Zum Inhalt springen

ABC (Maske, Schnorchel, Flossen)

Bei der Maske spielt die Marke keine Rolle. Sie sollte gut passen und ein grosses Sichtfeld besitzen. Zu empfehlen ist ein eher kleines Maskenvolumen. Eine solche Maske sollte nicht mehr als CHF 120.- kosten. Die Maske soll aus gutem Silikon sein und Sicherheitsglas besitzen (T oder Tempered). Wenn das nicht der Fall ist: finger davon!

Schnorchel sind bei den Tauchern meist verpönt, da sie nicht zum coolen Outfit passen. Trotzdem sollte diese kleine Röhre nicht fehlen. Ideal wäre ein Schnorchel mit Ausblasventil und einem flexiblen Mundstück, das nicht ständig vor dem Gesicht rumhängt. Es gibt viele Schnorchel, die man zusammenfalten und so ins Tarierjacket stecken kann. Dann hättest du für alle Fälle etwas dabei.

Für das Tauchen solltest du Geräteflossen wählen, die du mit Neoprenfüsslinge tragen kannst. Der Grund liegt darin, dass die Vollfussflossen (Schnorchelflossen)  keine gute Kraftübertragung haben und dich schlecht von äusseren Einflüssen schützen. Im Gegenteil, du kannst sogar Blasen bekommen. Eine Flosse sollte vielseitig einsetzbar sein und sich wie eine Verlängerung deines Fusses anfühlen.

Da eine Flosse unter guten Bedingungen bis zu 20 Jahre alt werden kann, solltest du hier deine Entscheidungen gut überlegt treffen.

Bei den Flossen kannst du dir folgende Fragen stellen:

Wie ist meine körperliche Verfassung?
Wenn deine körperliche Verfassung nicht immer optimal ist oder wenn du manchmal unter Gelenkschmerzen leidest, solltest du dich für eine Splitfin entscheiden. Diese Flosse hat in der Mitte einen Spalt. Mit dieser Flosse kommst du wesentlich leichter vorwärts.

Bei welchen Wasserkonditionen gehe ich tauchen?
Bist du eher in strömungsreichen Gewässern unterwegs, dann solltest du eine etwas härtere Flosse wählen, die auch vielseitig einsetzbar ist. Die Seawing Nova von Scubapro oder die Mares Quattro Excel sind da gute Alternativen. Der Füssling dazu sollte nicht schmerzen, aber auch nicht allzu locker sein.

Was für Flossenschläge mache ich?
Mache ich den normalen Flossenschlag wie man ihn kennt oder bewege ich mich unter Wasser mehr mit einem Flossenschlag, der einem Frosch ähnelt. Manche Flossen lassen nur den normalen Flossenschlag zu oder lassen den Froschkick in einer ineffizienten Weise zu.


Wie viel gehe ich tauchen?
Wenn ich nur wenig tauchen gehe, sollte man ein wenig auf den Preis achten. Nicht, dass man das Beste vom Besten kauft und es dann schliesslich kaum benutzt.
Es sollte ein wenig dem Verhältnis angepasst sein, wie viel man dann wirklich tauchen geht.

Tauchanzüge

Im Bereich der Tauchanzüge ist in den letzten Jahren viel Neues entwickelt worden. Sie sind viel bequemer geworden und haben auch bei den preiswerten Angeboten eine gute Qualität, wobei der neue Stretchneopren nicht mehr so langlebig ist wie der alte. Durch das Stretch wird er viel mehr komprimiert und verliert dadurch nach einer gewissen Zeit die Dicke.

Die Dicke des Anzuges sollte wohl überdacht sein, da man ihn je nach Wassertemperatur wechseln muss. Ein 3mm Anzug wäre bei 25°C schon ein Wagnis. Meistens ist der 5mm dicke Anzug die beste Wahl. Er ist in verschiedenen Temperaturen einsetzbar. Wenn es kälter wird, kann man ihn mit einer Eisweste oder einem Thermoguard erweitern. In kalten bis sehr kalten Gewässern oder bei vielen Tauchgängen würde sich auch ein Halbtrockenanzug oder eine Kombination zwischen einem 7mm Anzug und einer Eisweste lohnen.
Wenn du ein Ganzjahrestaucher bist, kommst du an einem Trockenanzug praktisch nicht vorbei.

Anzüge, die von Marken stammen, die nur Neoprenartikel herstellen, sind sehr zu empfehlen. Diese sind meistens mehr durchdacht und haben eine grössere und breitgefächerte Grössenskala im Angebot.

Trockenanzüge

Der Trockenanzug ist für Ganzjahrestaucher die einzige Chance, um sich vor der Eiseskälte der Seen zu schützen. Wenn du ohne zu frieren in kälteren Gewässern tauchen willst, kommst du um einen Trockenanzug nicht herum. Das Ausziehen der Nassanzüge bei tiefer Lufttemperatur setzt dabei noch mehr zu, als die Wassertemperatur.

Trockenanzüge werden heute meistens in zwei Materialarten angeboten und haben einen Front- oder einen Heckeinstieg. Die Materialien, die verwendet werden sind Crushed Neopren oder Trilaminat. Im Gegensatz zum Neopren ist das Trilaminat nicht dehnfähig und hat keine wärmende Wirkung. Daher musst du beim Trilaminat einen effektiveren Unterzieher kaufen. Trilaminat ist grundsätzlich die teurere Variante. Der Vorteil vom Trilaminat liegt bei den Einsatzmöglichkeiten. Den Trilaminatanzug kannst du je nach Kälte des Wassers mit verschiedenen Unterziehern den Wasserbedingungen anpassen. Da der Neoprenanzug sehr wärmend und schwer ist, solltest du ihn nicht in wärmeren Destinationen benutzen.

Deine Wünsche und Taucheinsätze werden entscheiden, welchen Typ du benutzen wirst.

Die Halsmanschette:
Halsmanschette werden mittlerweile in den drei verschiedene Materialien Latex, Neopren und Silikon Angeboten. Die Neoprenmanschette wird momentan bevorzugt.
Sie ist sehr bequem und du kannst sie besser über den Kopf ziehen. Die Halsmanschette aus Latex hingegen, wird dir an den Haaren zerren.
Die Latexmanschette ist gut für Taucher geeignet, die einen dünnen Hals haben. Die Manschette ist dünner und passt sich besser an der Haut an. Sie dichtet auch gut ab, wenn deine Sehnen viele Kanäle bilden. Die Silikonmanschette vereint die Vorteile der beiden, bildet aber wie die Latexmanschette eine Kältebrücke am Hals. Dies ist bei der Neoprenmanschette nicht der Fall.

Die Handschuhsysteme:
Welches Handschuhsystem ist am besten?
Leute die in der Antarktis bei bis zu -2° Wassertemperatur tauchen, sagen, dass es kein besseres System gibt als einfache, dicke Neopren-Nasshandschuhe. Im Gegensatz zu den Trockenhandschuhen hat das Neopren eine isolierende Wirkung und macht diesen Nasshandschuh zu dem, der deine Hände am besten wärmt.
Immer mehr Taucher entscheiden sich für ein Trockenhandschuhsystem. Dieses System hält deine Hände trocken. Trockenhandschuhe werden bereits in vielen Varianten angeboten. Welches die beste Variante ist, solltest du aufgrund deiner Anforderungen entscheiden. Das Handschuhsystem sollte jedoch einfach zu bedienen und auch zuverlässig sein.

Vor- & Nachteile:
Vorteile des Trilaminatanzugs:
Vielseitig einsetzbar, einfach zu reparieren, handlich (kleines Packmass), leicht, trocknet schnell

Nachteile des Trilaminatanzugs:
Meist Teurer, keine eigene wärmende Wirkung, nicht dehnfähig, passform

Vorteile des Crushed Neoprenanzugs:
Selbstwärmende Wirkung, günstiger, dehnfähig, passform, langlebig

Nachteile des Crushed Neoprenanzugs:
Schwer, reparatur ist schwieriger, trocknet langsam

Weitere Materialarten von Trockenanzügen sind:
Vulkanisierter Gummi, beschichtetes Gewebe, geschäumtes Neopren

Lungenautomaten

Die Lungenautomaten sind das Herzstück unserer Tauchausrüstung. Bitte vergiss nie, dass Lungenautomaten regelmässig gewartet werden müssen. An diesem wichtigen Teil unserer Tauchausrüstung hängt dein Leben. Darum solltest du besser einmal mehr als einmal zu wenig eine Wartung durchführen.

Die Qualität dieser Automaten ist normalerweise auf die Tauglichkeit bei bestimmten Einsatztemperaturen abgestimmt und diese wird auch immer angegeben. Hier unterscheidet man zwischen kaltwasser- und nicht kaltwassertauglichen Automaten.

Willst du auch einmal im See tauchen, kannst du schon etwas mehr ausgeben. Die kaltwassertauglichen Automaten sind in den meisten Fällen membrangesteuert. Meistens hat die erste Stufe eine trockene Steuerkammer. Die trockene Steuerkammer schützt den Automaten  vor Dreck im Wasser, was aber für die Kältebeständigkeit nicht unbedingt  ein Muss ist.

Diese Lungenautomaten sind sehr langlebig und robust. Die aufwendige Verarbeitung schlägt sich auch hier auf den Preis nieder.
Ich empfehle dir in kälteren Gewässern mit zwei ersten Stufen zu tauchen (zwei getrennt funktionierende Automatensysteme). Damit hast du die Möglichkeit, bei einer Fehlfunktion eines der zwei Automatensysteme zu- zuschrauben.

Du solltest nie verschiedene Marken in einem Set haben. Auch wenn es manchmal einwandfrei funktioniert, bleibt immer ein Risiko, da sie nicht auf einander abgestimmt wurden.
Je nach Wunsch kannst du dich auch für Lungenautomaten entscheiden, bei denen du den Atemwiderstand einstellen kannst. Bis auf die Mares Automaten, die die Luftliefermenge automatisch der Tiefe anpassen, haben dies beinahe alle Marken im Sortiment. Das ist natürlich wieder eine Preisfrage. Die einfach gehaltenen Automatensets sind pflegeleicht und sowohl bei der Wartung wie im Anschaffen günstig. Sie haben aber meistens keine Futures, wie z.B.  die Atemwiderstandsregulierung.

Die alternative Luftversorgung sollte aber mindestens einen Venturihebel besitzen (ein Plättchen, das man in der 2. Stufe entgegen der Luft drehen kann), damit man den Regler so einstellen kann, dass er nicht immer abbläst, wenn man ins Wasser springt.

Unser Tipp:
Lungenautomaten müssen regelmässig gewartet werden - Die meisten Hersteller empfehlen Jährlich oder spätestens nach 100 Tauchgängen.

Vermische nie Unterschiedliche Marken in einem Kreislauf - Auch wenn es manchmal einwandfrei funktioniert, bleibt immer ein Risiko, da sie nicht auf einander abgestimmt wurden.

Verwende im Kaltwassertauchen immer zwei getrennte Automatensysteme - Damit hat man die Möglichkeit, bei einem gefrierenden Lungenautomaten, diesen zu- zuschrauben.

Tarierweste

Bleigurt ade! Die neuen Westen besitzen praktisch nur noch integrierte Bleitaschen, die mit sehr ausgeklügelten Schnellabwurfsystemen ausgerüstet sind. Auch ein Inflatorschlauch ist nicht mehr unbedingt ein Muss, da es bei vielen Tarierwesten auch eine Variante mit pneumatischen oder mechanischen Auftriebsreglern gibt (z.B. das System Air Trim von Mares oder das i3 von Aqualung.)
Die Tarierweste sollte nie zu gross sein und sollte einem sehr gut sitzen. Bis auf die Passform unterscheiden sich die Westen nicht mehr wesentlich. Es gibt bei den meisten Marken immer verschiedene Kategorien, wobei die Qualität der verarbeiteten Materialien am Preis abzulesen ist.

Es gibt folgende Varianten:

  • Die Einsteigerweste
    Ganz einfach gehalten, ohne Bleitaschen, fast keine Befestigungsmöglichkeiten und mit einer ausreichenden Materialverarbeitung.
  • Die Reiseweste
    Eine sehr schlichte Weste, welche nur das Nötigste besitzt. Ist aus gutem Material und ist sehr leicht und mit einem kleinen Packmass. Sollte sehr bequem zu tragen sein.
  • Die Universalweste
    Diese Weste hat alles, was man braucht und ist in der Preisebene in der Mitte angesiedelt. Sie ist etwas schwerer und gut tauglich für den Ganzjahrestaucher. Die Materialverarbeitung ist solid und sollte einiges aushalten.
  • Das Topmodell
    Diese Weste ist mit den besten Materialien ausgestattet und besitzt alles, was man sich wünschen kann. Aber diese Eigenschaft macht die Weste auch zum Schwergewicht und sie ist darum beim Reisen unpraktisch.
  • Die Frauenweste
    Viele Marken haben eigene Modelle für Frauen. Westen, die spezifisch auf die Frauen zugeschnitten werden.
  • Das Wingjacket
    Dieses Jacket ist für die fortgeschrittenen Taucher, die eine perfekte Unterwasserlage suchen. Da die Luftblase komplett von der Weste getrennt ist, kannst du kaum fühlen, wie sich die Blase füllt. An der Wasseroberfläche neigt sie dazu, dir dein Gesicht unter Wasser zu drücken (Köpfchen ins Wasser, Schwänzchen in die Höhe).

Tauchcomputer

Brauche ich wirklich einen Tauchcomputer?
Meine Antwort ist JA. Denn dein Computer bedeutet Sicherheit. Man würde ja auch nicht ohne Höhenmesser Fallschirmspringen gehen. Diese Rechner zeigen dir alles an, was du wissen musst und beschützen dich vor Fehlern.

Es gibt kleine Uhrenmodelle mit integriertem digitalem Kompass. Andere Modelle glänzen mit Farbdisplays und mit Sendern, die den Tankdruck an den Computer senden. Oder man kann seinen Computer auch in einer Konsole mit Kompass einbauen. Heute gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Aber schliesslich würde es auch ein gewöhnlicher Tauchcomputer tun, der ein fluoreszierender Hintergrund hat und die wichtigsten Funktionen beherrscht.

Die wichtigsten Funktionen eines Tauchcomputers:

  • Tiefenmesser
  • Temperaturmesser
  • Zeitmesser
  • Nullzeitanzeige
  • Dekompressionstoppanzeige
  • Nitrox Tauglichkeit
  • Logbuch
  • History

Jeder kann wählen, was er für das Beste hält. Die Menubedienung sollte jedoch einfach und selbsterklärend sein. Auf jeden Fall solltest du das Handbuch genau durchlesen, damit du auch alle Angaben verstehst, die der Computer anzeigt.
Ferientaucher bevorzugen oft ein Modell mit aufladbarem Akku oder mit der Möglichkeit, die Batterien selbst zu wechseln.

Grundlegendes

Deine Tauchausrüstung sollte perfekt auf dich als Taucher und deine speziellen Bedürfnisse  zugeschnitten sein. In einem sich ausweitenden "Urwald" von Anbietern, wird dies immer schwieriger zu bewerkstelligen. 
Der Erfolg hängt davon ab, ob du jemanden findest, der zuhören will und kann oder ob du jemandem begegnest, der alles am besten weiss.
Dabei kann es schon mal vorkommen, dass der nichtsahnende Kunde mit OWD Brevet und 15 Tauchgängen mit einer erstklassigen Tauchausrüstung aus dem Geschäft stolziert, ohne zu wissen, dass diese für das technische Tauchen konzipiert worden ist.

  • Was für eine Ausrüstung brauche ich?
  • Was will ich in meiner Taucherkarriere noch erreichen?

Das sind die zwei Fragen, die du dir zuerst stellen musst, bevor du in ein Tauchgeschäft gehst.
Beim Sporttauchen sollte auf zwei wesentliche Unterschiede geachtet werden. Sind wir Ganzjahrestaucher oder tauchen wir vorwiegend in den Ferien und dort im warmen Wasser? Diese einfache Frage entscheidet über deine voraussichtlichen Ausgaben. Die Ausrüstung für das Ganzahrestauchen ist wegen der aufwendigeren Verarbeitung und der notwendigen Technik meist sehr viel teurer. Dazu brauchen die Ganzjahrestaucher auch wesentlich mehr Equipment.