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Tauchen bei Ålo – ein kleines Inselparadies

Vielfältig, artenreich und voller Farben, so präsentieren sich Norwegens Tauchgründe, welche sich viele Taucher kaum so vorstellen würden. In diesem Sinne beinahe als Tauchdestination ignoriert, ist Skandinavien und Südnorwegen eine wahre Alternative zum Mittelmeer. Etwas kälter, aber nicht ärmer an Lebewesen und mit einer Prise von Abenteuer, sind es unvergessliche Tauchgänge, an welche man sich gerne erinnern wird.

Mit einem Foto auf dem Handy von der Tauchschule aus dem kleinen Ort namens Ålo, versuchten wir in der hügligen Schärenlanschaft von Südnorwegen unser nächstes Ziel zu finden. Nicht ganz einfach, doch mit etwas Hilfe fanden wir schliesslich Frank und sein Tauchrevier. Idyllisch direkt am Meer gelegen ist die Tauchbasis mit ein paar Unterkunftsmöglichkeiten perfekt für einen entspannten Tauchurlaub, bei welchem man seine Seele baumeln lassen kann. Ob Tauchen, Fischen oder Bootstouren, Frank bietet seinen Gästen einen abwechslungsreichen Aufenthalt.

Unkompliziert und sehr hilfsbereit organisierte Frank auf die Schnelle eine Tauchtour, in die nahe gelegene Inselwelt, welche nur ca. 20 Bootsminuten entfernt lag. Wir hatten gerade mal einen Nachmittag Zeit, die Tauchgründe von Ålo zu erkunden, bevor die angesagte Schlechtwetterfront uns erreichen würde. So nutzten Frank, sein Gast und Freund Michael und ich die Chance und fuhren mit dem Boot zum ersten Tauchplatz hinaus.

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Uvårsundet – Die volle Ladung
Beim Tauchplatz angekommen, versuchten wir das Boot in Strömungsrichtung an den Felsen festzumachen. Nun galt es die Ausrüstung klar zu machen und in den Trockenanzug zu klettern. Die 9°C Wassertemperatur können auch bei einem solchen sonnigen Tag wie diesem sehr kalt werden, insbesondere wenn der Tauchgang 45 Minuten gehen soll.
Der Tauchgang war mit Michael sehr entspannt und die Strömung war fühlbar aber nicht zu stark. Mit einer relativ guten Sicht belohnt, erkundeten wir bei diesem universellen Tauchplatz eine Steilwand, Seetang Wälder und den sandigen Grund – also das ganze Programm.
Die Unterwasserfauna war sehr üppig und wir durften nebst einem posierenden Seewolf auch riesige Seespinnen & Taschenkrebse bestaunen.

Die Tauchpause verbrachten wir auf einer kleinen Insel, welche in seiner Bucht viele kleine Anlegestege hat. Mit dem türkisfarbenen Wasser und den Fischerhütten im Hintergrund, ergab dies ein atemberaubendes Motiv. Sprichwörtlich, hier lässt es sich leben. Frank zog das volle Programm und zeigte auf, dass das Tauchen bei Ålo sehr vielseitig und abenteuerlich ist. Gerne hätte ich auch noch das eine oder andere Wrack betaucht, doch werde ich dies sicherlich nachholen.

Nordre Vassøy – Steilwände voraus
Neuer Tauchplatz, neue Tierchen – das Tauchen macht richtig Spass. Hier wurden wir mit Rippenquallen, welche bei der richtigen Sonneneinstrahlung in allen Spektralfarben leuchten und sogar mit einer Nacktschnecke belohnt. Seescheiden, bunte Korallen, Seesterne, viele Fische und eine riesige Qualle rundeten den Tauchgang perfekt ab.


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Die Bootstour, die vielen Inseln, die unvergesslichen Tauchgänge und das anschliessende Dekobier direkt am Meer machten den Tag perfekt. Bei Sonnenuntergang genossen wir die Stimmung und hatten super Gespräche, dazu offerierte uns Frank & Michael sogar etwas Sushi. Eine frisch gefangene Jakobsmuschel wurde vor unseren Augen für den Verzehr aufgeschnitten und als Appetizer aufgetischt.

Wir danken Frank für den gelungenen Tag und die bleibenden Eindrücke, welche wir bei ihm in Ålo erleben durften.

Grüsse von der Küste
Stefka