Christine Gstöttner

Reisedaten

Tour:
Cocos Island, besser bekannt als "Die Schatzinsel" ist ein kleines Inselarchipel mitten im Pazifik ca 360 Meilen südöstlich von Costa Rica. Bekannt ist Cocos vor allem durch die immer noch zahlreichen Haie und Großfische, wie sie fast nirgends auf der Welt mehr anzutreffen sind. DER Topspot für Grossfische hat neben den unzähligen Hammerhaien auch sonst einiges an Hailights zu bieten! In der 12-tägigen Sondereise wird das Unterwasserparadies angefahren und die lange und anstrengende Überfahrt wird hoffentlich durch die tollsten Unterwassererlebnisse und den größten Artenreichtum belohnt.

Unterkunft:
Das Leben an Board der Hunter's gestaltet sich sehr angenehm. Die Seahunter bietet 18 Personen in 6
Doppelkabinen und zwei 3-Bett Kabinen Platz und an Board ist alles perfekt auf's Tauchen
ausgerichtet. Neben bester Verpflegung und komfortablen Kabinen ist ausreichend Platz am Schiff - vor allem für Filmer und Fotografen!

Tauchen:
Während der Tauchtage warten die berühmten Hammerhaischulen, Seidenhaie, Schwarzspitzen, Weissspitzenriffhaie, Mantas, Schildkröten, fette Zackenbarsche, tausende Yellow Jack's und Thuns,
Sardinen, die Baitballs bilden und vieles mehr. Delphine, Marlins und andere Grossfische sind ebenfalls keine Seltenheit - kurzum die Haireise der Superlative.
Begleitet durch wissenswertes über Haie, ihre Verhaltensweisen und Besonderheiten wird an Board der Underseahunter mit Sicherheit keine Langeweile aufkommen.

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Hauptstrasse 29 
A-3003 Gablitz 

Tel.: +43 2231 65450 
Fax: +43 2231 65570 

skype: fish-trips 
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Cocos Island - Costa Rica

Das unregelmäßige Rollen des Bootes auf den großen Wellen des Pazifiks spaltet unsere Reiseteilnehmer in zwei Lager. Diejenigen, die es lieben von den rhythmischen Bewegungen des Schiffes in den seligen Schlaf geschaukelt zu werden, und den weitaus größeren Teil derer, die es vorziehen die frische Luft an Deck zu genießen und ihr Abendessen zu überreden, sich nicht über die Reling zu verabschieden! Die Überfahrt von Punta Arenas nach Cocos Island dauert rund 36 Stunden, also zwei Nächte und einen Tag und nur harte Seebären oder schlaue Menschen, die es vorzogen wirklich wirkungsvolle "Seekranktabletten" zu sich zu nehmen, sind am zweiten Abend noch beim Dinner anzutreffen. Warum wir uns das alle antun? Nun, während der Regenzeit ist Cocos Island eigentlich ein ungastliches Eiland, doch mit dem Regen kommen die Haie...

Wer "Jurassic Park" gesehen hat, weiß wie es auf der kleinen, unbewohnten Insel 360 Seemeilen vor der Küste Costa Ricas aussieht. Es lebendort zwar keine Saurier, aber auch ohne sie zählt die "Kokos-Insel" zu den vielfältigsten und außergewöhnlichsten Biotopen der Erde, ist Nationalpark und zugleich seit 1997 Weltnaturerbe der UNESCO. Fauna und Flora sind intakt und viele Pflanzen- und Tierarten, die man hier antrifft, sind endemisch. Bislang wurden 235 Pflanzen-, 362 Insekten- und 85 Vogelarten erfasst - das unglaublich vielfältige und zahlreiche Leben unter Wasser nicht eingerechnet. Ein echter Meilenstein und neben den Galapagos Inseln und Malpelo ist die "Isla de Coco" noch ein echter Geheimtipp für Taucher. Allerdings ist mit teils schwierigen Tauchbedingungen zu rechnen und es empfiehlt sich, wirklich fundierte Tauchkenntnisse und entsprechende Erfahrung mitzubringen. Strömungen, Dünungen und hohe Wellen, sowie Freiwasserabstiege und Blauwasserdrifts stehen auf der Tagesordnung. Auch schränkt der hohe Planktongehalt die Sicht teilweise ein. Die absolute Entschädigung dafür sind aber unzählige Großfische: jede Menge unterschiedliche Haiarten bis hin zu den legendären Hammerhaischulen, die den Himmel verdunkeln,  
Delfine, Makrelenschwärme, Mantas und Mobulas, Adlerrochen, Schildkröten, Tunas - und das alles inmitten einer regelrechten "Fischsuppe". Glückliche haben hier sogar gute Chancen, Walhaie anzutreffen.

Ein schrilles Glockenläuten schreckt die wenigen Schlafenden auf und plötzlich werden die Motoren leiser. Nach "nur" 32 Stunden ununterbrochener Überfahrt hat die "Undersea Hunter" ihr Ziel erreicht und ankert in der geschützten Lagune vor Manuelita, wo die Wellen kaum noch merkbar sind und die Gesichtsfarben der Reiseteilnehmer wieder zurückkehren. Wir sind zwar fast am Äquator, doch die Lufttemperatur beträgt, genauso wie die Wassertemperatur, nur ca. 25° Celsius. Kaum wird es hell, heißt es Briefing, ran ans Tauchzeug und ab zum Checkdive. Den darf man sich hier aber etwas anders als üblich vorstellen. In so manchem Taucherleben wurde nicht soviel gesichtet, wie bei dem ersten Tauchgang in der Bucht von Manuelita, wo man sonst üblicher Weise "nur" die Nachttauchgänge macht. Das Tauchen läuft hier übrigens etwas anders als gewohnt ab. Die Order heißt: ran ans Riff, sonst wirst du verblasen, nicht zu knapp beim Tauchpartner aufhalten, denn sonst kommen die scheuen Haie nicht nahe, und an den exponierten Plätzen immer schön zwischen den Felsen verstecken und ordentlich festhalten oder Riffhaken einsetzen. Wer die Tauchgruppe verliert, muss unverzüglich aufsteigen und den Notrufsender betätigen, den man gleich am Jacket montiert bekam.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es nun los zu den "richtigen" Tauchplätzen. Wir beginnen am "Dirty Rock" und kaum haben wir rund um die erste Putzerstation Platz genommen, tauchen schon die ersten Haie auf. Es ist faszinierend! Die Hammerhaie lassen sich von den "Yellow Barberfishes" und den "King Angels" gründlich von Parasiten befreien. Es ist eine regelrechte Zeremonie und es gelten strenge Regeln: Man frisst seine "Zahnbürste" und sein "Körperpeeling" nicht auf - und alle halten sich daran. Allerdings findet das herrliche Schauspiel ein jähes Ende, als sich der erste Fotograf zu weit vorwagt und die Putzerstation besetzt. Schlagartig sind alle Hammerhaie weg und die kleinen gelben Fischchen sind ohne Haie nur halb so spannend!
Während noch alle mit den aufkeimenden Mordgelüsten gegenüber dem Fotografen kämpfen, paddelt die Gruppe weiter und versucht ihr Glück ein Stück weiter. Alle lernen schnell und bei der nächsten Putzerstation klappt bereits alles wie am Schnürchen. Mittlerweile ist man etwas verwöhnt und würdigt die unzähligen herumliegenden Weißspitzenriffhaie keines Blickes mehr - wir wollen Hammerhaie sehen! Im Laufe des Tauchganges treffen wir noch eine ganze Schule von Adlerrochen, zwei Galapagoshaie und so viele Schildkröten, dass wir uns veranlasst sehen, den Tauchplatz ab sofort in "Turtle Rock" umzubenennen.

Haierlebnis pur. Nach unserem ersten Tauchtag ist klar: Cocos Island wird seinem Ruf gerecht. Man hat bereits jetzt mehr Haie gesehen, als im ganzen bisherigen Taucherleben, und selbst "alte Hasen", die schon die ganze Welt betaucht haben, sind überwältigt. Tobi, unser Guide, brieft uns nochmals eindrücklich für die nächsten Tage: "Vergesst nicht: Die Haie haben Angst vor euch und wenn ihr wollt, dass sie nahe kommen, müsst ihr euch regungslos hinter den Felsen verstecken und die Luft anhalten."  
Genau das üben wir während der nächsten Tage und bereits nach wenigen Tauchgängen haben wir den "Cocos-Trick" raus - Tauchen mal ganz anders: nicht bewegen, nicht atmen. Richtig zutraulich sind im Vergleich die Weißspitzenriffhaie. Sie liegen tagsüber gelangweilt am Sandgrund oder zwischen den Felsen und dulden jede Art der freundschaftlichen Annäherung - sogar die unserer aufdringlichen Filmer und Fotografen, die sich auf wenige Zentimeter an die Tiere heranpirschen, um die lang ersehnten Close-Ups zu bekommen. Bei manchen Haien kann man noch deutlich die Paarungsbissspuren der vergangenen Wochen erkennen, aber bei einigen Tieren sieht man leider auch die Nachwirkungen der Fischerei und Longlines, die nicht einmal vor Cocos halt machen. Eine  eingerissene Flosse hier, ein halb verrosteter Fischerhaken im Maul da, oder Verletzungen die von Netzen und Leinen verursacht wurden.  
Bei einem Landgang werden uns zu diesem Thema die Augen geöffnet: Nahe der Rangerstation hat man aus den geborgenen Longlines und den dazugehörigen Bojen eine komplette Brücke erbaut und immer noch liegen mannshohe Berge dieser Todesleinen neben der Station. Die Ranger berichten uns, dass sich nachts immer wieder Fischerboote in die Nähe der Insel wagen und die 12 Meilen- Schutzzone einfach ignorieren. Zu verlockend ist der hohe Profit, den sie machen können. Sie beklagen, dass die meisten Fischer in der Nacht mit kleinen Booten kommen und so unbemerkt wieder verschwinden können. Aber immerhin: Eine Handvoll Illegale werden alljährlich geschnappt und anschließend den Gerichten übergeben.

Im Laufe unseres 10-tägigen Aufenthaltes bekommen wir noch einiges an Highlights geboten. Zwar zählen Tauchplätze wie Alcyone oder die Amigos zu den schwierigsten der Welt - und man schlägt ungewollt den einen oder anderen Purzelbaum ob der Dünung - aber sie zu betauchen, zahlt sich aus! Wir treffen auf tausende von Makrelen, in die man hineintaucht, Yellowfin Tunas, riesige Schwärme von Sardinen, die Baitballs formen, fette Zackenbarsche, tanzende Mantas, die durch unsere Blasen angelockt wurden, und als absolutes "Hai"-light noch einen Walhai, der alles andere als scheu ist und mehrere Runden um unsere Gruppe dreht. Beim Auftauchen sehen wir mehrfach direkt unter den Tauchbooten Seidenhaie und von oben stoßen Tölpel (Boobies) ins Wasser und tauchen auf der Suche nach Beute bis zu 20 Meter tief zwischen den Haien und Thunfischen ab. In Silverado sehen wir als Draufgabe noch eine Gruppe von Silberspitzenhaien inklusive Nachwuchs. Ein einziges Mal ist es uns sogar vergönnt, einen Blick auf einen Marlin zu erhaschen - und wären es mit ihren typischen dreieckigen ausgeklappten Rückensegeln nicht so markante Fische, hätten wir ihn in der Schnelle gar nicht identifizieren können. 

In einem sind wir uns alle einig: wir sind fasziniert von dieser unberührten Natur, ihrem Reichtum und der unvergleichlichen Schönheit.
Doch jeder Aufenthalt im Paradies geht auch irgendwann einmal zu Ende. Auf der Rückfahrt nach Punta Arenas ist ausreichend Zeit, um die Tauchsachen zu waschen und zu trocknen und um das Erlebte in Logbüchern festzuhalten. Seekrankheit ist nun kein Thema mehr, und die Eindrücke der letzen Tage werden in taucherüblicher Manier aufgearbeitet - sprich man erzählt sich Geschichten. Die Hammerhaischulen werden stündlich größer, die Mantas dicker und die Fischschwärme riesiger. 

Doch um bei der Wahrheit zu bleiben:  Cocos ist tatsächlich ein Reiseland der Superlative. Boot, Mannschaft, Gäste, Land und Leute: alles vom Feinsten - und eines ist sicher: wir kommen wieder, das nächste Mal 2012 -wieder Ende September! Bis dahin ist die lange Anreise vergessen und nur noch die gesichteten Haie verbleiben in der Erinnerung - mehr denn je!

Deep Sea - Eine Reise Richtung Mittelpunkt Der Erde

Tieftauchen war bislang nicht mein Ding, doch bei meinem Aufenthalt auf Cocos Island konnte ich meine Tieftaucherfahrung deutlich steigern - einmal auf 225 Meter und einmal auf 325 Meter - wenn das mal nichts ist? Allerdings muss ich zugeben, dass ich dabei ein klein wenig Hilfe hatte - und zwar von einem U-Boot mit normalem atmosphärischem Druck, der "Deep See". Wer den Film "The  Abyss" gesehen hat, oder eine der wenigen Expeditionen von Tauchbooten wie Alvin im Fernsehen mitverfolgen konnte, hat den Anflug einer Idee, was ein richtig tiefer Tauchgang ist! Mit einem U-Boot wie der "Deep See" ist man recht leise unterwegs. Vorab ist es nicht viel anders als bei einem "normalen" Tauchgang. Die 40 Meter Marke haben ja schon viele Taucher überschritten, und je nach  Licht- und Sichtverhältnissen ist es mal heller oder dunkler, man sieht viel oder nichts - alles in allem also wie gewohnt. Die Zutraulichkeit der Fische kennen die Rebreather-Taucher unter uns - und doch ist hier alles etwas anders. Die tolle Sicht sowie die unzähligen Fische, Mantas und Haie sind ein extra "Zuckerl", das die Gewässer vor Cocos Island zu bieten haben, und machen dementsprechend auch eine Reise in Richtung Mittelpunkt der Erde noch attraktiver - womit wir auch wieder beim Thema wären.

Unser Kapitän ist Avi Klapfer, einer der Betreiber der Seahunter-Flotte, und zugleich ein begnadeter Unterwasser-Fotograf und mit Herz und Seele U-Boot Kapitän. Schon allein durch seine ersönlichkeit wird unser geplantes Tiefseeabenteuer zu einem noch größeren Erlebnis. Wir haben einfach viel Spaß, was auch daran liegt, dass uns Avi alles bis ins kleinste Detail erklärt. Im einem Routine-Sicherheitsbriefing lernen wir, wie man die "Deep See" an die Oberfläche bringt, mit der "Top See", dem Überwachungsboot an der Oberfläche, kommuniziert, und vor allem, wie man die "Deep See" im Notfall steuert respektive auftaucht.  
Wir werden also zu kleinen U-Boot-Fahrern ausgebildet. Wobei uns eingeschärft wird, eine eventuelle Ohnmacht des Piloten keinesfalls für eine "Spritztour" auf 300 Meter Tiefe (oder mehr) auszunutzen - Schade eigentlich. 

Das Abenteuer beginnt. 
Doch dann startet unser Abenteuer. Während wir an der Oberfläche von der "Top See" in die Nähe unseres (tiefen) Tauchplatzes gezogen werden, ist die Plexiglaskuppel des U-Bootes noch mit einem Tuch abgedeckt. Dies dient vor allem dazu, das teure Stück beim Auf- und Abladen bzw. beim Boarding nicht zu beschädigen und außerdem die Sonnenstrahlen abzuschirmen, da es sonst bereits vor dem Abtauchen verdammt warm im Inneren wird. Und dann ist es endlich so weit. Einer der Jungs von der  Begleitcrew schnorchelt auf uns zu und lüftet die schützende Plane - die "Deep See" erstrahlt endlich in ihrer vollen Schönheit!  
Wir genießen den erhebenden Moment, auf offener See mit unserem U-Boot zu treiben. Ein paar Minuten später finden wir es weniger toll, immer noch auf offener See zu treiben, denn eigentlich waren wir ja zum Tauchen gekommen. Avi wendet sich breit grinsend an uns und meint, es habe wohl jemand beim Gewicht gelogen - aber eines ist fix: Ich war’s nicht!
Doch dieser kleine Rückschlag sollte nicht lange währen, unser Gewichtsproblem ist schnell gelöst. In weiser Voraussicht besitzt die "Deep See" an der Außenhülle Bleikammern, in die der uns immer noch umkreisende Ofer (wir erinnern uns: der freundliche Herr, der unsere Plane abzog) rasch noch 20 kg Zusatzballast versenkt. Dann noch ein kleiner Schubs und schon geht es abwärts. In dem Augenblick, als die Plexiglaskuppel im Wasser versinkt wird sie unsichtbar und lediglich das ständige Anstoßen des Kopfes erinnert uns wenig später noch an ihre Existenz. Wir sinken und starren gespannt auf die uns umgebenden Armaturen und Anzeigen.  
Irgendwie erinnert der Anblick an eine Kreuzung aus Flugzeugcockpit und den Leuchtanzeigen eines Ghettoblasters aus den 70ern - frei nach dem Motto: umso bunter umso besser!
Die "Deep See" sinkt weiter, Avi gibt minütlich die Anzeigenwerte und GPS-Koordinaten durch und macht, was ein U-Boot-Kapitän  
eben so machen muss. Wir hingegen machen was Touristen eben so machen müssen: wir sind vollkommen fasziniert von der Umgebung und  
was uns so mitten im Blauwasser alles begegnet. Wir zücken unsere Kameras und machen die ersten, ob des 15 cm dicken Plexiglasdomes völlig unscharfen, Bilder von Mantas und einer Hammerhaischule - doch so richtig spannend wird es das erste Mal, als wir feststellen, dass sich das "Snelliussche Fenster" (der helle Kreis an der Wasseroberfläche, den wir beim Blick nach oben immer zu sehen gewohnt sind, und der dem Betrachter - dem Snelliusschen Brechungsgesetz folgend - immer genau 96° in den blauen Himmel freigibt) schließt. Dies passiert in einer Tiefe von rund 160 Metern, wo wir auch dem letzten Adlerrochen und zum letzten Mal Mantas begegnen.

Die Deepsee ist neben jeder Menge Technik auch mit jeder menge Licht und hochwertigen Kameras im Gates Gehäuse ausgestattet - die Fahrten mit den Touristen sind nicht die einzige Aufgabe des U-Bootes. Die interessanten Passagen jeder Tauchfahrt werden aufgezeichnet und archiviert. Ein großes Archiv wurde auf diese Art und Weise bereits angelegt und mehr und mehr neue Entdeckungen gemacht. So hat man etwa auch erforscht, dass in etwa 300 Meter Tiefe rund um Cocos Island eine dem Sandtigerhai verwandte Art, die so genannten "Prickly Sharks" (Achinorhinus Cookie) zu finden sind. Natürlich hoffen wir darauf, einem solchen zu begegnen. Dies wäre kaum zu toppen, doch wir wagen kaum daran zu glauben.

Sobald der Grund sichtbar wird, ist er sandig und schräg abfallend. Plötzlich - bei rund 200 Meter - stehen wir vor einer schwarzen Kante, der Tiefseeriffkante der Cocos Platte, vergleichbar der Kontinentalplatte. Avi setzt das U-Boot hinter der Kante auf und wir blicken fassungslos die Wand entlang. Der Meeresgrund unter uns ist nun geschätzte 1.000-1.500 Meter entfernt - ganz schön tief also! Nach einer Foto- und Redepause zum Innehalten ob des gewaltigen Anblickes, folgen wir der Platte entlang und tauchen weiter ab. Schlussendlich wollen wir ja noch sehen was die 300 Meter Grenze zu bieten hat. Es ist wahrlich beeindruckend - die skurrilsten Fische offenbaren sich uns gleichzeitig mit unzähligen, bunten Riffbarschen wie wir sie auch am Riffdach finden. Leuchtende, knallorange Quallen ziehen an uns vorbei, wir sehen Riesenkrabben, aalartige Fische, Anglerfische und Zackenbarsche in einer Größe, die es sonst nur im Taucherlatein gibt. Alles zusammen überaus beeindruckend und vor allem spannend. Doch der krönende Abschluss sollte noch kommen - wir filmen und fotografieren zwei "Prickly Sharks". Auftrag erfüllt!

Als wir nach rund 2,5 Stunden wieder an der Oberfläche angelangt sind, überschlagen sich die Eindrücke in unserem Kopf. Die Fahrt hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Doch wie es im Leben eben üblich ist, hat alles auch seine Kehrseiten - in diesem Fall der Preis. Natürlich gibt es solche ausgefallenen Trips nicht umsonst. Die Preise belaufen sich ab USD 600,- für eine 100 Meter Fahrt bis zu USD 2.500,- für 450 Meter Fahrten - pro Person versteht sich. Da das U-Boot allerdings seine wissenschaftliche Forschungsarbeiten durch die Tauchfahrten mit Gästen finanziert, ist es ja so gesehen beinahe für einen guten Zweck - vom  Erlebnis für uns Gäste gar nicht erst zu reden. Ein echter "Once-in-a-Lifetime"-Trip sozusagen!

Liebe Grüsse 
Christine Gstöttner

Abgetaucht

Im U-Boot

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