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Helidiving - Dive on the Top

Das war die Devise vom 29.6.- 1.7. 2012 in der Ramsau. Tauchen wo niemand vorher getaucht hat, mitten in den österreichischen Alpen. Schwer erreichbar, oft nur mit Hubscharuber. Das hat schon Expeditionscharakter.
Es war eine logistische Meisterleistung um das Team von Harald Hois, welches die gesamte Ausrüstung und die Teilnehmer wohlbehalten zum Silberkarsee mit dem Hubschrauber  hinauf und auch wieder runter bringen musste.


Ein Wunderschöner Bergsee
Der Silberkarsee, der auch als Hölltalsee bekannt ist, befindet sich auf der südlichen Seite des Dachsteins, nördlich von Ramsau am Dachstein. Der See ist ein klassischer Bergsee.  Immerhin liegt der See auf einer Höhe von 1.820 Meter. Der See ist in seiner Größe überschaubar und wunderschön anzuschauen. Der Silberkarsee ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, die beispielsweise von der Ramsau, genauer vom Ortsteil Rössing durch die Silberkarklamm über Steige und später über steilere Wanderwege zum See wandern. Denn der See glänzt durch sein türkisgrünes Erscheinungsbild, sondern auch durch die Gegend rund um den See, liegt dieser doch auf dem Plateau des Dachsteins, einem sehr bekannten Gipfel der österreichischen Berge. Vom See aus gibt es viele weitere Wanderrouten und auch Bergtouren können von hier aus in Angriff genommen werden.

Der Silberkarsee hat seinen Namen aber auch deshalb erhalten, weil früher im See nach Silber gesucht wurde. Sein zweiter Name - Hölltalsee - ist ebenfalls leicht erklärt, denn der See befindet sich in einer Doline. Als Doline werden kraterähnliche Vertiefungen bezeichnet, die sich im Fels herausgebildet werden und diese Vertiefung, in der sich der See befindet, wird als Hölltal bezeichnet.

In letzter Zeit geschahen unerklärlich Dinge die sich so recht niemand erklären konnte. Das Wasser war verschwunden, man vermutete, dass Frost aufgetaut war und das Wasser konnte sich nicht mehr halten. Auf so ein Phänomen konnten sich auch alte Schafhirten nicht erinnern. Jetzt ist der See wieder gefüllt und die Tauchgänge wurden auch  genutzt um Wasserproben zu entnehmen, die tiefste Stelle wurde gesucht und eine Karte wurde angefertigt. 9m 30cm war die tiefste gefundene Stelle in einem kleinen kegelförmigen Krater. Ich tauchte den See durch die Länge durch und manchmal tat es mir leid, kein Macro-Objektiv mitgenommen zu haben. Der See war überfüllt mit dem Bergmolch.

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Der Bergmolch
(Triturus alpestris) | Familie: Echte Salamander und Molche (Salamandrinae)
An Land unscheinbar, verwandelt sich der männliche Bergmolch im Wasser zu einem farbenprächtigen Geschöpf. Er ist von mittleren bis in alpine Lagen und von warmen Tümpeln bis hin zu klaren Bergseen beinahe überall zu finden.

Die Unterseite beider Geschlechter ist orange-leuchtend gefärbt, ansonsten unterscheidet sich jedoch ihr Aussehen. Die Wassertracht des Männchens weist am Kopf, am Kamm sowie an zwei Streifen auf beiden Seiten eine schwarz gepunktete Musterung auf weißem Grund auf. Dazwischen befinden sich blaugrüne bis blauschwarze Längsstreifen. Zwischen Vorder- und Hinterbeinen ist deutlich ein hellblaues Band erkennbar. Im Gegensatz dazu ist das Weibchen an der Oberseite durchgehend dunkelgelblich bis braun gefärbt und an den Flanken teilweise gefleckt. Im Wasser ist die Haut der Bergmolche glatt, an Land jedoch wird sie samtartig und fein körnig.

Die meiste Zeit des Jahres leben Bergmolche an Land auf feuchten kühlen Böden, jedoch immer in Wassernähe. Zwischen März und April wandern sie dann in ihre Laichgewässer, wo sie sich anschließend paaren und laichen. Zur Paarung zeigt sich das Männchen im prächtigen "Hochzeitskleid" und legt einen sogenannten Samenstift ab, welcher sich durch bloße Berührung an die Kloake des Weibchens haftet. Die Eier werden in eingewickelte Blätter gelegt,  in denen die vierbeinigen Larven zwei bis vier Wochen später schlüpfen. Diese können sich auch in Larvenzustand fortpflanzen, in diesem Fall entwickeln sich aber erst spätere Generationen wieder zu Molchen.

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Die Hubschrauberflüge in unserem hochalpinen Gelände sind ein einzigartiges Erlebnis und wenn man noch weiss es geht zum Tauchen, überkommt einem ein exklusives Gefühl. 
Der Rückflug war ebenso ein einzigartiges Erlebnis, über die Kante steil nach unten und dann zurück zur wunderschönen Alpinen Kulisse. Bei der Silberkarhütte gab es eine kräftige Jause und dann zurück durch die Klamm zum Landeplatz im Tal, wo die Tauchausrüstung schon zur Versorgung wartet. 

Liebe Grüsse

Florian



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