Diese Stadt hat mehr als 1.000.000 Einwohner.
Die Fahrt von unserem Resort nach Dumaguete mit dem Motorbike betrug ca. 20 Min. je nach Verkehr.
Ja dieser Strassenverkehr, keine Speedlimits, keine Ampeln und es wird keine Rücksicht genommen. Jeder fährt und hupt wie er will, sei es mit den Jeepenie, Tricycle oder dem Motorbike.
Das Pura Vida Resort liegt in Dauin und ist eingebettet inmitten von Palmen. Die Preise sind extrem günstig sei es für Lebensmittel, Hygieneartikel und Klamotten.
Ein Beispiel; 5 Gebäcke und zwei Colas für 50 Pesos (ca.1.-).
Die Philippinos sind warmherzige und äusserst zuvorkommende Menschen.Die Gegend um Dauin ist eher ärmlich, auch wenn ab und zu eine Villa zum Vorschein kommt.

Unser Fazit:

Von der Strandhütte direkt am Meer
Trinken wir Coktails und genossen das Leben sehr
Dank dem Wellness und dem feinem Essen
Hätten wir die Heimreise fast vergessen
Mit dem Motorrad erkundeten wir das Land
Und liebten das Leben am Strand
Unter Wasser sahen wir viele skurrile Fischlein
Doch um sie zu fotografieren waren sie zu klein
Wir reisten nun viel und sahen die Welt
Hüpften von Paradies zu Paradies ohne viel Gelt
Die vielen Erlebnisse brachten uns näher zusammen
Ja diese Reise hat uns so richtig gefallen
Nun packen wir unsere sieben Sachen
Und lassen es beim letzten Flug so richtig krachen
Wir bedanken uns bei unseren Lesern und Freunden
Jetzt kommen wir nach Hause voller Freuden

Liebe Familie Heer und Familie Fischer wir danken euch für die Unterstützung und stets die lieben Worte über das Telefon.
Ihr seid die besten Familien auf dieser Welt.

Herzliche Grüsse

Katharina und Stefan