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Fünfte Etappe Palau

Alii! Willkommen in Palau!

Palau, der Ort in Mikronesien, der Taucherherzen höher schlagen lässt.


Nach dem paradiesischen Aufenthalt auf Fiji, flogen wir über Guam weiter auf Palau. Nur zweimal wöchentlich ist es möglich diese kleine traumhafte Insel anzufliegen und dies leider in der Nacht, somit wussten wir kaum was uns erwartete.
Angekommen am kleinen Flughafen auf Palau wurden wir mit dem Shuttlebus vom Plantation Resort, unsere Unterkunft für die nächsten 18Tage, abgeholt und in das Resort gebracht, indem man sich wie Mogli aus dem Dschungelbuch fühlt.
Müde von dem Flug, schliefen wir in unserem kleinen aber feinen Zimmer mit Ausblick über den Dschungel ein. Ausgeschlafen liessen wir uns nun für die nächsten 18 Tage auf die faszinierende und vielfältige Unterwasserwelt mit den vielen kleinen Inseln, den weissen Sandstränden und dem kristallklarem Wasser ein.


Tauchen auf Palau:

Palau, ein Tauchparadies.
Wer dieses Tauchmekka noch nicht kennt sollte sich schnell auf den Weg hierher machen. Die Unterwasserwelt ist vielfältig und atemberaubend schön. Das Wasser ist meist kristallklar oder lockt mit einem riesigen Planktonreichtum grosse Meeresbewohner an. In Palau hat die Strömung eine grosse Bedeutung, da sie laut Sagen Palau das Leben schenkte. Diese Strömungen (Ebbe und Flut) beleben die Unterwasserwelt und bringen immer neue Nährstoffe und neues Plankton in die Gewässer rund um Palau, was auch viele Mantas und Fischschwärme anlockt. Wenn man mit dem Tauchboot durch die Rock Islands, an den vielen weissen Sandstränden, Palmen und dem türkisfarbenen Meer vorbei zum Tauchplatz fährt, wird einem wirklich bewusst, dass man an einem einmaligen und wunderschönem Ort ist. Die Tauchplätze in Palau haben für jeden was zu bieten. Von Höhlen und Wracks über Steilwänden und Korallengärten bis zu Blauwasser- und Strömungstauchgängen. Getaucht haben wir von den Tauchbooten der Tauchschule Fish'n Fins. Mehr über diese Tauchschule findet ihr unter der Rubrik Side Story.

Ein paar Tauchplätze, die uns sehr gefallen haben:


Big Drop Off:
Laut Jaques Cousteau einer der Top 10 Tauchplätze der Erde. Auch mehrere Jahrzehnte später kann diese Steilwand Taucher noch in ihren Bann ziehen. Mit vielen Weichkorallen, die in allen Farben blühen und den vielen und schönen Fischen, die sich an dieser Wand tummeln, ist dieser Tauchplatz eine super Abwechslung zu den Tauchgängen mit den Riffhacken.

German Channel:
Dieser Tauchplatz hat es so richtig in sich. Vor der Kanalmündung liegt die Cleaning Station an der sich die Mantas putzen lassen. Auch viele Fischschwärme, Haie und Wasserschildkröten passieren diesen Kanal. Wenn die Strömung in den Kanal fliesst und reichlich Plankton mit sich bringt gibt es im Blauwasser vor der Mündung echt was zu sehen. Viele Fische und zahlreiche Mantas ernähren sich dort vom Planktonüberfluss und erschaffen ein Schauspiel, das man nie mehr vergisst. Doch darf man sich nicht erschrecken, wenn es dort viele Taucher und Schnorchler hat.

Blue Hole:
Palau ist auch bekannt für ihre Höhlen, Tunnels und Löcher. Das Blue Hole ist einer der bekanntesten Tauchplätze und macht mit seiner riesigen Grotte seinen Namensvätern die überall auf dieser Welt liegen alle Ehren. Die vielen Lichteinbrüche die von der Decke die Höhle erleuchten geben dem ganzem ein mystisches Flair.

Siaes Tunnel:
Dieser Tunnel, der mit vielen Fenstern bestückt ist, gibt den Tauchern viele Möglichkeiten durch die roten Fächerkorallen die vielen verschiedenen Blautöne zu betrachten. Ideal für Unterwasserphotographen! 

Blue Corner:
Dieser Tauchplatz sollte eigentlich Crazy Corner heissen, denn jeder Tauchgang an diesem Ort ist anders. Einmal hatte es Strömung, die einem fast das Equipment vom Körper riss, ein anderes Mal hatte es ca. 30 Haie und ein weiteres Mal hat die Strömung gewechselt. Wer aber Haie sehen will, der muss hier hin!

Virgin Blue Hole:
Durch ein kleines Loch auf dem Riff Dach taucht man ca. 20m tief ab um dann durch einen Tunnel ins dunkelblaue Wasser zu tauchen. Da der Tunnel etwa 20m lang ist, müssen sich die Augen zuerst an die Dunkelheit gewöhnen um den Ausgang zu erkennen. Dieser Tauchgang ist sehr zu empfehlen und bietet nach dem Tunnel eine wunderschöne Wand mit kristallklarem Wasser.

Jellyfish Lake (Schnorcheln):
Mehr zu diesem aussergewöhnlichen See findet ihr unter der Rubrik Side Storys.

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Sonstige Aktivitäten auf Palau:
Islandhopping:
Durch die Tagesausflüge mit dem Boot zum Tauchen, wurden für die Lunchzeit stets wunderschöne und erholsame Strände ausgesucht und somit unser Bedürfnis für paradiesische Momente gestillt.

Tagesausflug auf der Insel:
5 Stunden benötigten wir mit unserem gemieteten Auto um die ganze Insel zu fahren. Die Insel hat eine Hauptverkehrsstrasse und rundherum erscheint alles nur grün, extrem grün bewachsen. Wir besuchten ein kleines Häuschen mit Fledermäusen, Krokodilen und einem Affe. Wir besuchten das Palau National Capitol, das sehr imposant war und für palauische Verhältnisse, die eher bescheiden sind, nicht richtig auf diese Insel passt. Weiter ging es zu den Stone Coffin (Ruins), die uns Überresten eines der grössten Anwesen auf der Insel zeigten.
Ganz im Norden der Insel ist der Ort zum Fischen, und wir bekamen in einem Dorf einen traditionellen Snack aus einem Gemisch von Kokosnuss und Mais zum Kosten.
Im Süden der Insel liegt eine Muschelfarm, in der über 30 Jahre die kleinen Muscheln zu riesigen Muscheln herangezüchtet werden. Dann fuhren wir zurück nach Koror, die Hauptstadt auf dieser Insel. Diese hat einige Markets, Souvenirshops, Tauchgeschäfte, ein Nationalmuseum, Schulen, Restaurants und kleine Discos. Die Stadt ist gut zu Fuss durchgehbar.
Palau ist zum Tauchen klasse, nicht aber für andere Sportinteressierte oder Kulturverrückte.

National Museum von Palau:
Ein kleines aber sehr informatives Museum, das sehr übersichtlich ist und einem schnell die Geschichte von Palau erklären kann. Die doch eindrückliche Geschichte reicht von den Sagen der Entstehung von Palau über die Entdeckung und Bevölkerung bis über die Einflüsse vom Deutschen Reich und Spanien und dem 2. Weltkrieg zur heutigen Republik Palau. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen und ist mit 5 Dollar Eintritt sehr günstig.

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Unsere Unterkunft:
Das Plantation Resort in Koror ist ca.10 Minuten von der Stadtmitte entfernt, eingebettet in Palmen und Sträuchern. Das ganze Hotel ist im palauischen Stil gehalten, mit spitzen Dächern, Korbstühlen, Strohdächern, Holz und vielen Pflanzen.
Das Resort liegt an einen kleinen Fluss, der ins Meer fliesst, wo Kajakausflüge angeboten werden. Das Resort ist übersichtlich und besteht aus einigen Cabins mit super Ausblick, mit Cottages und Villen.
Verpflegen kann man sich in dem Forest Garden Restaurant, das eine vielseitige Speisekarte aufweist. Entspannung bietet der Pool, die Saunen und das Jacuzzi.
Empfang für das Handy gibt es nur ausserhalb des Resorts und Wireless ist im Eingangsbereich möglich. Die Angestellten sind nett, aber zurückhaltend und das Resort ist gut gepflegt. Unser Zimmer verfügte über einen Minifernseher, einen Kühlschrank, einen Balkon mit Aussicht auf den Dschungel und einem Tresor.
Für alle Frauen mit vielen Kleidern und Kosmetikartikeln kann der Platz eng werden oder der Mann muss sich einschränken ;-)
Das Resort verfügt über ein grosses Angebot im Spabereich und es ist ruhig gelegen, also optimal um sich nach dem Tauchen zu erholen.
Das Resort liegt ca.10 min Autofahrt vom Dive Centre Fish n' Fins entfernt.

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Essen in Palau:

Das Angebot reicht über indisch, tailändisch, amerikanisch, palauisch, chinesisch, europäisch usw. Diese Insel ist bekannt für kulinarische Leckerbissen.
Ein indisches Restaurant das uns empfohlen wurde liegt in Koror, namens Tai. Mehr zu unserem Besuch in diesem Restaurant findet ihr unter der Rubrik Side Storys.

Fakten über Palau:
Palau ist berühmt für die Rockisland, das Tauchen, den Jellyfishlake und Relaxen. Das Wetter ist tropisch, mit hoher Luftfeuchtigkeit. Kaum geduscht, haben wir nach einigen Metern schon wieder geschwitzt.
Die offizielle Sprache auf Palau ist Palauan und Englisch und gezahlt wird in US Dollar.
Die Insel Palau ist in 16 States aufgeteilt. Jedes einzelne Dörfchen hat ein oder mehrere Bai, das sind Meetinghouses mit speziellen Holzmustern und mit Storys dekoriert über Palau. Die Einheimischen sind sehr freundlich, aber teils auch unnahbar. Viele Japaner und Phillipinos leben auf dieser Insel.

Jetzt geht unsere Reise weiter zurück nach Guam, um von dort nach Chuuk (Truk Lagoon) zu reisen, wo uns die Unterwasserwelt mit Wracks begeistern wird.
Tropische Grüsse an alle, die unsere Reise mitverfolgen und wir melden uns bald wieder!

Stefan und Katharina, die eine ihrer schönsten Zeit in ihrem Leben zusammen geniessen!