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Dritte Etappe Nordinsel Neuseelands

Anreise am Mittwoch 24.11.10
Wir sind nach einem 9 stündigem unruhigem Flug endlich frühmorgens in Neuseeland in Auckland angekommen. Das Auschecken ging rasch über die Bühne und die Freundlichkeit der Neuseeländer war schon da spürbar. Nach zwei Stunden Warten wurden wir von einem Shuttle Bus abgeholt und nach einigen ausführlichen Instruktionen fuhren wir mit unserem gemieteten Camper los ins Abenteuer.
Da wir länger als 24 Stunden nicht geschlafen haben, liessen wir uns für die erste Nacht in der Nähe von Auckland in Manukau auf einem Campingplatz nieder.

Donnerstag
Von Manukau aus ging es auf einer endlosen hügeligen Strasse, an Bäumen unterschiedlicher Art vorbei, zu den Veil Falls. Wunderschöner Wasserfall indem sich ein Regenbogen spiegelte.
Nächster Stopp war Hamilton, eine kleine durchschnittliche Stadt Neuseelands.Am Abend wollten wir in Otorohanga in einem aussergewöhnlichen Hotel übernachten, das mit einer Übernachtung in einem Schiff, einem Zug, einem Flugzeug und einer Hobbit-Höhle lockte. Da es aber zu weit draussen lag (wer Wolfs Creek gesehen hat, weiss wovon die Rede ist) und uns niemand empfang, beschlossen wir im Holiday Campervanpark mit einem BBQ unseren Tag zu beenden.
 
Freitag
Von Otorohanga führte uns der Weg zu den Waitomo Caves. Eine unglaubliche faszinierende Höhle, die von den Maoris entdeckt wurde. Zu Fuss und mit einem Boot erkundet man das sehr eindrückliche Höhlensystem und bekommt unzählige Glühwürmchen zu Gesicht. Empfehlenswert!
Nach einem Break auf der Strawberryfarm  überraschte uns der Black Beach mit tatsächlich pechschwarzem Sand und einer grossen Vielfalt an Muscheln. Weiter ging es nach New Plymouth, eine kleine Stadt im Westen der Nordinsel, die durch die Gas- und Ölfelder vor der Küste wirtschaftlichen Auftrieb erhielt. Von da fuhren wir nach Mt. Egmont zum Taranaki Nationalpark. Der Spitz dieses Berges erinnert an einen Kuchen mit Puderzucker.
An diesem Abend fuhren wir weiter nach Wanganui, um dort am Ka iwi Beach den wunderschönen Sonnenuntergang zu betrachten und zu geniessen.
 
Samstag
Unser heutiges Ziel von Wanganui aus war der Lake Taupo. Mit 660km2 ist der Krater eines erloschenen Vulkans der grösste See Neuseelands und bekannt für seinen enormen Forellenreichtum. Die Stadt Taupo ist ein gemütlicher Ferienort der Kiwis.
In Taupo zu sehen, sind die Huka Falls, die alle 3 Minuten so viel Wasser herablassen um mehrere Olympiaschwimmbecken zu füllen.
Auf dem weiteren Wege kamen wir an dem Tongariro Nationalpark vorbei um den Vulkan, der schneebedeckt ist, zu betrachten und den Wanganuiriver den wir von einem Lookout betrachteten. Einfach herrlich. Von da aus fuhren wir nach Hastings auf einen Campingplatz mit einer Mückenplage. Innert Sekunden wurde unser Bus von kleinen Mücken übersäht, wie eklig.
 
Sonntag
Ausgeschlafen oder auch nicht dank der Mücken, fuhren wir an die Ostküste nach Havelock North und kamen zufälligerweise an einem Wein- und Käsefest vorbei, das liessen wir uns nicht entgehen.
Weiter zum Cape Kidnappers, das wir aus der Ferne betrachteten, da nur geführte Touren da hinführen, da es scheinbar Privatbesitz ist. Für alle Klippenfans, es gibt viel schönere Klippen die Gratis und mit dem Auto erkundbar sind. So gingen wir auf nach Napier (Art Deco Stadt), um es richtig zu formulieren, wir erwarteten eine architektonisch eindrückliche Kleinstadt und trafen auf ein paar spezielle Fenster eines Kaffees. Hmmm... Enttäuscht fuhren wir nach Wairoa, um dort auf einem reichlich weihnachtlich verzierten Campingplatz zu schlafen.

Montag den 28.11.10
Von Wairoa fuhren wir auf einer kurvenreichen, staubigen und unübersichtlichen Dschungelroute nach Rotorua (ca.200 km). Das ist die Stadt, die fast  im Zentrum der Nordinsel liegt und als Kunst und Kulturzentrum der Maori aber auch als dampfende wald- und seenreiche Region beschrieben wird.
 
Dienstag
Nach der Übernachtung in Rotorua fuhren wir nach Waiotapu um das Mud Pool und die Thermalanlagen mit dem Champagnerpool zu betrachten. Der Schwefelgeruch war kaum aushaltbar, dennoch war der kochende See sehr eindrucksvoll. Vorbei am Lake Rotorua übernachteten wir an dem Greenlake irgendwo auf einer Wiese, ganz für uns alleine. 

Mittwoch
In Rotorua am Tag darauf haben wir das Rotoruamuseum besichtigt, das eine aufwändige restaurierte Badeanstalt im Tudorstil aus dem Jahr 1907 ist, es zeigte uns die Kultur des Maoristammes Te Arawa. Weiter testeten wir auf der danebengelegenen Baseballrange unser Können.Und schliesslich bot uns der Ausblick auf der Skyline Riders mit der Asphaltbobbahn noch einen tollen Abschluss dieses Tages.
 
Donnerstag
Am nächsten Tag beim Hells Gate nähe Rotorua erwartete uns ein supertolles Abenteuer, Sledge Rafting. (Mehr dazu findet ihr unter der Rubrik Side Storys)
Nach diesem Spass fuhren wir nach Whakatene, zum Ohope Beach. Dort hatten wir einen VIP Platz direkt am Strand, an dem keine Menschenseele war.
 
Freitag, Samstag
Die Stille und das Erholen gönnten wir uns noch einen ganzen Tag, mit Baden im Meer und Sandburg bauen, bevor wir weiter nach Te Puke reisten. Te Puke, Kiwis (die Frucht) wohin das Auge reicht. Um dort unseren Spass zu haben fuhren wir mit einem 4x4 Geländewagen durch ein gewaltig holpriges Gelände. (Mehr dazu findet ihr unter der Rubrik Side Storys)
Von Te Puke ging es nach Tauranga und von dort nach einer kurzen Besichtigung an den Waihi Beach, am Anfang der Coromandelhalbinsel.
 
Sonntag
Vom Waihi Beach führte uns der Weg zum Hot Water Beach, der mit seinen warmen Quellen unter dem Sand viele Leute zum Graben animierte. Da der ganze Strand hoffnungslos überfüllt war, entschieden wir uns für den Cooks Beach und die Cathedral Cove. Diese wunderschönen Buchten erinnerten uns stark an den Film "The Beach". Nach einer kleinen Abkühlung dort, ging es weiter nach Coromandel und Thames. Zwei Städte, die uns nicht wirklich zum Bleiben bewegten. So führen wir durch die Nacht an Auckland vorbei nach Whangarei.
 
Montag den 6.12.10
Von der Stadt Whangarei aus fuhren wir zu den Whangarei Heads, die für uns schon fast ein bisschen unspektakulär waren. Nach dieser kleinen Enttäuschung fuhren wir weiter nach Norden zu dem sehr kleinen Dörfchen Tutukaka, das fast nur aus einer Tankstelle und einem Hafen besteht.

Dienstag
Tauchen bei den Poor Knights Islands (Mehr zu diesem Tag unter der Rubrik Side Storys)
 
Mittwoch
Von Tutukaka aus erreichten wir die Region Bay of Islands, ein Gewirr aus 140 Inseln und Felsen, die sich rund um die kleinen Städtchen Paihia, Kerikeri und Russel tummeln. Das Gebiet ist nicht nur historisch interessant (Etwa drei Kilometer von Paihia in Waitangi liegt die Wiege Neuseelands) sondern sie ist auch ideal für Segler, Angler und Faulenzer.
 
Donnerstag
Unterwegs von der Bay of Islands fuhren wir weiter entlang der Doubtless Bay auf die kleine Halbinsel Peninsula, die uns ein Hauch Südsee verlieh. Mit Palmen und Buchten, die mit Muscheln übersäht waren haben wir dort direkt am Strand campiert (was bedeutet eigentlich ein durchgestrichenes Zelt?;))
 
Freitag, Samstag
Unser heutiges Ziel war der nördlichste Punkt auf der Nordinsel. Über den wunderschönen 90 Mile Beach gelangten wir nach einer langen Autofahrt und einem kleinen Abenteuer auf den riesigen Sanddünen, auf der wir gesurft sind,  an das Cape Reinga, wo die Tasman Sea und der Pazifik aufeinandertreffen. Dort gibt es ein hübschen Leuchtturm und wunderschöne Wanderwege direkt an den Klippen von Neuseeland. Nach dem Glauben der Maori verlassen genau dort die Verstobenen Neuseeland, um in ihre Heimat, Hawaiki zurückzukehren.
Danach fuhren wir etwas zurück an den 90 Mile Beach, unser Stopp für unsere Erholung. Die Seele an dem ewig lang wirkenden Strand, den wir fast immer für uns alleine hatten, baumeln lassen. In dem saukalten Wasser der Tasman Sea haben wir uns nach den Strandspaziergängen Abkühlung verschafft. Leider mussten wir drei tote neuseeländische Zwergpinguine beerdigen.  

Sonntag
Fahrt vom 90 Mile Beach nach Takapuna, unser zweitletzter Stopp. Von diesem kleinen Dörfchen gelangt man mit dem Discovery Pass über Devonport mit der Fähre nach Auckland.
 
Montag den 13.12.10
Besichtigung von Auckland. Hochhäuser gibt es höchstens im Innenstadtbereich. City of Sails nennt der moderne Freizeitmensch seine Stadt, da fast jeder sechste Auckländer ein eigenes Segelboot im Hafen hat.Auckland ist der wirtschaftliche Mittelpunkt in Neuseeland. Mit dem Bus, der zum Discoverypass gehört, kann man kostenlos verschiedene Sehenswürdigkeiten anfahren und anschauen. Wir entschieden uns für Kelly Tarltons Underwaterworld, indem ein Acryltunnel durch die Unterwasserwelt führt und wir einen kurzen Ausflug in die Antarktis machten.Den Skytower betrachteten wir in seiner imposanten Grösse von aussen, und im Innenbereich lockte uns das Casino.
 
Dienstag
Das erste Mal überraschte uns Regen auf unserer Weltreise, Juhuu.Mit nervösen Knien aufgewacht, ging es heute erneut nach Auckland zum Sky Tower. Waghalsig stürzten wir uns zwei Mal von 192m in die Tiefe. (Mehr dazu findet ihr unter der Rubrik Side Storys)
Nach diesem Erlebnis kühlten wir uns in der "Minus 5° Bar", die sich in der Nähe der Ferry Station befindet, ab. Ausgerüstet mit einem warmen Mantel und Handschuhen begaben wir uns in diese Eisbar, die mit vielen Eisskulpturen dekoriert  war.
 
Mittwoch
Frühmorgens brachen wir von unserem Campingplatz in Takapuna auf Richtung Auckland, nach Manukau. Freudig ging es in den Vergnügungspark Rainbows End. (Mehr dazu findet ihr unter der Rubrik Side Storys)
Nach diesem Spass liessen wir den letzten Abend auf dem Campingplatz und die letzte Nacht in unserem Camper mit einem kühlen Bier und einem Jass ausklingen.
  
Donnerstag
Mit super Laune aufgestanden, mussten wir die drei Wochen Camping irgendwie wieder in unsere Koffer bringen. Mit einem lächelnden und einem weinenden Auge gaben wir unseren schon fast geliebten Camper an Britz zurück. Zum Glück war die Überprüfung mehr ein kurzes Anschauen.Nun warten wir 15 Stunden am Airport auf unseren Flug und auf das wunderschöne Fidschi!

Unser Fazit:
Neuseeland hat uns auf folgendes Gedicht gebracht: 

Der Kiwi mit einem Lächeln auf dem Gesicht
Und Dollarzeichen in den Augen
Baut Strassen, die kann man kaum Glauben
Mit viel Geld kommst du her
Mit viel weniger wirst du gehen
Denn der Kiwi versteht sein Marketing sehr
Von der Natur verzaubert und von den Dörfern enttäuscht
Campierst du in der Natur bis es du mit einer Buse bereust
Viele Abenteuer prägen unsere Reise
Schöne Augenblicke erinnern uns auf wunderbare Weise
Die Fidschis unser nächstes Ziel
Glaubt uns, da kommt noch viel!



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