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Ganz grosses Kino im Pygmy-Land: Cabilao Island, Philippinen

Eine kleine Insel, eine kleine Welt, ein kleines Paradies mit kleinen Lebewesen bietet das ganz grosse Spektakel. Das ist exakt, was das Makro-Herz begehrt, Das ist Cabilao!

Dieses Paradies finden wir in den Visayas in der Nähe von Bohol auf den Philippnen. Mit 8 km2 und etwas über 3000 Einwohnern, welche sich hauptsächlich von Fischfang und Landwirtschaft ernähren, ist das Gebiet ideal, um sich ausschliesslich auf's Tauchen zu konzentrieren.

Die Bühne gehört den Pygmys! Nur den Pygmys? Nein, Cabilao hat eine breite Vielfalt zu bieten.

Wir gehen auf Erkundungstour. Meine Neugier gilt zuallererst dem Hausriff: Cambaquiz 2 heisst der Tauchplatz, benannt nach dem kleinen Dörfchen an dessen Rande der Cabilao Beach Club steht und dieser Dive Spot hat einiges zu bieten! Schon auf den ersten paar Meter erkennen wir den Reichtum an marinen Lebewesen: Eine Becherkoralle Wendeltreppe kreuzt unsern Weg. Becherkorallen Wendeltreppen (Epitonium billeeanum) sind Vorderkiemenschnecken mit Gehäuse. Komplett in Gelb gehalten gibt sie einen Vorgeschmack auf die Farbenvielfalt, die wir noch erleben dürfen. Nach ein paar Spinnenkrabben, Blennys und Gobis war eigentlich klar: Da muss ein Nachttauchgang hin.

Dieser startete mit ein paar Felsengrnelen und einem juvenilen Drachenkopf. Dem professionellen Guide sei Dank, haben wir ihn gesehen! Anemonen Punkttupfenkrebse und Spinnekrabben folgten. Doch das ganz grosse Kino erwartete uns erst noch:  Ein Pygmy Squid! Diese 1-2cm grosse Sepia hält sich an einem Seegrashalm fest und ist kaum zu entdecken. Ausgerüstet mit Supermacro bahnte sich eine nette kleine Fotosession an. Langsam näherte ich mich dem Tier, die Nahaufsatzlinse aufschraubend, ein paar Fotos machend... Zuck! Da war er weg! In ruckartigen Bewegungen flitzte er durchs Wasser, keine Chance für mich lassend noch ein paar Fotos zu machen.

Doch unser Mini-Sepia kam wieder zur Ruhe und verblüfft mich mit einem wohl nicht alltäglichen Schauspiel: Der Pygmy Squid hatte sich eine Garnele gefangen, die er nun genüsslich verspeiste. Ein Event auf einem 4 cm2 Flecken unserer Weltmeere, den man in der Bildergalerie miterleben darf.

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Cabilao ist fest in Pygmy Hand. Die wesentlich bekannteren Pygmys sind die Pygmäen Seepferdchen. Diese zu besuchen wir zum einen die die Nachbarinsel Sandingan und zum andern tauchen wir ab am Platz "Gorgonian Wall". Dort finden wir die gelben und roten Bargibanti (Hippocampus bargibanti).  Beide bewohnen die ihrer Färbung entsprechende Gorgonie. Leider waren die gelben Pygmys keine kooperativen Models, weshalb ich sie in Ruhe liess und hier nur die rote Variante präsentiere.

Viel kooperativer zeigten sich aber der Federstern-Springkrebs, die Schleierbäumchen Spinnenkrabben, die Seenadeln oder die Springkrabben welche auf eine eindrückliche Art zeigen, dass Cabilao viele fantastische Lebewesen eine Heimat bietet.
Eindrücklich ist auch die Korallenwelt, welche für für jeden Taucher, im speziellen aber für die Weitwinkel und Reef-Art Fotografen ein wahres Paradies schaffen.


Liebe Grüsse
Henry Jager


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